Auf der Zwischenzielgeraden

320. Radweltreisetag, Pontian – Singapur

Frühes Frühstück, aber dann zieht es sich… Ein Understatement: „Der Fahrer für’s Gepäck ist nicht gerade kooperativ.“ Nach einer Stunde fahren wir trotzdem los. Das Navi schickt uns erst über Stock und Stein bis wir schließlich auf der B5 landen. Die B5 bringt uns fast bis Singapur. Bald wird die B5 aber fast zur A5. Der Fahrer hat zwar behauptet seine Route würde den Highway vermeiden, aber wir merken nichts davon.

Irgendwann erreichen wir doch die Grenze und teilen uns. Drei im Bus mit allem Gepäck, der Rest auf dem Rad durch den Zoll. Wir mit dem Gepäck haben Glück und wir haben einen verständnisvollen Beamten, wir müssen das Gepäck nur kurz ausladen und können ebenerdig durchleuchten und gleich wieder einladen. Nach gefühlten 30 Minuten sind wir wieder im Auto und begeben uns an den abgemachten Treffpunkt.

Die Radfahrer haben weniger Glück und warten über eine Stunde bis sie die Grenze passiert haben. Volker auf der Singapur-Seite erwartet uns und präsentiert uns seine Kenntnisse von Singapur. Woodlands – China Town, die 30 km bis zu China Town erfahren wir fast total über Radwege. Wir genießen das Grün und die Ruhe der Parks von Singapur. Ganz am Schluss fahren wir auf normalen Straßen in China Town ein.

Wir sind in Singapur!

Cyclocross durch den Urwald

319. Radweltreisetag, Batu Pahat – Pontian, schön warm!

Der direkte Weg von Batu Pahat nach Pontian führt über die Straße 5. Dort verkehren aber alle Autos, Motorräder und noch schlimmer Lastwagen. Allerdings gibt es eine Umfahrung dieser Straße Nr. 5, durch Dschungel und Plantagen. Allerdings ist nicht die gesamte Strecke geteert. Dafür umso schöner.

Ca. 5 km nach der Ortsausfahrt zweigt der Weg links von der 5 ab. Erst geht es durch Wohnquartiere und eine Neubausiedlung für Besserverdienende, dann auf und ab und schließlich in den Wald. Unser Begleitfahrzeug versucht es gar nicht erst uns zu folgen, denn die wissen es geht heute über Stock und Stein.

Schließlich hört der geteerte Weg auf und wir landen auf der Piste und immer tiefer im Wald. Den Verkehr haben wir längst hinter uns gelassen und wir hören höchstens noch Vögel. Gelbe und blau Eisvögel begleiten uns, ein größerer Leguan kreuzt unser Weg und immer wieder begegnen wir Makaken. Bei einem Chinesischen Friedhof stoßen wir auf drei tote Schlangen, Baby Cobra sagt man uns..

Die ersten 20 Kilometer über Stock und Stein haben uns fast zwei Stunden gekostet, zum Glück morgens und nicht mittags. Wieder auf dem Asphalt geht es wieder zügig voran und auf Nebenstraßen bleibt der Verkehr überschaubar. Die Gegend von Pontian ist bekannt für Ananas, immer wieder passieren wir große Ananasplantagen. Nach 16 Uhr und 94 Kilometer erreichen wir unsere letzte Etappe vor Singapur. Im Hotel schlachtet der Besitzer persönlich eine lokale Ananas und klärt uns über Ananas auf.



Srivijaya, Portugiesen, Holländer, Engländer, Weltkulturerbe Malakka

316. Radweltreisetag,  Malakka, Stadtrundgang

Malakka hatte durch die Jahrhunderte eine bewegte Geschichte. Schon im Altertum war Malakka ein Umschlagplatz von Waren zwischen dem Osten und Westen. Die Chinesen hielten die Stadt quasi als Kolonie. Im 15 Jahrhundert gründet ein Srivijaya Fürst aus Sumatra nach seinem Übertritt zum Islam das Sultanat Malakka. ca. 100 Jahre später landen die Portugiesen in Malakka. Die Portugiesen werden ein weiteres Jahrhundert später von den Holländern abgelöst und jene schließlich von den Briten, die bis zur Unabhängigkeit im Jahre 1957. All diese Besatzer hinterließen viele Spuren in Malakka in Architektur, Kultur und Küche.

Unser Stadtspaziergang startete in der Harmony Street, hier befinden sich friedlich nebeneinander drei Weltreligionen: Buddhismus, Islam & Hinduismus.  Erst der buddhistisch – taoistischer Cheng Hoon Teng Tempel, dann die Kampung King Moschee und zuletzt der Sri Poyyatha Vinayaga Moorthy Hindu Tempel. Südlich des Malakkarivers befanden sich die administrativen Bauten der Kolonialbehörden und die katholische Kirche der Portugiesen.

Auch lohnt es sich Malakka auf eigene Faust zu entdecken immer wieder stößt man auf wunderbare Street Art und andere Überraschungen.

Gute Zeiten – Schlechte Zeiten

315. Radweltreisetag, Port Dickson – Malakka

Gute Zeiten – Schlechte Zeiten! So könnte man die Strecke heute am besten beschreiben. Erst Hauptstraße, am Morgen noch nicht so befahren, dann am Meer entlang durch Fischerdörfer und schlussendlich wieder zurück auf die Hauptstraße, jetzt aber mit viel mehr Verkehr. Zum Glück ist die Strecke heute etwas kürzer. Trotzdem hat’s für 3 Plattfüße gereicht.

Auch in Malakka merken wir wieder, dass immer noch „Chinesisch Neujahr“ ist. In der Jonker Street gibt es kaum ein Durchkommen. Das Nachtessen im Hawker Center ist lecker und günstig wie immer. Überhaupt ist Malakka nachts in ein Meer von Licht und Farben getaucht. Die Malakkabrücke und entlang dem Malakkariver ist alles farbig beleuchtet. Dazu kommen noch X Rikschas die kitschiger als kitschig verziert und beleuchtet sind, den Chinesen gefällts.

 

 

 

 

Wir fahrn fahrn fahrn auf der Autobahn…………………………………..

314. Radweltreisetag, Kuala Lumpur – Port Dickson

Die deutsche Ur-Elektro Band „Kraftwerk“ hat 2 Alben produziert die zum heutigen Tag passen: Autobahn & Tour de France.

Autobahn: https://www.youtube.com/watch?v=e11h73WhqK4

Tour de France: https://www.youtube.com/watch?v=LTZyXlLhvxs

Kraftwerk wurde 1974 mit dem Hit „Autobahn“ weltberühmt, es war auch die erste Band, die mit Elektropop in die Charts kam. 10 Jahre später kam das Album „Tour de France“. Kraftwerk sind übrigens begeisterte Radfahrer und fahren locker 200 km Etappen.

Nun aber was hat das mit der heutigen Etappe Kuala Lumpur – Port Dickson zu tun? Also erstens hat die Straße manchmal eher einer Autobahn geglichen wie einem Radweg und, na ja, eben wir fahren Rad wie auf der Tour de France auch. Also heute war voll ein Kraftwerk Tag!

 

Das liegt aber nicht am Routing, alle Straßen Rund um KL seien verrückt und gefährlich, meinte unserer Radguide „Sandra“ in Lankawi, die aus Kuala Lumpur kommt. Und sie kennt Radfahren in Malaysia bestens, siehe ihr Buch: „Pedalling Around the Peninsula by Sandra Loh“

Trotzdem, einige schöne Momente hatte es schon noch, auch einige bizarre, so sind wir heute am „Malaysian Nuclear Agency“ vorbeigefahren, ich kann nur sagen: „Strahlende Aussichten“.

 

Abends aber dann der Blick übers Meer war wunderschön und hat uns entschädigt für vieles.

Chow Kit Markt, National Moschee, Jamek Moschee und andere Sehenswürdikeiten

313. Radweltreisetag, Kuala Lumpur – Ruhetag

Heute morgen ist fast Ausschlafen angesagt, seit langem nicht mehr bei Dunkelheit aufstehen. Als erstes besuchen wir den „Chow Kit Markt“, einen Markt für Gemüse, Früchte, Fisch und Fleisch und vieles mehr. Es ist einer der größten und farbigsten Märkte in Malaysia. Als nächstes besuchten wir die National Moschee, ein Gebäude an dem klar erkennbar ist, dass es in den sechziger Jahre erbaut worden ist: Beton, modern und kantig! Ganz anders nachher die Jamek Moschee deren Architektur viel traditioneller ist. Neben Wolkenkratzern gibt es immer noch viele historische Gebäude in Kuala Lumpur wie z.B. den alten Hauptbahnhof gleich neben der National Moschee.

Autobahn und Tempel und Chinesisch Neujahr in Kuala Lupur

312. Radweltreisetag, Rawang – Kuala Lumpur, heiss hier

Heute nur 31 km zu fahren, trotzdem, die hatten es in sich! Die Straße erinnert zum Teil immer wieder an eine Autobahn. Leider habe ich davon keine Bilder, da ich zu beschäftigt war mich auf Verkehr, GPS und Gruppe zu konzentrieren. Dank einiger Änderungen am Track konnten wir die „Autobahn“ auf ein Minimum beschränken und erreichten so schnell die Batu Caves. Wegen Unterhaltsarbeiten war die Naturhöhle leider geschlossen, aber die Höhlen, welche die Hindu Tempel beherbergen, sind auch sehr eindrücklich.

Unterwegs nach Kuala Lumpur sahen wir dank chinesischem Neujahr an der Straße einen Löwentanz. Vor dem Einchecken ins Hotel besuchten wir noch den Guan Yu Tempel, ich habe diesen sonst eher ruhigen Tempel noch nie so busy gesehen, das erste Bild zeigt den Tempel nicht an Chinesisch Neujahr, die zwei weiteren Bilder jetzt an Chinesisch Neujahr.

 

Erst Urwald dann Urban Jungle

311. Radweltreisetag, Frasers Hill – Rawang, erst kühl, dann Bullenhitze

Auf dem Frasers Hill hat es verschiedene Jungle-trails. Der einfachste und kürzeste (Hemmant Trail) ist in 45 Minuten bewältigt, trotzdem aber sehr schön. Der Bishop Trail versprach interessant zu werden, konnten wir doch länger dem Geschrei / Sing-Sang der Schwarzen Gibbons lauschen. Leider war der Trail danach durch einen umgestürzten Baum blockiert. Zu kurz waren wir dort, ich hätte problemlos 3-4 Tage in den Wäldern vom Frasers Hill verbringen können.

Die Abfahrt vom Frasers Hill war nicht minder schön wie der Aufstieg. Beeindruckend war zum Beispiel auch dieser „Mikado Bambus“, den habe ich noch nie vorher gesehen. Bis zum Mittagessen genossen wir die Fahrt Richtung Rawang. Die letzten 30 Kilometer waren anstrengend, viel Verkehr und wie im Untertitel erwähnt eine Bullenhitze.

 

Frasers Hill, wieder in die Berge

310. Radweltreisetag, Kuala Lipis – Frasers Hill, wieder kühler

Das früh Aufstehen wird durch ein tolles Schauspiel von Sonnenaufgang und Nebelschwaden über Kuala Lipis belohnt. Auf dem Dach vom Hotel war es ganz spektakulär. Dann aber wieder früh losfahren. Damit vermeidet man etwas Hitze und potenzieller Nachmittagsregen gegen 5 Uhr. Die ersten Kilometer bleiben ruhig, aber gegen Mittag erreichen wir die Ost-West Verbindungsstraße und es ist chinesisch Neujahr. In Raub kurz vor der Abzweigung zum Frasers Hill ist Stau. Zum Glück wollen nicht alle auf den Frasers Hill und wir haben eine der schönsten Strecken in Malaysia fast für uns alleine. Man hört kaum Motoren, dafür umso mehr Vögel und Affen.

Insgesamt sind es über 1.400 Höhenmeter, aber verteilt auf viele Kilometer und im Schatten eines wunderschönen Waldes, was einem fast vergessen macht, dass man dabei ist Höhe zu gewinnen und Rad zu fahren. Gegen 5 Uhr Nachmittags bin auch ich oben. Oben treffen wir noch eine Gruppe malaiischer Radfahrer mit denen wir uns nett unterhalten. Es ist klar kühler hier oben auf dem Frasers Hill, aber nicht sooo unangenehm kalt wie auf den Cameron Highlands. Auch ist es viel kleiner, ein Dorf mit vorwiegend älteren Kolonialgebäuden, nicht das städtische wie die Cameron Highlands. Chinesisch Neujahr verläuft außergewöhnlich ruhig hier, ohne Feuerwerk und Kracher wie in den großen Städten.