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251. Weltreisetag, 121 km von Kratie nach Kampong Cham, Rückenwind, Wetter egal

Beim Briefing heute morgen, betretene Gesichter. Über 120 Kilometer, schwül warm und durchwachsene Straßenzustände sind angekündigt.  Die geradelten Pfade sind allerdings besser als erwartet, der Rest trifft zu. Trotzalledem ein großartiger Tag. Rückenwind schiebt uns stetig nach Südwesten und Landschaft und Eindrücke sind vielfältig.

Suor Sdei, geht den meisten von uns Radlern noch schwer über die Lippen. Hello, ist da einfacher. Das weiß auch die kambotschanische Bevölkerung, und schmettert uns den Gruß verbunden mit einem Lächeln und einer winkenden Handbewegung pausenlos entgegen. Die Freude ist ernst gemeint und animiert uns es ihnen gleich zu tun, bzw. ihnen zuvorzukommen. Oft überholen wir Schulkinder auf Fahrrädern oder schwer beladenen Motorräder und überraschen mit einem: `Hello, wie gehts?`, was heute zu interessanten Gesprächen, aber auch zu überstürzten Abbiegemanövern führte.

Die meisten der großen Religionen waren am heutigen Tag präsent. Da eine katholische Kirche, dort ruft der Muezzin (mit einer wunderbaren sonoren Stimme) zum Freitagsgebet und hunderte Menschen der ethnischen Minderheit der Cham , folgen und an der nächsten Ecke reinigt ein buddistischer Mönch den Torbogen zur üppigen Tempelanlage. Keine Ahnung wie sie zu ihren spitituellen Konkurenten stehen, aber scheinbar existieren die unterschiedlichsten Weltanschauungen in diesem Bereich der Erde friedlich nebeneinander. Muss am Klima liegen …

Wir radeln durch Reis- und Maisfelder, Mango- und Bananenplantagen und einem scheinbar endlosen Straßendorf. In Stung Trong überqueren wir mit einer Fähre letztmalig den Mekong., besuchen noch die Pagode Han Chey und lassen uns nach Kampong Chan unserem Tagesziel, mit 150.000 Einwohner die drittgrößte Stadt Kambotschas, ausrollen.

Fotomotive lungern hinter jeder Ecke. Leider, denke ich manchmal, denn während die Meute weiter kräftig in die Pedale tritt, falle ich jedesmal weit zurück und muss immer mal wieder ein Sprint einlegen, damit ich nicht verloren gehe. Damit sich dies gelohnt hat, fällt die heutige Photostrecke etwas umfangreicher aus … sorry.

 

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