Jede Menge Kohle

Am 147. Tag der Weltreise fuhren wir 99 km über Berg und Tal bei sonnigem Wetter.

Jede Menge Kohle. Überall. Gemeint ist leider nicht der Renminbi, sondern richtige Kohle. Sie wird hier überall abgebaut und auf LKWs abtransportiert. Sie hängt hier in der Luft, der Kohlestaub setzt sich auf alles ab. Die Kohle ist quasi überall. Viele Pflanzen sehen gespenstig schwarz aus, wir nach einer Weile Radfahren auch.

Der erste Teil unserer Etappe ist wieder stark frequentiert mit Kohlelastern. Erst als wir lange später auf eine andere Straße abbiegen wird es ruhiger. Nur noch vereinzelt LKWs. In einem kleinen Ort kehren wir ein und essen Nudelsuppe oder gebratene Nudeln. Das ideale Radler-Mittagessen. Natürlich sind wir auch in diesem Restaurant wieder die Attraktion. Ein alter Mann, der wegen der vielen fehlenden Zähne kaum zu verstehen ist, redet immer lauter weil er denkt, dass wir ihn nichtverstehen weil wir etwas schwerhörig sind. Half aber leider nicht.

Die Restlichen 30 km bestehen aus zwei weiteren Anstiegen und einer relativ langen Abfahrt. Das sind immer meine Lieblingsabschnitte. Ein paar Kilometer vor dem Ziel schlachteten wir noch eine Melone, gespendet von Gerhard oder Karin, jeder von ihnen hatte eine Melone gekauft und eine davon aßen wir. Sehr erfrischend nach einer langen staubigen Etappe! Die letzten Kilometer führten uns dann durch die Vorstadt bis ins Zentrum, wo unser Hotel liegt. Zu Abend gab es heute Feuertopf, damit wir schon mal wissen was uns in Chongqing erwartet.


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