Wanderungen auf den Cameron Highlands

308. Radweltreisetag, Cameron Highlands, kühl und feucht

Family 1 macht die anspruchsvollere Wanderung ohne Guide aber mit GPS auf den Gunung Berembun. Der Guide sagte mindestens 5 Stunden, unsere Bergziegen (Family 1) sind schon nach 4 Stunden zurück. Ich war vor einem Monat dort und bin umgekehrt. Allerdings war damals noch Regenzeit.

( Bilder u. Text von Maria)  Ein Teil der Gruppe – Gerhard, Beat und Maria haben sich für einen ca. 8 km langen Trail durch den Regenwald entschieden. Es ging auf einen Rundweg etwa 500m bergauf und natürlich wieder bergab. Am Anfang beim Aufstieg war der Weg schmal und steil so dass man über Wurzeln und Baumstämme klettern musste und teilweise die Hände mitbenutzen musste um sich an den Wurzeln hoch zu ziehen. Der Pfad wurde dichter und dichter, und führte uns durch den Regenwald vorbei an mit Moos bewachsenen großen Bäumen, wunderschönen riesengroßen Farnen und zwischendurch hörte man Tierstimmen die wir aufgrund von exotischer Fremdheit gar nicht zuordnen konnten. Der Abstieg war am Anfang noch etwas schmal und steil, es ging dann aber zusehends in einen angenehm zu laufenden Trail über. Es war eine tolle und spannende Wanderung 😊. Ein toller Tag.

Family 2 (Astrid, Heike, Eckhart, Peter und Andres) macht eine einfachere Wanderung durch den Bergdschungel. Erst an einem Fluss entlang dann dann dem Hang entlang hinunter Richtung Felder und „Boh Tea Plantation“. Nach etwas über einer Stunde verlassen wir den Dschungel und erreichen Gemüsefelder. Später auf der „Boh Tea Plantation“ beginnt ein leichter Sprühregen der aber nie wirklich stark wird. Die Aussicht ist toll und nach einem Tee fahren wir mit dem Bus zurück ins Hotel.

Ipoh – Cameron Highlands oder „Strawberryfields forever“

307. Radweltreisetag, Ipoh – Cameron Highlands, kühler

Heute sind weniger die Kilometer die Herausforderung, als die zu überwindende Höhe. Also noch bei Dunkelheit ein deftiges Frühstück und so früh wie möglich los. Erstens hat man die frische des Morgens, und zweitens hoffen wir auf weniger Verkehr bei der Stadtausfahrt. Schon nach 10 km zweigt die Straße Richtung Cameron Highlands ab und der Verkehr nimmt merklich ab. Bald aber beginnt der versprochene Anstieg. Wir steigen und steigen und wir erreichen den Bergdschungel. Auf ca. 1200 Meter gibt es ein kleines Mittagessen und wir steigen weiter. Bei 1400 Meter erreichen wir die Cameron Highlands. Erst aber noch eine Abfahrt auf 1200 Meter, bevor der finale Anstieg auf 1600 Meter folgt. Neben Tee und allen Arten von Gemüse sind Erdbeeren das bekannteste Produkt der Cameron Highlands, überall können Erdbeeren gepflückt, gekauft werden oder Produkte aus Erdbeeren werden feil geboten. Quasi ein riesiges Erdbeerland.

Nach fast 9 Stunden, 90 Kilometern und 2056 Höhenmetern erreichen wir unser Hotel auf den Cameron Highlands. Die 30 Grad Plus sind vergessen, am Abend tragen alle plötzlich wieder Fleecejacken und lange Hosen. Es fühlt sich wirklich kalt an hier.

 

 

Von Tempel und Geistern

306. Radweltreisetag, Ipoh, Stadtrundgang, 30 Grad

City of the Millionares hieß Ipoh einmal. Der Zinnbergbau hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Ipoh viele Leute Reich gemacht und die Stadt wuchs schnell. Mit dem Zusammenbruch der Weltmarktzinnpreise haben gegen Ende der fünfziger Jahre viele Leute die Stadt verlassen. Übrig geblieben sind Geisterstädte rund um die Zinnbergwerke und eine viel zu große Stadt für die wenigen Einwohner. Zwar hat sich außerhalb die HighTec Industrie angesiedelt. Doch im Zentrum sieht es immer wie Sonntag aus, viele Läden sind und bleiben geschlossen.

An den Karstgebirgen am Stadtrand hat es viele Tempel. Drei davon haben wir besucht und sie können es mit den viel berühmteren Batu Caves bei Kuala Lumpur aufnehemen.

Auf dem Rückweg in die Stadt besuchten wir noch die Concubine Street in der Altstadt, die bloß noch einen Schatten ihrer Erinnerung ist.

 

Fahrt nach Ipoh

305. Radweltreisetag, Lenggong – Ipoh

Nach einem local Frühstück in Lenggong fahrt durch die Seen-Landschaft südlich von Lenggong. Später wieder durch schönen Urwald. Wieder sehen wir Affen. Neben den üblichen Verdächtigen (die frechen Makkaken) sehen wir heute auch scheue und seltenere Langguren. Leider wird der Urwald immer kleiner. Unterwegs passieren wir eine Urwaldrodung mit schwerem Gerät. Vor dem Lunch überqueren wir noch eine neue Bahntrasse des neuen 3900 km langen chinesischen „Seidenstraßenprojektes“ Kunming – Singapur. Nach einem leichten Lunch wird der Verkehr je näher wir an Ipoh kommen immer wie strenger. Trotzdem erreichen wir Ipoh nicht zu späht und vor der Rush-hour.



Jetzt geht’s wieder los: Penang – Lenggong

304. Radweltreisetag, Von Penang aufs Festland und über „alle Berge“

Wir verlassen Penang früh mit der Fähre, über die Brücke sind leider nur Autos zugelassen. Von Butterworth sind es noch ca. 20 km bis wir das urban industrielle Malaysia verlassen haben. Bis km 90 geht es als wie mehr auf und ab. Zum Glück brennt die Sonne nicht so stark, trotzdem ist der Wasserverbrauch hoch. Die Landschaft verändert sich von Reisfeldern im Flachland zu Palmölplantagen bis zu Regenwald in den Bergen und der Verkehr ist moderat. Ab km 90 geht es 500 Höhenmeter steil aufwärts. Die 500 Höhenmeter sind anstrengend, aber wunderschön. Vom Pass aus sind es nochmals 10 km Schussfahrt bis zur Unterkunft.


Weltkulturerbe Penang / Georgetown

Bilderbuch vom Foto-Spaziergang in Penang am 303. Radweltreisetag, sonnig und heiß

Penang – World Heritage City steht auf den Postkarten, die wir heute auf den Weg nach dem (k)alten Europa losgeschickt haben.
Gestern beim Kraxeln auf den Penang Hill hatten wir einen weiten Überblick über die Stadt im Tal. Heute nutzen wir die Zeit zum Sammeln von Eindrücken mittendrin. An den Abenden zuvor waren wir bereits durch die Straßen „Little Indias“ gelaufen und das hatte Neugier auf mehr geweckt. Nach gemeinsamem Start bis zum wohl ältesten Tempel der Stadt gingen wir solo oder minigruppiert auf getrennte Erkundungspfade.
Euer Vorteil: Mehr zum Lesen und gucken im Blog. 😉

„Penang (malaiisch Pulau Pinang) bezeichnet sowohl die 292 km² große Insel in der Straße von Malakka als auch den gleichnamigen Bundesstaat Malaysias, zu dem außer der Insel selbst noch der Küstenstreifen Seberang Perai (ehemals Province Wellesley) gehört. Hauptstadt des Bundesstaates und der Insel ist die Großstadt George Town, die im Nordosten der Insel liegt.
Im Jahre 1786 siedelten sich Händler der britischen Ostindischen Kompanie unter der Führung von Francis Light an. Benannt ist die Stadt nach dem britischen Monarchen Georg III. Die Einheimischen nennen ihre Stadt aber Penang.

Die Insel Penang ist überwiegend von chinesischstämmigen Malaysiern bewohnt, darunter besonders hervorzuheben die Gruppe der Baba-Nyonya (oder Peranakan), Nachkommen gemischter chinesisch-malaiischer Paare, die eine eigene ethnische Identität und kulturelle Traditionen sowie ihre eigenen Kreolsprachen – das Baba-Malaiische und Penang-Hokkien – entwickelt haben. Hier leben aber auch Malaien und Malaysier indischer Herkunft.“
Auf Penang leben heute mehr als 1,5 Millonen Menschen.

Mein heutiger Rundgang (siehe Track) sieht zugegeben etwas „ziellos“ aus, war es aber eigentlich nicht. Mein Hauptziel war, das Postoffice zu finden, denn dort gibt es Briefmarken. In manchen Souvenirlädchen auch, wenn man(n) die Ansichtskarten gleich dazu kauft, aber nicht in dem gestern. Zweites „Ziel“: Die Vielfalt der hier nebeneinander lebenden Religionen. Mich beeindruckt das, wie hier auf engstem Raum Buddhismus, Islam und Christentum mit einander klarkommen. Zumindest so, wie man(n) es bei so einem Kurzbesuch wahrnehmen kann.

Den Kek Lok Si Tempel besuchten wir gestern schon, heute nun z.T. entlang der „Street of Harmony“ Jalan Masjid Kapitan Keling „Goddes of Mercy“ Temple ( Kuan Yin, aus dem 18. Jahrhundert), „Khoo Kongsi“ (das Haus des chinesischen Khoo-Familienclans), „Kapitan Keling Mosque“ (die Kapitän Kling Moschee, die älteste Moschee in Penang), „St. Georges Church“ (die älteste anglikanische Kirche in Südostasien), „Arulmigu Mahamariamman Tempel“ (auch Sri Mahamariamman Tempel oder Mariyamman-Tempel. Der ursprüngliche Sri Mahamariamman Schrein wurde 1833 zu einem Tempel erweitert und ist damit einer der ältesten Hindu-Tempel in George Town), Yap Kongsi, Hock Teik Cheng Sin, Se Tek Tong Chea Kongsi, Eng Chuan Tong Tan Kongsi, etc. pp.
„George Town ist Sitz des Bistums Penang. Den christlichen Glaubensgemeinschaften gehören hauptsächlich Menschen chinesischer Abstammung an. Diese sind häufig auch Buddhisten. Die malaiischen Bewohner der Stadt sind überwiegend Muslime. Weiter gibt es Hindu. Die in der Kolonialzeit entstandenen bagdadi-jüdischen und armenisch-orthodoxen Gemeinden haben sich aufgelöst.“
[https://de.wikipedia.org/wiki/Penang; https://de.wikipedia.org/wiki/George_Town_(Penang); https://en.wikipedia.org/wiki/Penang]

Entdeckungen unterwegs: Penang Street Art – einfach wunderschön. Da würde ich gern noch tagelang weitere suchen wollen. Ein deutscher „Kulturerbe-Pfad“, der u.a. an die Schlacht von Penang 1914 erinnert, bei dem ein deutscher Kreuzer ein russisches und ein französisches Kriegsschiff versenkte. Da ist sogar eine rote Boje im Wasser verankert. Ich hab ihn jedoch weder betreten noch verfolgt. Tja, schon damals wurde Teutonien fernab seiner eigentlichen Grenzen „verteidigt“ …

Ach ja, Briefmarken hab ich bekommen und ungläubig wie ich nun mal bin gleich zweimal gefragt, ob eine Ansichtskarte nach Europa wirklich nur mit 50 Sen beklebt werden muß. Ey, das sind Maßstäbe! Davon träumt die Deutsche Post schon lange lange nicht mehr.

Bilderbuch auf:

 

 

 

 


Penang: Tokong Kuan Yin, Markt und Botanischer Garten

303. Radweltreisetag, Besichtigung von dem ältesten Tempel Penangs, des Marktes und vom schönen botanischen Garten.

Vorgestern hatte der Tokong Kuan Yin, der älteste chinesische Tempel, schon zu, somit besuchten wir ihn heute früh. 1728 wurde mit dem Bau begonnen, heute der älteste und schönste Tempel von Penang. Der Markt ist auch immer hübsch, vor allem zu Zeiten vor Chinesisch Neujahr, wenn allerhand Devotionalien zu kaufen sind.

Auch der Botanische Garten ist über 200 Jahre alt. Am Rande des Penang Hills gelegen sind sowohl Flora wie auch Fauna zauberhaft.

Bukit Bendera & Kek Lok Si

302. Radweltreisetag, Besteigung vom Penang Hill und Besuch der größten Pagode von Südostasien

Penang ist bekannt als Unesco Weltkulturerbe, aber der Bukit Bendera (Penang Hill) hat auch einen Regenwald, der 130 Mio. Jahre alt ist. Auf den Berg führt eine Drahtseilbahn, der Aufstieg zu Fuß ist anstrengender, aber viel schöner und interessanter. Neben der Flora des Dschungels können verschiedene Schmetterlingsarten, Makaken und der Südliche Brillenlangur (Trachypithecus obscurus)  gesehen werden. Nach 3 Stunden Aufstieg hat man 700 Meter an Höhe gewonnen und erreicht die Bergstation den Bahn. Hier ist es voller einheimischer und ausländischer Touristen. Für uns heißt das ein kurzer Lunch und mit der Bahn zurück nach Penang. Dort besuchten wir Kek Lok Si, die größte buddhistische Pagode in Südostasien. Eine wahrhaft imposante Anlage. Begonnen wurde mit dem Bau vor fast 130 Jahren und es wird immer noch gebaut und erweitert.


Langkawi – Penang … kleine Ergänzung mit Meer und mehr Kilometern

301. Radweltreisetag, Transfer per Bus & Boot, schön & kalt (Aircondition)

Wir hatten am Morgen einen entspannten Vor- und Nachfrühstücksspaziergang durch die noch völlig unbelebte Touristenmall. „The Cabin“ war ja nur zum Schlafen da.
Von der einen Insel (Langkawi) bis zur nächsten (Penang Island) waren es dann aber immerhin 141 Reisekilometer, siehe Track unten.
Na klar, kann man(n) die u.U. nicht radeln. Entfernungsmäßig allemal. Da hatten wir schon längere Kanten auf dieser Reise vor und dann hinter uns.
Schwierig wird es, wenn da Wasser dazwischen ist. Nein, nicht überflutete Straßen. Die schrecken uns auch nicht. Aber wenn es viel mehr ist, also Meer? Da soll es ja vor längerer Zeit einen gegeben haben, der das zu Fuß bewandert haben soll (Zeitzeugen gibt es leider keine mehr 😉 ), aber mit einem Fahrrad? Lösung: Transfer per Boot. Andres hat es beschrieben.
Sooo kühl war dann der Passagierraum eigentlich gar nicht, denn der war rappelvoll. Voller Touris und Nicht-Touris und vor allem voller Gepäck. Die Crew räumte ad hoc die vorderste Sitzreihe (für die wir „Platzkarten“ hatten) und verschob alles eine Reihe nach hinten. Das lief sehr routiniert ab. Die Jungs machten das garantiert nicht zum ersten Mal. 😉

Nach 3 Stunden schaukeln mit wasserüberströmten Fenstern bei 35-40 km/h – ich hab extra recherchiert, das sind so 19-22 Knoten! – landeten wir am Port Penang.
Die Fahrräder oben auf dem Schiff (Gerhard hatte sie in weiser Voraussicht vorher extra nochmal festgebunden) hatten unterwegs eine ordentliche Salzwasserdusche abbekommen. Man(n) sieht es an den vielen kleinen Kristallen. Jetzt bloß nicht am Rahmen lutschen!

Unser eingespieltes Logistik- und Radreiseteam bewältigte auch diesmal alle Be- und Entladevorgänge einschließlich Transport durch Terminalhallen und -gänge souverän.

Am Hafen begrüßten wir Allister, den Mann am Lenkrad des Begleitbusses für die nächste Zeit. Hallo, let’s go!
Ja, und vom Hafen bis zum netten „Noordin Mews“ – Hotel waren es dann tatsächlich nur noch schlappe 3 Kilometer mit dem Fahrrad.

Schnell noch Wäsche zum Laundry-Service gebracht, bevor der Feierabend macht und Abholung am Montag vereinbart. Ja, auch im muslimisch geprägten Malaysia ist der Sonntag „heilig“ und das Geschäft geschlossen.

Ich zähl also einfach die 138 Transferkilometer auch als Reisekilometer mit, einverstanden?

Langkawi – Penang

301. Radweltreisetag, Transfer per Bus & Boot, schön & kalt (Aircondition)

Fahrräder auf den Truck und wir mit dem Bus frühmorgens quer über die Insel. Am Hafen wurde mir dann eröffnet, dass nur 5 Räder mitgenommen werden können. Dank meiner Überzeugungskraft und meinem Charme war es dann plötzlich doch möglich 9 Fahrräder mitzunehmen. Die Überfahrt verlief unspektakulär, kalt da wenn es eine Klimaanlage hat in Asien wird immer möglichst nahe an den Gefrierpunkt gekühlt. Anfangs etwas raue See, aber bald wurde es ruhiger. Heute kein Track da wir bloß 3 km vom Hafen zum Hotel gefahren sind.