Der Nasse Jakob

Zwei durchnässte Etappen von Burgos nach Logroño
Schlussetappe der Radweltreise – Santiago de Compostella nach Paris

Nun hat es uns doch erwischt: Strömender Regen, Wind von vorne, teilweise in Orkanstärke.

Nass ist er, unser Jakob, und so langsam zeigen sich gleich bei mehreren Bremsen die Verschleißerscheinungen, zerrieben von Matsch und Wasser. Zum Glück mussten wir nicht viel Bremsen, das hat schon der Gegenwind für uns erledigt.

Da tat es ganz gut, dass in Santo Domingo de la Calzada eines der besten Hotels auf der Reise auf uns wartete, mit funktionierender Heizung im Bad und einem Fön. Ganz schön luxuriös, das ehemalige Franziskanerkloster. Vor dem Abendessen besuchten wir noch die Hühner in der hiesigen Kathedrale, die dort seit dem „Hühnerwunder“ untergebracht sind. Auch jenseits des Federviehs ist das durchaus eines ansehnliches Gotteshaus und begeistert selbst die inzwischen ein wenig kirchenmüde Gruppe. Abendessen fand in einer kleinen lokalen Kaschemme statt, die günstig, gut und sowieso das einzig offene Restaurant im Ort war. Nach der Heiligen Woche brummt dem Kneipenpersonal gehörig der Schädel, da machen die meisten zwei Tage zu.

Zwischen Santo Domingo und Logroño ist es weiterhin naß, aber der Wind kommt inzwischen von hinten, es ist weniger feucht und vor allem ein wenig wärmer. Es rollt gut und wir radeln auf etwas umständlichen, aber immerhin gut ausgebauten Radwegen in die Stadt ein.

Morgen ist trockenes Wetter angesagt. Wir freuen uns darauf!

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