Unsere Mitradler – Peter Frenzel

Eine Tour, vor allem eine so lange, steht und fällt mit den Teilnehmern. Sie sind das Salz in der Suppe, die Notwendigkeit und Bereicherung für solch ein Mammutprojekt, der Grund, warum wir Touren wie diese organisieren. Daher wollen wir euch ein paar unserer mutigen Mitreisenden vorstellen.

Peter Frenzel

Jahrgang 1953, in der Oberlausitz (Sachsen) aufgewachsen und Abitur bestanden.
Informatik an der TU Dresden studiert bis zum Diplom, 37 Jahre als Informatiker bis zum freiwilligen vorzeitigen Unruhestand am 31.12.2017 gearbeitet. 1980-1990 im Patentamt der DDR in Berlin, danach als IT-Consultant in Frankfurt am Main und West-Europa.

Urlaub auf und mit dem Fahrrad ist seit über 20 Jahren sozusagen meine Standardform aktiver Erholung.
Spreeradweg, Elberadweg (von Cuxhaven bis Prag), Mainradweg, Bahnradweg Hessen, Donau (vorerst bis Budapest) … es würde zu lange dauern, hier alle „lokalen“ Highlights aufzuzählen.
Cubas Ostküste sowie Westküste (Havanna – Vinales – Maria La Gorda), Trans Canada Trail in BC (Castlegar – Vancouver), Vancouver Island, „La Loire a Velo“ (St. Nazaire – Orleans), Tadshikistan (Chudschand – Duschanbe), „Auf den Spuren des Drachen“ (Peking – Shanhaiguan, mit China-by-Bike!) – beeindruckende Urlaubstouren, um andere Länder und vor allem die dort wohnenden Menschen kennenzulernen sollen als internationale Highlights angemerkt werden.

Ja, und dann las ich vor vielen Jahren von Volker Härings Idee, eine Radreise mit dem Titel „In 800 Tagen um die Welt“ zu organisieren und inhaltlich zu gestalten. Sie sollte 2016 starten, aber die Vorbereitungen brauchten zum Glück etwas länger und der Start 2018 passt perfekt in meine Lebensplanung.
13 Monate vorzeitig „in Rente“ und mit auf die Tour gehen – ein Traum geht in Erfüllung.

Ich freue mich auf die Begegnungen mit den Mensch in den Ländern, durch die wir radeln werden. Ich bin neugierig, mehr von ihrer Geschichte und ihrer Kultur zu lernen. Weltanschauung hat für mich ganz viel mit Welt anschauen zu tun.

Was Regierungen und die sie steuernden Machtzentren nicht schaffen oder schaffen wollen – ein friedliches und freundschaftliches Miteinander der Völker dieser Welt zum Alltag zu machen, das müssen wir wo immer wir eine Möglichkeit dazu haben untereinander in die eigenen Hände nehmen.

Sollte mich z.B. in Litauen oder Estland jemand fragen, was ich vom „Schutzwall“ bzw. der „Mauer“ an der Grenze zu Russland halte, sollte mich in Russland jemand fragen, was ich davon halte, dass in Estland und Litauen Deutsche Panzer unter US Flagge unterwegs sind – ich werde sagen, dass das niemals im Interesse aller Menschen sein kann, sondern Macht-gesteuert aus EU-Brüssel und der NATO geschieht.

Ich werde erzählen, dass es viele Menschen im „Westen“, einschließlich der Bundesrepublik Deutschland gibt, die das genau so sehen.
Nicht „Sanktionen“, Embargos, Zölle, gegenseitige Verdächtigungen, Anschuldigungen und Drohungen tragen zur Völkerverständigung bei, sondern Vertrauen, vorurteilsfreies gegenseitigen Kennenlernen und Verstehen und vielleicht auch eine Radeltour.

Auf unserer Chinatour 2012 wurden wir an einem Tag von einer radelbegeisterten Gruppe bei der Weiterfahrt am Morgen bis zum Stadtrand begleitet. Es wäre super, so etwas auch im Baltikum, in Russland und in Asien noch einmal zu erleben.

Ich freue mich auf den Start am 1. April und es wäre schön, wenn uns viele Freundinnen und Freunde sowie Bekannte im Reiseblog begleiten.

Meine erste so lange Tour als „Solist“. Mein Schatz Astrid wird aber bis Riga auch dabei sein, die Mitradler und -innen, die ich schon kennengelernt habe, werden ganz bestimmt ebenfalls zum Erfolg der Tour beitragen. Ich hab mir fest vorgenommen, erst von Bali wieder nach Hause zu reisen.

Pink Thosetive! (Eine Erkenntnis Volkers, die uns auf jedem Radelmeter begleiten sollte.)

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Ein Kommentar:

  1. Ich bin ganz stolz auf meinen Papa (und natürlich auf meine Mama, die eine Teilstrecke mitfährt) und werde immer fleißig dem blog folgen!

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