Grenze zwischen der Region Krasnojarsk und dem Irkutsker Gebiet

Kansk – Polowino-Tscheremchowo, 136 km

Morgens verlassen wir unser „5-Sternhotel“ mit leichtem Herzen und freuen uns auf die Fahrt. Das Wetter ist passend, nicht heiß. Unterwegs sehen wir viele schöne Holzhäuser mit weißen, blauen Fensterläden. Der Brauch, die Holzbalken anstelle einer Bretterverkleidung mit verschiedenen Ornamenten zu verzieren, ist heidnischen Ursprungs. Mit den Jahren ist die Verzierung immer komplizierter geworden, je reicher die Familie war, desto schöner waren die Ornamente.

Nach der Pause kommt die Grenze zwischen der Region Krasnojarsk und dem Irkutsker Gebiet. Unbedingt ist ein Fotostopp erforderlich. Dort begegne ich einem Motorradfahrer Wladimir aus Polen, der eine Reise durch Russland, die Mongolei, Kazachstan, Kirgistan macht. Er hat sich sehr gefreut, mit jemandem zu sprechen und am Ende des Gesprächs bekam ich ein Souvenir von ihm. Die Landschaft ändert sich, statt vieler Felder sieht man viele Wälder. Überhaupt ist unsere Taiga Nadelwald: Fichten, Tannen, Lärchen, Kiefern. Das Wort „Taiga“ bedeutet undurchdringlicher Wald. Heute sieht man nicht nur Kiefern, sonder auch Zierbelkiefern (Zedern). Dieser Baum ist unser Reichtum, im Herbst bringt er Zapfen mit essbaren Nüssen. Die Nüsse sind reich an Öl und bei uns sehr beliebt.

Am Himmel sieht man dunkle Wolken, und im Regen erreichen wir unsere Unterkunft. Abends gibt es noch einen schönen Regenbogen mit toller Himmelstimmung.

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