Colmar in Posen

134 km von Międzyrzecz nach Chodzież

Wir haben ein Sprachproblem. Stefans Navi spuckt nur die ehemaligen deutschen Namen der Städte aus. Die polnischen Namen können wir aufgrund der Konsonantenreihung nicht immer aussprechen. Und überhaupt, wie Karin zuweilen anmerkt, waren die ersten beiden Übernachtungsorte im Programm falsch aufgeführt, so dass Stettin an der Warte zwar die richtige Übersetzung für den ursprünglich geplanten Übernachtungsort war, wir aber nicht in Skwierzyna übernachteten, sondern in Międzyrzecz, was früher Meseritz hieß.

So fuhren wir Mitte der Tour durch Birnbaum, das inzwischen Międzychód heißt, was wiederum in etwa „zwischendurch oder -drin gehen“ heißt, wie Aleks, unsere polnische Fahrerin übersetzt.

Schatten der Vergangenheit, wie die Kriegsdenkmäler, Heldenfriedhöfe und die von Brachen und Plattenbauten umgebenen historischen Altstädte, im Zweiten Weltkrieg auf ein Minimum reduziert.

Radlerisch stand heute die erste ernsthafte Härteprüfung an, die alle mit Bravour bestanden haben. 134 Kilometer durch kupiertes Gelände, wie die Schweizer sagen würden. Immerhin unterstützt mit einer ordentlichen Portion Rückenwind, der uns meist gnädig war.

Kleine Straßen mit wenig Verkehr zu finden ist in diesem Teil Polens zuweilen schwierig. Wir haben uns heute eine harte Dosis von 30 Kilometern Hauptstraße gegeben. Aber wie ich es nicht müde werde, zu schreiben: Radfahren in Berlin ist gefährlicher.

Die restlichen 100 Kilometer waren dann gut bis wunderschön zu radeln!

In Chodzież erwartet uns dann ein wunderschönes Hotel direkt am See, mit Strand direkt vor der Terrasse. Noch zehn Grad mehr, und zumindest Karin wäre in den See gesprungen.

So blieb uns nur die innere Benetzung und das übliche abendliche Festmahl.

Morgen dann nur 85 Kilometer.

Machen wir auf einer Arschbacke!

Auch, weil die andere furchtbar weh tut nach dem heutigen Tag.

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Ein Kommentar:

  1. Zurek im Brot – das will ich auch!

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