Fink Ployd

114 km von Panevezys nach Mezotne, wechselnde Winde und Bilderbuchwetter

Wenn ein Tag mit einer Smooth-Jazz-Version von Pink Floyds „Time“ anfängt, kann der Tag eigentlich nichts werden. Nicht wegen dem genialen Song von der „Dark Side of the Moon“, der mit der schönen Zeile „Taking away the moments that make up a dull day“ anfängt.

Also genau das, was wir hier im Blog für jeden Tag machen: Die langweilen Momente vergessen und von den interessanten erzählen.

Aber eine Smooth-Jazz-Version davon? Also von „Time“. Aber im Blog hättet ihr das ja auch nicht so gerne, oder?

Also kurz und rough: Schön war’s heute!

Zumindest bis zur Mittagspause. Der Wind kam schwach von der Seite und etwas stärker von hinten, der Frühling ist nun deutlich an Flora, Fauna und Laune zu spüren. Alles grünt so grün, und schon ist der nächste Ohrwurm da, der Pink Floyd für ein paar Kilometer ablöst.

Am Nachmittag ist Pink Floyd wieder da, was auch dringend notwendig ist, da der Wind inzwischen auf das bewährte Nordwest gedreht hat und wir – siehe gestern – unser Vorderrad ja immer mit dem Wind drehen müssen. Da ich Kopfhörer beim Radfahren hasse, muss David Gilmore eben mental singen und ich stimme zuweilen ein, laut gegen den Wind, was daher glücklicherweise niemand hört.

Die Grenze zu Lettland ist dann sehr unspektakulär, sieht man einmal von der fehlenden Asphaltdecke ab, die auf acht Kilometern Länge die beiden baltischen Staaten verbindet. Zwischen Polen und Litauen war auch schon Piste. Kann man sich nicht über Zuständigkeiten einigen oder warten beiden Länder jeweils auf die EU, die ja für das Zusammenwachsen und damit vielerorts auch für den Asphalt zuständig ist?

Wie auch immer, wir überleben auch den Nachmittagsgegenwind und rollten Punkt 19:00 Uhr in unserem Schloss, Heimat für eine Nacht, ein.

Mit der Pink-Floyd-Platte war ich dann auch durch.

„There’s someone in my head, but it’s not me!“

Stimmt: David Gilmore!


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