Bilderbuchstrände und heiße Quellen

290. Radweltreisetag, Ausflug zu den Inseln vor Ranong oder zu den heißen Quellen, heiß & schwül wie immer mit ganz kurzem Schauer am Nachmittag

Ranong ist für 2 Sachen bekannt: heiße Quellen und kleine Inseln an der Grenze zu Burma.

Die Gruppe teilte sich auf und die einen wollten eine Bootsfahrt und die andere ließen sich zu den heißen Quellen führen.

Nach der gestrigen Etappe war mir nicht nach Strand und Meer. Ein wohltuendes Bad in heißen Quellen in naturbelassener Umgebung klang nach genau dem richtigen Programm. Die Knie schmerzten und wollten etwas Spa-Programm.

Nueng unser Fahrer fuhr uns zu den Quellen und legte sich auf die Bank. Wir zogen uns um und probierten alle Becken aus.

Die Anlage um die Pornrung Quellen ist wunderschön natürlich in die Umgebung eingebaut. Es fließt ein Bergfluss durch die Mitte der Anlage, wo man auf 3 verschiedenen Abstufungen schwimmen, plantschen oder sich von kleinen Knabberfischen abknabbern lassen kann. Drum herum sind 5 heiße Becken mit unterschiedlichen Wassertemperaturen angelegt. Alles sehr idyllisch.

Meine Waden genossen die Wärmebehandlung und zufrieden und tiefenentspannt ging es zurück zur Nudelsuppe in der Stadt. Danach machte jeder noch seinen Stadtbummel und genoss die freie Zeit.

Die Insel-Hopping Truppe kam dann später dazu und berichtete von den ruhigen weißen Puderstränden, dem klaren Wasser und der Sonne. Schien auch ein erfolgreicher Tag gewesen zu sein.

Ich gehe eher ungern zum selben Restaurant. Aber das gestrige ist halt wirklich schwer zu toppen. Wenn’s gut war, warum denn nicht.

Heute war ich knippsfaul. Bilder gestellt von Peter, Astrid und Maria. Vielen Dank!

Bangkok, mein Feind, mein Freund…

276. Radweltreisetag, Bangkok Sightseeing Programm, Sonne glüht unermüdlich

Das Timing für den Bangkok Besuch ist sicher spektakulär gewählt, mit Einfuhr in die Stadt der Engel am letzten Tag des Jahres und so. Das Sightseeing Programm am 1.1. zu machen stellte sich allerdings als nicht ganz so einfach heraus. Der Eintritt für den Wat Phra Keao, Thailands königlichem Tempel ist an bestimmten Feiertagen kostenfrei. So auch heute.

So kamen gläubige Thais, wegen dem Segen für das neue Jahr, geizige Touristen, wegen des freien Eintritts und Radreisende, die keine andere Wahl hatten alle zusammen und drängten sich durch die Gänge um einmal den Smaragd-Buddha zu begutachten. Anbeten war heute eher nicht. Von Ehrfurcht und Mystischem Charme, was dieser Ort sonst versprüht war nicht viel zu spüren.

Der 46m lange Liegende Buddha am Wat Pho war ähnlich gut besucht. Daher ließen wir anschließend Wat Arun links am Ufer liegen. Dieser wurde vor kurzem trotz vielen Gegenstimmen renoviert und hat wohl einiges von seiner Ausstrahlung verloren. Galt er doch als der „alte“ Königstempel.

Hartes Programm heute… Was bleibt einem übrig, wenn man nur einen Tag für Bangkoks Hauptattraktionen hat. Wir spazierten weiter durch den Blumenmarkt bis nach Little India, der kleinen Indischen Enklave mit indischen Restaurants und Schneidern. Vor 3 Jahren war das mal schick hier, mit überdachten Gassen und Märkten am Kanal. Anscheinend wird gerade das Kanalufer befestigt/repariert. Wie auch immer. Gut Indisch essen kann man hier immer noch. Nur nicht mehr so hübsch.

Wieder gestärkt marschieren wir weiter in Richtung China Town. Hier geht es durch die Soi Sampeng, die pulsierende Hauptader der chinesischen Community in Bangkok. Es wird mit allem gehandelt, was man verkaufen kann. Das meiste eher Schrott. Aber wir sind auch nicht zum Shoppen hier. Früher gab es hier einige Opium-Höhlen, Bordelle und Spielhallen. Man sagt der Gasse nach, dass immer irgendwo eine Leiche hing. Das Spielglück ist eben doch eher selten auf der Seite des Spielers.

Diese dunkle Geschichte hat das Bangkoker Chinatown mittlerweile hinter sich gelassen. Die Yaowarat Rd. ist die neue schillernde Boulevard dieses Viertels mit Goldgeschäften und Werbetafeln wie aus alten Hongkong Filmen. Hier scheint die Zeit ein wenig stehen geblieben. Während sich der Rest der Stadt immer weiterentwickelt und modernisiert, bleibt Chinatown, dass was es auch vor 20 Jahren schon war.

Und wenn wir vorne schon einen Tempel weggelassen haben, dann hängen wir hinten eben noch einen dran. Wat Traimit beherbergt den größten Gold-Buddha der Welt. Mit 5,5 Tonnen Gold wird der reine Materialwert der Statue auf etwa 250 Mio € geschätzt. Einen schönen Ausblick über Chinatown gibt’s dazu.

Dann noch mit dem Tuktuk zum Hotel und ich glaube wir haben wirklich fast alles abgehakt, was man in Bangkok an einem Tag machen kann/muss/soll.

Wir sind uns aber alle einig. Radreisen sind viel angenehmer als klassisches Sightseeing Programm. Zum Glück geht’s ja morgen wieder mit dem Rad weiter.