Auf in die kambodschanische Hauptstadt! Auf nach Phnom Penh!

257. Weltreisetag, 303 km mit dem Bus von Siem Reap nach Phnom Penh, klimatisiert unterkühlt

Der ursprüngliche Plan sah vor mit dem Boot unweit von Siem Reap in die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh zu schippern. Der geringe Wasserstand im Tonle Sab, übrigens der einzige Fluss, der je nach Jahreszeit seine Fließrichtung ändert, vereitelte das Unternehmen. Wir sind gezwungen die landschaftlich eintönige und verkehrstechnische überstrapazierte Region mit unseren motorisierten Begleitfahrzeug zu überbrücken. Der exzellente Fahrer Mr. Brin versucht alles um uns die Etappe dennoch so spannend wie möglich zu gestalten. Ein Platten am linkem Vorderrad nach 25 Kilometern der erste Höhepunkt. Eine Stunde später. Der Bus rollt und Mr. Brin strahlt. 5 Kilometer lang, dann zerfetzt es die Kupplung und sein Lächeln erstarrt. Ein neues Fahrzeug wir geordert und wir vertreiben uns die mehrstündige Wartezeit mit der Betrachtung von Reiserntemaschinen, Hausmüllverbrennungsanlagen, überladenen Mopeds, vorbeiziehenden Schulkindern und interessanten Gesprächen mit den Mitreisenden. Spätestens hier erkennt man den weltreiseerprobten Fahrradfahrer. Sie sind durch (fast) nichts aus der Ruhe zu bringen und reisen getreu nach der russischen und damit auch meiner Lebensmaxime: ‚Es gibt keine Probleme. Nur Lösungen‘.

Im neuen Fahrzeug brausen wir durch flache Landstriche der Hauptstadt entgegen und stoppen nur für einen kurzen Imbiss. Würmer, Maden, Vogelspinnen und Heuschrecken werden in einem kleinem Dorf feil geboten. Da kann natürlich niemand widerstehen …

In Phnom Penh begrüßen wir Helga, eine neue Mitradlerin, und Niti, den neuen Reiseleiter. Herzlich willkommen!


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