Gratis Schlammbad im Sonnenschein

Von Lüchun nach Daheishan, 102 km mit wunderschönen Abfahrten (und einigen Erdrutschen) bei außergewöhnlich gutem Wetter 

Trotz recht begründeter Furcht vor einem weiteren Regentag begrüßte uns Lüchun heute mit blauem Himmel und einer langvermissten Bekannten – unserer lieben Sonne. Nach einem kräftigenden Frühstück aus Nudelsuppen, Spiegeleiern, Teigtaschen und/oder Jans sogenannten „Böllern“, ging es heute gegen halb 9 auf in Richtung Daheishan. Ein verheißungsvoller Name, denn Daheishan heißt auf Chinesisch so viel wie „großer schwarzer Berg“.

Die ersten 45 km ging es stetig bergab, dann kämpften sich die meisten den 20km langen Anstieg hinauf, der von einer kurzen Mittagspause mit warmer Nudelsuppe unterbrochen wurde, bevor es später wieder einige Kilometer bergab zum Hotel ging.

Auf dem Weg sahen wir einige Erdrutsche und nahmen unfreiwillige Schlammbäder. Es gab ein Mindestlevel an Schlammkontakt, aber Gerhard und mich traf es wohl am härtesten: Er geriet in einen durch Baggertätigkeiten ausgelösten Schlammtsunami, ich wurde von einem Jeep gebadet und tunkte daraufhin beide Füße in die Matschabgründe.

Außerdem staunten wir über Teeplantagen, die örtliche Kautschukproduktion und was man in Yunnan nicht alles essen kann! Zum Abendessen gab es dann ein fleischiges grün-braunes Blatt, das uns sehr an Gewürzgurken ohne Gewürze erinnerte. Aus dem Wald kam es wohl, was es genau war, wusste niemand. Probiert haben trotzdem alle.


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