Radweltreise auf Ökotrip und mit teilweiser Ruhetagswasserung

Bilderbuch am 233. Radweltreisetag in Vang Vieng, sonnig und heiß bei > 30°C

Die offizielle Laos-Tourismus-Website „Sabaidee Laos“ schwärmt:
„This is a place of a dreamlike landscape of bizarre limestone mountain peaks and scenic cliffs with the Nam Song (Song River) bisecting the town. At the base of the town’s limestone mountains are a network of caves. There are a variety of well-developed tourism services in Vang Vieng and a wide range of accommodations. Water sports such as kayaking and tubing are popular and rock climbing is also a growing pastime. Vang Vieng also offer some peaceful places like several 16th and 17th century monasteries and the small Hmong villages.“
[http://tourismlaos.org/show.php?Cont_ID=22]

Stimmt. Vieles davon haben wir gesehen.

Vang Vieng (Lao: ວັງວຽງ; auch Vang Viang) ist eine Kleinstadt der Provinz Vientiane, umgeben von Karst-Formation und Regenwald. Sie hat etwa 25.000 Einwohner.

Über die internationalen Flughäfen in Luang Prabang (230 km entfernt) und Vientiane (160km) ist Vang Vieng für die zahlreich zu sehenden Touristen gut mit dem Bus zu erreichen.
Seit Anfang der 1990er Jahre der Tourismus privatisiert wurde, nimmt die Zahl der Reisenden stetig zu.

Vang Vieng war und ist unter Rucksackreisenden als Szeneort für ausgelassene Feiern mit Drogen (hauptsächlich Alkohol) und Musik bekannt. Im Jahr 2011 starben nach offiziellen Angaben 22 Urlauber, viele von ihnen, als sie mit aufgeblasenen Autoschläuchen den Fluss abwärts trieben und an Stromschnellen umkippten. Bis Mitte 2012 gab es sechs Unfalltote. Als Reaktion darauf schlossen die laotischen Behörden 24 Bars im August 2012.
Der Guardian schrieb erst vor 2 Jahren wieder darüber:
“ Laos holidays
Laos town known for drunkenness and tourist deaths cleans up its act“
[https://www.theguardian.com/travel/2016/may/09/vang-vieng-laos-tubing-calm-activities]

Etwa 10 km vor der Stadt bekamen wir gestern einen kleinen Einblick über den Nachschub für die Partyszene:

Es gibt aber auch anderes, mehr oder weniger sehenswürdiges.
Wir haben zufällig Fahrräder dabei und nutzen diese nach einem ausgiebigen „europäischen“ Frühstück auf der Terrasse des „The Elephant Crossing Hotels“ am Flußufer für eine kleine Rundtour.
Übrigens, im Zimmer fanden wir eine kleine Hilfe mit der Überschrift „Let’s learn some Lao!“ – Kop chai! 😉

Es gibt um Vang Vieng herum unzählige Höhlen (Tham). Die Python Cave (heißt so, weil sie sich wie ein langer Schlauch kilometerweit in den Berg hineinschlängelt) wurde gar erst Mitte der 1990er Jahre entdeckt. Wir radeln zur Jang Cave unweit des Hotels, gleich hinter der Hängebrücke und steigen zusammen mit gefühlt mehreren Tausend Chinesen und Südkoreanern die endlose Treppe hinauf. Was war wohl zuerst in der Höhle da oben, die gemauerten Geländer oder die inzwischen vertrockneten „Tropfsteine“?
Das Beste dort ist immerhin der weite Blick über die Stadt und den Fluß.

Es gibt hier auch vier kleinere buddhistische Tempelanlagen (Wat), aber die lassen wir ausnahmsweise mal aus.

Wir radeln ein paar Kilometer ins Land hinaus zur „Blue Lagoon“, umschwirrt von knatternden Buggies, in denen einige umweltbewußte Insassen sogar Mundschutz tragen. Ratet mal, woher die kamen.
(Fast) alle kühlen sich im „blauen“ Wasser ein wenig ab. Mir reicht ein Stieleis.

Das nette Restaurant der „Organic Farm“ auf der anderen Seite außerhalb der Stadt hat leckere Nudelsuppe sowie gebratenen Reis bzw. Nudeln für unseren Mittagshunger. Die Blechbüchsen mit der braunen klebrigen Brause aus Atlanta (immerhin laotisch beschriftet) sind noch nicht so ganz „organic“. 😉
Nach einem kleinen Rundgang scheiden sich unsere Geister für den Nachmittag. Die Einen radeln zum Hotel zurück, die Anderen wagen sich mit Kanus auf den „tosenden“ Fluß und haben es unbeschadet, jedoch mit patschnassen Hosen überlebt. Es war sogar wunderschön, die Stadt von der Fluß-Seite zu sehen!

Mitten im Ort am Flussufer liegt eine kleine Insel mit mehreren Bars, in der Trockenzeit von Oktober bis Juni über einen Steg erreichbar. Ob da schon alle heftigen Partys trockengelegt sind, haben wir nicht erfahren.
[https://de.wikipedia.org/wiki/Vang_Vieng, https://en.wikipedia.org/wiki/Vang_Vieng, http://www.visit-laos.com/vang-vieng.htm]

Den Abend genießen wir wieder bei leckerer laotischer Küche und – natürlich – Beerlao sowie dem fast schon obligatorischen Bummel über den Nachtmarkt.

Bilderbuch auf:

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2 Kommentare:

  1. Die Hängebrücke hat es 2016 noch nicht gegeben. Chinesen war aber da auch schon in Mengen da. Viel Spass beim weiterradeln.
    herb

  2. Die Hängebrücke hinüber zur Höhle Tham Chang gibt es seit mindestens 2010. Damals bin ich zumindest das erste mal hinüber gewankt. Und das zweite mal im Jahr darauf, siehe das erste Foto in der Galerie hierzu: http://www.china-by-bike.de/blog/2011/11/apocalypse-now/ 😉

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