Peter Frenzel

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Bootsausflug zum weltberühmten Nagelfelsen bei Phang-Nga

Ruhetagsausflug am 293. Radweltreisetag nach Khao Phing Kan bei Phang-Nga. Sonnig-heiß, nur wenige Wölkchen am Winterhimmel, > 30°C

Wir sind jetzt schon recht weit im Süden Thailands unterwegs. Bangkok ist bereits 800 km „hinter“ uns.
Die kleine Stadt Phang-nga liegt in der gleichnamigen Provinz und ist die Hauptstadt des Landkreises (Amphoe) Mueang Phang-nga und der Provinz. Hier wohnen etwa 10.000 Menschen.
Vor der Küste bei Phang-nga liegt eine der interessantesten Landschaften Thailands, mit malerischen Dörfern, weißen Kegelbergen, Mangrovenwäldern und wildem Dschungel.
Viel aufregendes gibt es im Ort selbst nicht zu entdecken.
Phang-nga profitiert vom Aufschwung Phukets, das ca 100 km südlich liegt und sich zu einem touristischen Zentrum im Süden entwickelt hat.
Der wahre Touristenmagnet liegt ein wenig außerhalb mitten im Wasser. Zentrum des touristischen Interesses ist die Insel Khao Phing Kan im Nationalpark Ao Phang-nga.

„Der Insel vorgelagert ist Khao Ta-Pu (Thai-wörtl. Nagelfelsen oder auch Nagel-Insel), eine Felsnadel, die als ‚James-Bond-Felsen‘ weltberühmt geworden ist. 1974 landete Roger Moore als Geheimagent ihrer Majestät im Film Der Mann mit dem goldenen Colt vor der beeindruckenden Kulisse der Insel.“
Wer sich nicht mehr erinnern kann oder da noch gar nicht geboren waren oder beides, sollte hier nachsehen:

Der markante vorgelagerte Felsfinger Khao Ta-Pu wird zwar am Ende des James-Bond-Films – natürlich! 😉 – spektakulär gesprengt und versinkt im Meer, ist heute aber immer noch zu besichtigen.
[https://de.wikipedia.org/wiki/Phang-nga; https://de.wikipedia.org/wiki/Khao_Phing_Kan]

Also satteln wir nach dem Frühstück mal nicht die Fahrräder sondern eine Art offenen Highspeed-Minibus, der uns zum Hafen bringt, wo wir in ein kleines Highspeed-Motorboot umsteigen. Ihr merkt sicher schon, wir sind auch ohne Fahrräder permanent im Geschwindigkeitsrausch.

Zwischenstopp an einem der Anlieger im auf dem Wasser gebauten Dorf Koh Panyee und eine Dreiviertelstunde Schlauchboot-Rundtour um und durch die Karstfelsen gegenüber. Wir müssen uns von den freundlichen jungen Männern paddeln lassen, denn nur sie kennen den „Weg“ über kleine Riffe unter Wasser sowie in die Felshöhlen hinein und hinaus.

Dann aber weiter zum Nagelfelsen. Oh Mann, gefühlte 10.000 weitere Touris hatten dasselbe Ziel … Da kommen sogar Boote aus Phuket mit Leuten herüber. Unsere kleine Gruppe paßte gerade noch so in den Selfi-Fotografier-Besucherstrom mit hinein.

Mittagspause mit üppigem und leckerem Thai-Mahl wieder im Dorf auf dem Wasser mit anschließendem Markt-Bummel. Dann waren aber alle doch schon ein wenig angemüdet und geschafft vom Tage. Schließlich sind wir alle nicht mehr die jüngsten!

Auf der Rückfahrt zum Hotel nahmen wir aber doch noch den kurzen Umweg, um die Suwan Khuha Cave mit dem Wat Tham Tempel und den 15 m langen liegenden Buddha darin anzuschauen. Hat sich gelohnt und die Affenbande ließ uns auch in Ruhe.

Abends zog es uns schon wieder in das nette Restaurant unter Palmen direkt am Wasser. Die Küche ist einfach exzellent!

Bilderbuch auf:

 

 

 

 

 

Radeltag am Meer

285. Radweltreisetag, 115 km von Hua-Hin nach Prachuab Khiri Khan. Teils bedeckt, teils sonnig > 30°C

„Hier könnte ich länger bleiben“, stellte Maria in einer Radelpause fest. Wir standen am Strand, wenige Meter vom Meer entfernt. Die Wellen rauschten auf den Sand, kleine Bäumchen spendeten etwas Schatten, Vogelgezwitscher …
Mir waren unterwegs ähnliche Gedanken durch den Kopf gegangen, aber Strandurlaub ist eher nicht mein Ding. Auch dann nicht, wenn er wie von einem meiner Lieblingspoeten besungen ist. Text siehe unten.

Wir sind schließlich dann doch alle zusammen weiter geradelt.

Start am Morgen mit Begrüßung von Tim, unserem neuen Guide auf den weiteren Radelwegen und natürlich mit Stretching unter Anleitung von Troy. Der Trail aus der Stadt Hua-Hin hinaus zieht sich etwas hin, aber schließlich sagt mein Navi: „Sobald wie möglich nach links auf Radweg“. Na, schmunzle ich, was du alles weißt und die Frau hat sogar Recht! Parallel zur z.T. dicht befahrenen Straße ein exzellenter zweispuriger Radweg. Für unsere Spitzengruppe natürlich ein Radschnellweg… 😉
Leider ist der nach einigen Kilometern zu Ende, aber links von uns ist immer wieder und immer öfter das Meer zu sehen. Hey, so macht Radreisen echt Spaß. Da ist es egal, ob die Straße zwischendurch mal mitten Berge abzweigt, wenn sie dann wieder zurück „zum Strand“ führt. Siehe oben.
Die Fotos – siehe unten – erzählen ein wenig über die Highlights entlang der Wege.
Wir spulen den Tag routiniert ab, genießen die Mittagspause in einem netten Strandlokal und sind kurz nach 16 Uhr am Ziel.

Verspätet am Abend ist dann endlich Niti wieder da, verspätet, weil auch die Thailändische Eisenbahn nicht immer pünktlich ist. Frühere Könige, erzählten uns unsere Begleiter, haben so einiges in Deutschland abgeguckt und dann in Thailand eingeführt. Ich hoffe mal, das mit den Bahnverspätungen nicht auch noch. 😉






Hier noch der Lied-Text, den ich oben angedroht habe (ja ja, ich weiß, das „spielt“ nicht in Thailand):

Konstantin Wecker
Ich lebe immer am Strand

Du, ich lebe immer am Strand
unter dem Blütenfall des Meeres.
Du, ich sag ein Lied in den Sand,
ein fast vertraut imaginäres.

Und die Göttinnen Roms steigen herab zu mir,
voll von Welle und Gischt und nur mich im Visier.
Und wo die Campagna noch ein weiches Stück Erde hat,
da besteigen sie mich, und ich habe die ganze Stadt,
das ganze rötliche Rom, in meiner Schenkelgewalt.
Die Wölfin kauert sich an meine Göttergestalt.

Du, ich lebe immer am Strand
unter dem Blütenfall des Meeres.
Du, ich sag ein Lied in den Sand,
ein fast vertraut imaginäres.

Und die Dirnen der Stadt betten mich abends ein.
Ihre herrlichen Körper brechen auf mich herein.
Und aus den Ruinen strömen die Diebe zum Meer.
Aufruhr flammt auf, sie entbinden ein Aufwieglerheer.
Das ganze rötliche Rom halten die Diebe besetzt.
Die Wölfin schaudert sich und weitet die Augen entsetzt.

Du, ich lebe immer am Strand
unter dem Blütenfall des Meeres.
Du, ich sag ein Lied in den Sand,
ein fast vertraut imaginäres.

Meine schweigsame Hand wühlt sich zum Meer wie ein Tier.
Salz prasselt herab, und ich bin betört von mir.
Und tief aus dem Wasser steigen Galeeren empor,
Päpste am Kiel, um die Masten ein Trauerflor.
Das ganze südliche Meer breitet sich aus in der Stadt.
Die Wölfin heult und sinniert, was sie wohl falsch gemacht hat.

Du, ich lebe immer am Strand
unter dem Blütenfall des Meeres.
Du, ich sag ein Lied in den Sand,
ein fast vertraut imaginäres.

5-Sterne-Aussichten und Nachtmarktbummel

Bilderbuch am 284. Radweltreisetag vom Ruhetag in Hua-Hin. Sonnig-schwül-heiß bei > 30°C

Bei einer so langen gemeinsamen Reise in einer Gruppe nutzen wir Radlerinnen und Radler ab und zu individuelle Freiräume und nehmen uns auch ab und zu persönliche, individuelle Reisefreizeit.
Wir treffen uns aber nach dem späten Frühstück zunächst fast alle zu der von Troy angebotenen kurzen Radrundtour mit Blick von oben auf Hua-Hin. Die Straße zum 5-Sterne-Blick hat es dann aber in sich. Sie schlängelt sich im Rampenformat mit bis zu 13% aufwärts. Da bleibt kein Trikot und keine Stirn trocken.

Dafür ist der 5-Sterne-Blick ein gerechter Lohn für die schweißtreibende Mühe.
Schöner Park, da oben u.a. mit einem Denkmal für den wohl für Ewigkeiten hoch verehrten Rama VII.

Die Affenbande, vor deren Dreistigkeit wir mehrfach gewarnt worden waren, verhielt sich eher zurückhaltend, behielt uns aber bis zur Abfahrt stets im Auge.
Auf der anderen Seite des Berges mit 45-55 km/h wieder runter in die Stadt und zurück zum Hotel.
War nett.

Individuelles Relaxen, Shoppen, Strandbummeln, Paket nach Hause schicken, Wäsche vom Laundryservice zurückholen, Bloggen etc. pp. am Nachmittag.

Abends als Dreier-Kleingruppe mit OCTO-Van-Hilfe zum Nachtmarkt und zurück. Wir hatten viel Spaß.

Wir wollen morgen schon 8 Uhr losradeln, um den kleinen Rest Morgenfrische auszunutzen. Bis Prachuab sind es 112 km. Also müssen weltradelnde alte Leute rechtzeitig ins Bett.
Wir werden außerdem eine weniger sein. Karin hat sich heute gen Heimat verabschiedet. Prima, daß Du dabei warst. Tschüß und komm gut nach Hause!

Trotz wunderbarer Betreuung durch das OCTO-Team, wir freuen uns schon sehr darauf, daß Niti morgen Abend wieder bei uns sein wird. 🙂







ThaiHotspot-2-ThaiHotSpot zum Entspannen

283. Radweltreisetag, 25 km von Cha-am nach Hua Hin. Sehr sonnig, nur selten wolkig, schwül-heiß bei > 30°C

+++ Redaktionskollektiv des Tages: Heike & Astrid +++ Fotos: Heike, Astrid & Peter (+ mp4’s) +++

Ich (Peter) misch mich aber trotzdem vorn kurz ein, denn der Morgen war ein herrlich entspannter mit kurzem Strandspaziergang vor dem Frühstück. 🙂
Schaut mal:

Mit einem späten, ausgiebigen Frühstück, direkt am Meer und sogar mit etwas dunklerem Brot, mit der am Horizont aufsteigenden Morgensonne startet heute ein entspannter, kurzer Radeltag.


Was schreibt man an einem Tag, der nur 25 Radelkilometer umfaßt? Schnell und sicher angekommen! Obwohl, Troy hat wohl Blut und Wasser geschwitzt, um uns durch die zwei Kreisverkehre sicher und unfallfrei durchzubekommen.

 

Hat aber alles bestens geklappt und wir sind schon vor dem Mittag im Hotel, mitten in der Stadt, gelandet. Zeit für ein paar wichtige Dinge:
– Mehrere Tüten mit Schmutzwäsche in die Wäscherei bringen
– Karton für nicht mehr benötigte Sachen bei der Post besorgen und klären, was in das Paket rein darf (alles außer Flüssigkeiten) – aha, OK, mal sehen, ob es morgen dann auch mit dem Versand klappt
– Relaxen, z.B. an und in dem kleinen Pool vor unserem Zimmer
– Suche nach einem Friseur und einem Handyreparaturshop
– Ausgiebiger Spaziergang am Meer mit Beobachtung von akrobatischen Windsurfern und den Auswirkungen des Sturms am Strand

Jede(r) geht so seiner Wege und genießt die freie Zeit.

Also, was schreibt man denn nur an so einem Tag in den Blog?

Wir dachten, wir sammeln mal ein paar Fotos von den schönen Pflanzen und Blüten, die uns so am Wegesrand überraschen. Ein Gruß aus dem januarkalten Thailand in das hoffentlich winterliche Europa:


Nach dem Duschen und stadtfein Umziehen ein erster Rundgang ums Haus:

Da ich (Peter) mich morgens schon eingemischt hatte, sag ich heute mal zum Ort nix, bin ja keine offensichtlich alleinurlaubende Rentnerlangnase, hier aber noch ein paar Fotos vom „Nachtleben“ ums Hotel für euch:

Wellnesstour mit Kneipp-Einlagen und Jubiläen

282. Radweltreisetag, 106 km von Amphawa nach Cha’am. Bedeckt und sonnig, schwül-warm bei > 30°C

Das Gruppenfoto am Morgen vor dem Losradeln ist ja inzwischen uralte Radweltreisetradition. Das OCTO-Team, insbesondere Blue könnte weitere etabliert haben. Über das Stretching vorm Start hatten wir schon berichtet. Heute kamen kurze Nackenmassagen mit wohlriechenden Thai-Tinkturen hinzu. Bevorzugt für die Damen. OK, über Gleichstellung und so reden wir andermal … Der Service wurde heute sogar bei den Pausenstopps angeboten. Alles ohne Aufpreis! Radeln in Thailand ist echt entspannend. 😉
Dazu kamen Wassertretfahrten, die der alte Kneipp auch gut gefunden hätte. Tropensturm „Pabuk“ hatte wohl heftig Wasser vom Meer in Kanäle und Flüsse zurückgedrückt und nun steht zeitweilig Land unter Wasser, das sonst trocken herumsteht. So auch die wenig befahrenen ruhigeren Straßen, über die uns Blue mit seinem Klappi vornweg in bewährter Weise navigierte.
Nun ist aber auch der letzte bisher mitgeschleppte Dreck unter den Schutzblechen ausgewaschen.

Tagsüber lugte heute auch wieder die Sonne durch die Wolken, zunehmend heller und stechender. Blue empfielt dagegen ein gelbes Pülverchen, das frau burmesich-ethnischem Outfit näher bringt. Aber – es hilft.

Der Radeltag führte uns mal näher mal etwas weiter entfernt aber immer am Meer entlang, vorbei an riesigen Wasserflächen für die Salzgewinnung (eh, das wird z.T. hochveredelt und richtig teuer verkauft!) und wohl auch für die Aufzucht von Fisch.

An der Touri-Hotel-Strandmeile mitten in Cha’am radeln wir vorbei und steigen 10 km weiter im Beach Garden Hotel ab. Nette Lokation, aber leider nur eine Nacht …

Astrid hat heute „einwöchiges“ Jubiläum. Mannomann, ist die Ankunft in Bangkok wirklich schon eine Woche her?
Hier ihr „Wochenrückblick“:
Wenn man zwischendurch zu einer so gut trainierten Gruppe dazu kommt, macht man sich schon Gedanken! Zudem auch noch mit einem neuen, erst im November gelieferten Fahrrad, das noch nicht eingefahren ist!
Also erst einmal zum Fahrrad, das von allen Tourerfahrenen aber auch von unseren thailändischen Guides gleich fachmännisch unter die Lupe genommen wurde. Allgemeines Lob für Tout Terrain, die mir wirklich die neueste Technik geliefert haben. Das fährt ja fast von allein. Ich muss nur noch treten. Die zwei Schalthebel für die Rohloff-Speedhub sind Klasse.
Aber trotzdem hatten alle natürlich schon viele Radkilometer auf dem Tacho, während ich in den letzten Wochen leider wirklich nicht mehr viel mit dem Fahrrad unterwegs war. Da ist es gut, wenn die Sonne in den ersten Tagen Erbarmen hat und sich hinter den Wolken versteckt. Und angenehm ist es auch, wenn die Strecke erst einmal flach ist. Von dem Wirbelsturm, der im Süden Thailands wütete, wurden wir glücklicherweise verschont.
Nach dem Einradeln bei der Stadtrundfahrt in Bangkok ging es dann gleich zur Sache. Heute die dritte Etappe über 100 km (132 km, 123 km, 106 km). Alle gut bewältigt, nicht in den Bus gestiegen und der Rest mußte nur marginal auf mich warten. Die Geschwindigkeit der Spitzengruppe mit > 25 km/h kann ich nur kurze Zeit mithalten. Mein Tempo liegt so bei 20 – 22 km/h. Mit Peter an meiner Seite aber kein Problem, radeln wir eben hinterher, die nächste Pause kommt bestimmt. Und unsere thailändische Crew sorgt immer gut dafür, dass wir uns nicht verfahren.
Vielen Dank der ganzen Truppe, die mich so super aufgenommen hat und mit der die Reise einfach Spaß macht!

Nun aber endlich zu den ganz großen Jubiläen.

Wir haben heute auf den Radelwegen hierher den Radweltreisekilometer 22.000 überrollt und das am 50. Geburtstag von „Mr. Radweltreise“ Volker Häring. 🙂
Herzlichen Glückwunsch von uns allen, privat alles Glück der Welt und weiterhin maximalen Erfolg mit diesem tollen Projekt sowie allen anderen CBB-Vorhaben!










Wermutstropfen des Tages:
Wir verabschieden uns mit Wehmut von Blue und Eve, die es in wenigen Tagen geschafft haben, unsere Herzen zu gewinnen. Danke für eure engagierte, freundliche und kompetente Begleitung und Betreuung! Troy bleibt zum Glück auch ab morgen noch bei uns.


Teilzeitbeschäftigung mit Chillen, Schwimmenden Märkten, Kokosplantagen und Glühwürmern

281. Radweltreisetag, Ruhetag in Amphawa

Wir haben uns fest vorgenommen, einen gaaanz ruhigen Reisetag haben zu wollen. Ist ja schließlich Sonntag!

Die meisten nehmen aber das Angebot von Troy, Blue und Eve für eine kurze Radtour an.

Heike und Astrid haben den redaktionellen Teil dieser Radtour übernommen. Merci vielmals! 🙂
Schwimmende Märkte und Kokosplantagen: Vormittagsprogramm in die Umgebung von Amphawa
19 km, zunehmend sonnig und freundlich

Seit gestern ist das morgendliche Stretching Pflicht. Nach einer erholsamen Nacht in einem sehr geschmackvollen Hotel freuen wir uns auf eine kurze Vormittagstour in die Umgebung. Unser Guide Blue kennt wieder alle Schleichwege, um uns abseits vom Straßenverkehr mit der Fähre übers Wasser und dann entlang der Kanäle durch die hier typischen Kokosplantagen zu führen. Am Floating Basar könnten wir einen handgemahlenen, mit exakt abgewogener Kaffeemenge und mit Thermometer kontrolliert heißem Wasser, echt thailändischen Kaffee genießen.

Wir besuchten einen Gedenkort an die Auseinandersetzungen mit Burma. Der Tempel ist ganz eingewachsen und erinnert ein bißchen an Ancor Bat. Soldaten besuchen den Tempel heute noch, um vor militärischen Einsätzen um Hilfe zu bitten.

 

Ich hatte keine Lust auf Radelrundtour und mach lieber mal wieder einen Solobummel „ums Haus“ .

Die „Schwimmenden Märkte“ befinden sich nur wenige hundert Meter vom Hotel entfernt am Mae Klong River.
Es ist noch recht früh, die meisten Stände werden zwischen 10 und 11 Uhr erst neu aufgebaut oder mit Waren belegt oder lecker bekocht, bebraten und beschnippelt. War trotzdem nett, da zu schlendern.
Neben den Märkten stehen Wat Amphawan Che Ti Ya Ram, Wat Phraya Yat Rue und Wat Pak Ngam, um nur die größten zu nennen. Ein Blick hinein lohnt sich immer.

Ab dem Mittag nehmen sich dann wirklich alle frei und gestalten den Nachmittag auf eigene Faust, bevor wir am Abend zuerst zum Essen (natürlich „beim Thai“, wo denn sonst?) und danach zur Glühwürmchenbootsfahrt wieder alle in einem Boot sitzen.

Wer die richtige Zahl der fotografierten Glühwürmchen als Kommentar zu diesem Beitrag anhängt bekommt ein „Chang“ gratis. 😉



Radler und Hund und viel geradeaus und trotzdem kein langweiliger Tag

280. Radweltreisetag, 125 km von Kanchanaburi nach Amphawa. Bedeckt und trocken, ideales Radelwetter bei um die 25°C

Das OCTO-Team organisiert heute die perfekte Rundumradelreisebetreuung auf dem Trail.
Blue und Eve wechseln sich am Spitzenklapprad ab, wobei Blue die weitaus längeren Abschnitte am Anfang und am Ende bestreitet. Phänomenal, wie er ohne Navi und Karte die optimale Route drauf hat.
Troy unterstützt an jedem Abzweig und sichert unser sicheres Überqueren jeder Kreuzung. Man hat den Eindruck, für die wenigen Sekunden ruht der Verkehr im uns umgebenden Teil Thailands.
Die Tour führt uns direkt am oder ganz nah am Mae Klong River bzw. den damit verbundenen Kanälen entlang. Einfach schöööön.

Heike und Astrid haben heute den redaktionellen Teil übernommen. Merci vielmals! 🙂

Der Tag heute begann mit einem Radel-Stretching-Programm, das unsere thailändischen Guides einforderten, damit wir fit für die lange Strecke waren.

Wie im Radprogramm beschrieben, durchfuhren wir das von Kanälen durchzogene ländliche Schwemmland nach Amphawa. Unsere fürsorgliche thailändische Crew pfiff alle Unwegsamkeiten um uns herum aus dem Weg. Die meditative Musik von unserem Guide Blue begleitete uns.

Heute fielen uns extrem viele freilaufende Hunde auf. „Freilaufend“ stimmt gar nicht, meist freiliegend, am liebsten mitten auf dem Weg. Wir haben mal eine Einordnung der Hunde versucht:
– die jungen Wilden, mit erhobenem Schwanz aufgeregt hin und her laufend und auf das nächste aufregende Ereignis wartend, am liebsten auf vorbeikommende Radler
– der eher schläfrige Typ, der maximal den Kopf hebt und sich direkt wieder in die Ausgangsposition legt
– die entspannten Hunde, die sich kurz erschraken, weil wir vielleicht die ersten Radfahrer waren, die vorbei kamen, die aber eben trotzdem entspannt blieben
– die Eingesperrten, die uns nur laut kläffend hinter hohen Zäunen oder Mauern verfolgen konnten
– und dann natürlich die Wadenbeißer, die nur durch lautes Anschreien gebremst werden können – die sind natürlich die gefährlichsten.

Je nach Kategorie probiert jeder von uns verschiedene Taktiken aus, mit diesen häufig auftretenden Schreckmomenten umzugehen.

An einem Tempel mit extrem vielen Hunden davor erfuhren wir von unseren thailändischen Guides, dass die Bevölkerung aus dem Umland trächtige Weibchen hier abgibt, sich die Mönche um die Welpen kümmern und die Weibchen sterilisiert werden.

Gleich zu Beginn unserer Fahrt kamen wir an einer großen chinesischen Grabanlage vorbei, die zwischen Wasser und Bergen gelegen zu einem ersten Fotostop führte.
Der schöne Weg, vorwiegend am Kanal entlang wurde nur durch Baustellen unterbrochen, an denen wir die Seite wechseln mußten. Zwischendurch konnten wir ein kleines thailändisches Kunstmuseum besuchen, in dem auch typische Schattentheaterfiguren gezeigt wurden.
Mittagessen gab es am Straßenrand in einem traditionellen thailändischen Nudelrestaurant. Nett hier vor allem auch die zwei Jungs, die offenbar ganz eigenständig die Tische säuberten, uns bedienten und einfach ganz taff waren.

… und weil der Radeltag so entspannt rollte, hier noch ein paar extra-Bilder von unterwegs als Zugabe

Brückentag

Bilderbuch am 279. Radweltreisetag, 194 km „rund um Kanchanaburi“. Wolkig aber trocken, angenehm winterlich warm bei 25°C

Was für ein Tagespensum. Fast 200 km. Aber nicht mit den Fahrrädern, denn es gibt tatsächlich Alternativen. 😉

Es ist etwas stiller in der Frühstücksrunde als sonst. Jede(r) scheint an Niti zu denken, der sonst mitten unter uns säße, nun aber mit uns hofft, daß ihn die laufenden ärtztlichen Reparaturarbeiten nach seiner Frontalkollision gestern bald wieder radelfit zurückkehren lassen.
Das OCTO-Team, heute insbesondere Troy, gibt sein Bestes, uns trotz alledem optimal zu betreuen.
Er hat als lokale Begleiterin Aree Wonso und diese hat einen kleinen Bus nebst Fahrer für unseren Tagesausflug mitgebracht.

Berühmt geworden ist die Gegend um Kanchanaburi durch die Brücke am Kwai, die wir am Ende des Tages natürlich auch besichtigen werden.

Zunächst fahren wir aber 82 km zum Hellfire Pass hinauf und besuchen die dort vor wenigen Jahren erst errichtete Gedenkstätte. Sie erinnert an die Zeit des Baus der Eisenbahnstrecke zwischen Thailand und Burma während des 2. Weltkrieges. Ein Krieg auf der ganzen Welt, in der Tat, auch hier in Thailand. Japanische Besatzer zwangen zusammen mit ihren Australischen und weiteren Alliierten Truppen über 60.000 Strafgefangene entgegen allen völkerrechtlichen Konventionen zu unmenschlich harter Arbeit.
„Im April 1943 begann der Durchbruch am sogenannten Hellfire Pass. Nur mit Hammer und Meißel wurde ein 25 Meter breiter und 75 Meter langer Bergeinschnitt geschlagen. Ihm folgte ein weiterer, der 8 Meter breit und sogar 450 Meter lang war. Da die Arbeiten auch nachts im Schein von Karbid- und Diesellampen ausgeführt wurden, erhielt er den Namen Hellfire.“ [https://de.wikipedia.org/wiki/Thailand-Burma-Eisenbahn]
Aktuelle Forschungen ergaben, daß mehr als 12.500 Briten, Australier, Holländer sowie zehntausende Romusha (Zivilarbeiter aus verschieden gegenden Asiens) dabei ums Leben kamen.
Für eine Eisenbahnstrecke, die dann kaum 2 Jahre in Betrieb war …
„Das Hellfire-Pass-Memorial-Museum … wurde von Australiern gebaut und Ende April 1998 vom damaligen australischen Premierminister, Bob Hawke, eröffnet. Es bietet einen Rundgang durch den Geländeeinschnitt am Hellfire-Pass und stellt Fundstücke vom Bahnbau, wie z. B. Werkzeuge, aus. “

Auf der Rückfahrt, im Nationalpark Sai Yok nehmen wir auch noch den ersten an der Straße liegenden Wasserfall mit. Der müht sich redlich, aber im Winter ist nun mal nicht viel „im Fluss“.

Ein paar Kilometer weiter, am Kwae Noi River stehen Elefanten mit Bänkchen auf dem Rücken zu kurzen Rund“ritten“ bereit, die sie wenigsten für die halbe Stunde mal von ihren Fußketten befreit laufen können. Wir wollten und konnten leider nicht alle befreien …

Gleich daneben stehen Flöße für Kurzfahrten auf dem Fluß bereit. Mit Motorkraft ein Stück flußaufwärts gezogen und dann mit Paddelkunst (der Meister sitzt dazu ganz vorn!) zurück zum Ausgangs“hafen“.

Schließlich wechseln wir noch einmal das Verkehrsmittel und steigen auf die umweltfreundlichere Eisenbahn um. Allerdings mit Diesellok. Trotz längerer Wartezeit auf die Abfahrt, erhöhen wir die Umsatzzahlen bei den zahlreichen Souvenirständen nur ganz wenig.
Der durchaus historisch anzuschauende Zug rumpelt dann mit flotten 70 km/h durch die Felder (viel Zuckerrohr) zurück gen Kanchanaburi.

„Nach dem Krieg wurde die Eisenbahnstrecke von Khok Mo bis Nam Tok nach Sanierung in Etappen erneut in Betrieb genommen: Am 24. Juni 1949 der Abschnitt Khok Mo–Kanchanaburi, am 1. April 1952 Kanchanaburi–Wang Pho und 1. Juli 1958 der Abschnitt von Wang Pho bis Nam Tok, insgesamt 130 Kilometer. Sie ist heute – so auch für uns – auch ein touristisches Ziel. … Über die gesamte Streckenlänge verkehren täglich zwei Zugpaare. Ein drittes verkehrt zwischen Nong Pladuk Junction und Nam Tok. Alle führen ausschließlich die 3. Klasse.“

Die „Brücke am Kwai“ liegt an eben der Eisenbahnlinie, an die die Gedenkstätte erinnert, die wir am Morgen besuchten und über die wir zurück nach Kanchanaburi fuhren.
„Die Alliierten beschädigten oder zerstörten ab 1944 durch intensivere Einsätze immer wieder Brücken der Strecke. Brücken waren aufwändiger zu reparieren als Gleise oder Bahndämme und bildeten daher das bevorzugte Ziel von Angriffen. Bei solchen Angriffen wurden auch die hölzerne Kwai-Brücke und die 200 Meter flussaufwärts gelegene Stahlbrücke immer wieder beschädigt und anschließend repariert. Als die Mittel, die Stahlbrücke zu reparieren, ausgingen, wurde nur noch die Holzbrücke ausgebessert. Die Stahlbrücke, von der drei Spannen zerstört waren, wurde nach dem Krieg 1946 von einer japanischen Firma wieder aufgebaut. Als die Schäden durch die Luftangriffe zu umfangreich wurden, musste im Juni 1945 der Betrieb auf der Strecke endgültig eingestellt werden. Am 15. August bzw. 2. September 1945 kapitulierte Japan.“

Ein langer, erlebnisreicher und schöner Reisetag!

Unsere Mitradler – Astrid Frenzel

Eine Tour, vor allem eine so lange, steht und fällt mit den Teilnehmern. Sie sind das Salz in der Suppe, die Notwendigkeit und Bereicherung für solch ein Mammutprojekt, der Grund, warum wir Touren wie diese organisieren. Daher wollen wir euch ein paar unserer mutigen Mitreisenden vorstellen.

Astrid Frenzel

Hallo,
ich bin Astrid Frenzel und schon einige Jahre/-zehnte mit Peter verheiratet, der seit Berlin an dieser so außergewöhnlichen Reise teilnimmt. Daher verfolge ich den Blog der Radweltreise von Anfang an, zunächst als Mitradlerin von Berlin bis Riga, dann natürlich Tag für Tag, um zu wissen, wo sich Peter so rumtreibt. Das war so spannend, dass ich dann doch beschlossen habe, noch einmal mit einzusteigen. Nachdem ich viele Jahr lang die Integration von Geldautomaten und Infoterminals in den Banken betreut habe, kann ich seit Anfang Dezember meine Tage frei einteilen und habe 2019 dann 365 Tage „Urlaub“ – also geht’s für mich jetzt kurzentschlossen ab Januar 2019 mit dem Fahrrad von Bangkok nach Bali.
Ich habe natürlich keine Chance, mit dem Tempo des eingespielten, trainierten Teams mitzuhalten. Aber ich werde mein bestes geben.

Peter und ich hatten das erste Mal nach unserer China-Tour 2012 mit Christof von dem Projekt Radweltreise gehört. Spannend – war der erste Gedanke. Als der Beginn dann auf 2018 verschoben wurde, hieß das für uns, dass zumindest Peter eine reale Chance hatte mitzufahren, weil er sein Arbeitsleben zeitlich passend beenden konnte. Für mich war das Ganze zwar spannend, aber außerhalb meiner Kondition, was die Länge der Strecken und die Höhenmeter betraf. Die ersten Etappen bis Riga haben mir aber auch gezeigt, dass ich auch Strecken um die 130 km fahren kann. Nun hoffe ich, mit Peters Unterstützung gut mitfahren zu können, und freue mich darauf, ihn nach einem ¾ Jahr wieder zu sehen.
Raderfahrungen habe ich vor allem durch unsere Radurlaube gesammelt, die uns ab und zu auch mal über die Grenzen geführt haben – Frankreich, Kuba, Kanada, Tadschikistan/Usbekistan und eben China waren darunter. Aber das waren immer nur drei Wochen und eher von mittlerem Schwierigkeitsgrad – bei der Radweltreise sind ganz andere Anforderungen zu bewältigen. Das Schöne an Radreisen ist, dass man doch enger mit den Menschen vor Ort in Kontakt kommt, die Gegend im wahrsten Sinne des Worte „erfährt“ und dabei die Gerüche, Geräusche und eben das Leben an der Straße kennen lernt. Ich freu mich drauf!!!

Stille Nacht, tropische Nacht …

Bilderbuch am 269. Radweltreisetag in Koh Kong am sonnigen und heißen 1. Weihnachtsfeiertag

Ursprünglich stand im Reiseprogramm für heute „Weihnachten am Meer!“ Das wurde dann in einer stillen Nacht geändert in „Weihnachten mal anders!“. Koh Kong liegt zwar am Wasser (am Koh Pao River), aber doch ein beträchtliches Stückchen vom Meer entfernt …
Ein Teil der Radelgruppe vermißt was, ein anderer Teil vermißt nix. Nee, ich meine nicht das Meer.
Zum Beispiel Kartoffelsalat mit Würstchen und was sonst noch so in der Zeit im Abendland Brauchtum ist.
„Weihnachten, auch Weihnacht, Christfest oder Heiliger Christ genannt, ist das Fest der Geburt Jesu Christi. Festtag ist der 25. Dezember, der Christtag, auch Hochfest der Geburt des Herrn (lat. Sollemnitas in nativitate Domini), dessen Feierlichkeiten am Vorabend, dem Heiligen Abend (auch Heiligabend, Heilige Nacht, Christnacht, Weihnachtsabend), beginnen. Er ist in vielen Staaten ein gesetzlicher Feiertag. In Deutschland, Österreich, der Schweiz und vielen anderen Ländern kommt als zweiter Weihnachtsfeiertag der 26. Dezember hinzu, der auch als Stephanstag begangen wird.“
[https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachten]
Da kann man(n) auch ’ne Menge nachlesen, wie es zur nachträglichen „Definition“ dieses Geburtsdatums kam.

Mit der o.g Geschichte verbindet uns aktuell wohl insbesondere das Klima, denn in Bethlehem dominierten damals – wann auch immer – eher nicht Schnee und Eis und Jingle Bells und Oh Du fröhliche und süßer die Glocken und klingelingeling … etc. pp.
Es dürfte winterlich warm gewesen sein (aktuell um die 15°C), etwas kühler als hier in Kambodscha unweit der Grenze zu Thailand (bei heute bis zu 32°C).
Da es gestern Nachmittag heftig regnete, konnten wir auch die Hoffnung auf eine „weiße Weihnacht“ getrost abhaken. 😉

Die Informationslage um die Geschichte ist ja eh nach wie vor unklar, wie sie schon ein großer Dichter vor 200 Jahren beschrieb:

Heinrich Heine
(Reisebilder. Erster Theil)
Die heil’gen drey Kön’ge aus Morgenland

Die heil’gen drey Kön’ge aus Morgenland,
Sie frugen in jedem Städtchen:
Wo geht der Weg nach Bethlehem,
Ihr lieben Buben und Mädchen?

Die Jungen und Alten, sie wußten es nicht,
Die Könige zogen weiter;
Sie folgten einem goldenen Stern,
Der leuchtete lieblich und heiter.

Der Stern blieb stehn über Josephs Haus,
Da sind sie hineingegangen;
Das Oechslein brüllte, das Kindlein schrie,
Die heil’gen drey Könige sangen.

Aber weltweit verbreitet wurde der Brauch schließlich doch, wie auf unseren Reisewegen (s.a. Plast- Bäumchen, Gummi-Schneemännlein und hölzerne Holzundpappepferdeschlitten in früheren Blog-Beiträgen) zu bemerken war.

„Weihnachten ist auf Indonesien (da werden wir demnächst sein) gesetzlicher Feiertag, obwohl Christen nur 8 % der Bevölkerung ausmachen, das Fest ist dort auch bei Nicht-Christen sehr beliebt.
In der Volksrepublik China (da waren wir schon vor einigen Wochen) ist der 25. Dezember kein gesetzlicher Feiertag. Christen hingegen begehen an diesem Tag inoffiziell und im privaten Rahmen Weihnachten.
Sowohl in Hongkong als auch in Macau ist der 25. Dezember hingegen ein Feiertag. Beides sind ehemalige Kolonien europäischer Seemächte mit christlichem Hintergrund.
Trotz dieser Unterscheidung muss erwähnt werden, dass in großen urbanen Zentren des chinesischen Festlands im Dezember immer häufiger Weihnachtsdekorationen auftauchen, was auf das wachsende Interesse an diesem westlichen Phänomen und auf Marketingkonzepte zurückzuführen ist.“
[https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachten_weltweit#Indonesien]
Das gilt sinngemäß auch für Kambodscha. Kauft, Leute kauft! Das oft so gescholtene „goldene Kalb“ fühlt sich sauwohl.

Hey, ich hab den alljährlichen Trubel und den medial indoktrinierten Hasteschonallegeschenkestress nicht einen Augenblick vermißt. Die Familie schon, die sich insbesondere am Jahresende traditionell mehr Zeit füreinander nimmt. Hat sich dann auch ein wenig bei den Skype-Sessions bemerkbar gemacht.

„Den heutigen 1. Weihnachtsfeiertag verbringen wir geruhsam. Wer Lust hat, kann einen Spaziergang durch Koh Khong oder einen Ausflug in die Mangroven machen.“, verspricht das Reiseprogramm.

Den Spaziergang hab ich gemacht, die Mangroven waren mir zu weit entfernt und zur $25-Bootsfahrt auf die Insel hatte ich keine Lust.
Dabei soll Koh Kong Island die allerbesten Strände in Südostasien haben – Darauf weisen sogar „Stelen“ in der Stadt hin – und die Koh Kong Provinz ist überhapt die mit der längsten Küste Kambodschas.
Auf der Insel gibt es aber keine Übernachtungsmöglichkeiten. Es ist sogar verboten nachts dort zu bleiben, denn das Gebiet ist miltärisch wichtig. Viele Boote am Fluß bieten jedoch tagsüber ihre Dienste für Überfahrten an.
Tuk Tuks und andere Gefährte stehen für Ausflüge in die Cardamom Mountains, zu Wasserfällen und zu verschiedenen Eco Tourism Villages bereit, einschl. Chi Phat. $5 – $25 pro Teilnehmer/in bereithalten.

Was kann man(n) sonst noch tun in Koh Kong? Reisetipps im WWW empfehlen „Fishing, swimming, drinking, gambling, eating, sleeping, touring, trekking, cycling, boating, and sightseeing.“ Puh, und wir haben nur einen Tag Zeit für das alles.
In Grenznähe soll sogar ein neues Casino eröffnet worden sein.
Erst 2012, nach der Fertigstellung der Nationalstraße 48 (Verbindung nach Sihanoukville, Sre Ambel und damit auch Phnom Penh) begann sich der Tourismus in Koh Kong zu entwickeln. Davor war der Ort nur mit Booten und einer Fähre von Sihanoukville bzw. über das Thailändische Trat erreichbar. Da hatte Koh Kong auch noch den Ruf, als Stadt überwiegend vom Schmuggel mit Drogen, illegalem Glücksspiel und Prostitution zu leben.

Sehenswertestes Bauwerk in Koh Kong ist sicher die 1900 Meter lange Koh Kong – Brücke über den Koh Pao River (4. April 2002 eröffnet), seit 3 Jahren nur noch die zweitlängste Kambodschas. 300 Meter länger ist die 2015 fertiggestellte Neak Loeung Bridge oder auch Tsubasa Bridge über den Mekong, die die Kandal Provinz mit Neak Loeung (Prey Veng Provinz) über den Highway 1 zwischen Phnom Penh und Ho Chi Minh City verbindet.
[https://en.wikipedia.org/wiki/Koh_Kong_Province, https://www.koh-kong-cambodia.com/index.html, https://wikitravel.org/en/
Koh_Kong, http://www.cambodia-hotels.com/koh-kong.htm]

Wenn ihr noch 2:25 min Zeit habt , schaut und hört euch den „Koh Kong Song“ an. Eine kleine Liebeserklärung an die Stadt.
(Text: Jelly Mr. musicman Koh Kong and Harry Partridge Melody, flute and vocals: jelly)

Koh Kong ist das Tor nach Thailand, hab ich gelesen. Durch dieses werden wir morgen radeln.
Koh Kong – und damit letztes Kambodscha-Bilderbuch auf:




Pry, Chen and Brin, Thank you very much indeed!
We had amazing days with you in your beautifull Cambodia. Thanks a lot for your open-handed hospitality and for all your friendly assistance every day.

Ich hab zur Feier des Tages (oder richtiger der Nacht?) extra auch noch mein Lieblingsweihnachtsgedicht herausgesucht:

Erich Kästner (1930)
Dem Revolutionär Jesus zum Geburtstag

Zweitausend Jahre sind es fast,
seit du die Welt verlassen hast,
du Opferlamm des Lebens!
Du gabst den Armen ihren Gott.
Du littest durch der Reichen Spott.
Du tatest es vergebens!

Du sahst Gewalt und Polizei.
Du wolltest alle Menschen frei
und Frieden auf der Erde.
Du wusstest, wie das Elend tut
und wolltest alle Menschen gut,
damit es schöner werde!

Du warst ein Revolutionär
und machtest dir das Leben schwer
mit Schiebern und Gelehrten.
Du hast die Freiheit stets beschützt
und doch den Menschen nichts genützt.
Du kamst an die Verkehrten!

Du kämpftest tapfer gegen sie
und gegen Staat und Industrie
und die gesamte Meute.
Bis man an dir, weil nichts verfing,
Justizmord, kurzerhand, beging.
Es war genau wie heute.

Die Menschen wurden nicht gescheit.
Am wenigsten die Christenheit,
trotz allem Händefalten.
Du hattest sie vergeblich lieb.
Du starbst umsonst.
Und alles blieb
beim alten.