„Schwimmende Dörfer“ und eine kleine Wat-Wanderung

Bilderbuch am 256. Radweltreisetag in Siem Reap an einem sonnigen und heißen Dezembertag

Die Fahrräder wollen einen Ruhetag. 😉 OK, wir gönnen ihnen diesen, nehmen den Bus und fahren vor die Stadt zum Tonle-Sap-See (Khmer-Aussprache: [boeung tunleː saːp]). Er ist der größte See Südostasiens und eines der fischreichsten Binnengewässer der Erde.
Die Kampong-Phluk-Boat-Community bietet dort Bootsfahrten zu den „Schwimmenden Dörfern“ an. Wir kaufen uns also Tickets und „schippern“ los.

Kampong Phluk besteht im wesentlichen aus einer Community mit 3 Dörfern, in denen etwa 6000 Einwohner (über 1000 Familien) auf Stelzenhäusern in 6-7 Meter Höhe leben. Der Name bedeutet „Hafen der Elefantenzähne“ („Harbor of the Tusks“). Sie gehören zu den Khmer, sind Vietnamesen und somit nicht berechtigt, Land in Kambodscha zu besitzen um darauf Häuser zu errichten. Daher die Häuser auf den Stelzen und ihre Spezialisierung auf den Fischfang. Seit ungefähr 10 Jahren ist auch der Tourismus eine wichtige Erwerbs- und Einnahmequelle. Wir zahlen z.B. $20 pro Langnase für unseren Ausflug.
Die Stelzen schützen die Häuser bei hohem Wasserstand. Wir können uns nur ein bißchen vorstellen, wie das Dorf aussehen mag, wenn das Wasser unter den Häusern „bis oben“ steht. Jetzt, in der Trockenzeit, ziehen einige Bewohner sogar nach außerhalb in vorübergehende „Häuser“, die dann wieder überflutet werden.

In der Nähe der Dörfer gibt es faszinierende Mangrovenwälder, durch die wir uns ein Stück paddeln lassen.
Auch hier ist der Wasserspiegel 2 Meter niedriger, als sonst. An den Paddeln arbeiten fast nur Frauen! Chapeau! Sie sitzen ganz vorn auf dem Bug und steuern die leichten Boote flott und elegant durch den „Wald“. Die „Tracks“ kennt kein Navi der Welt.

[https://en.wikipedia.org/wiki/Kampong_Phluk, https://en.wikipedia.org/wiki/Tonl%C3%A9_Sap, https://angkorfocus.com/siem-reap-attractions/kompong-phluk-floating-village.html]

Den Nachmittag gestalten wir uns dann ganz individuell.
Ich fand meine kleine WAT-Wanderung in der Stadt sehr interessant.
1. Wat Damnak
Die größte Pagode in der Stadt. War Königspalast in der Zeit des Königs Sisowath. “Dam nak” heißt in Khmer nämlich Palast. Ist heute eine „Funktionspagode“ als „Center for Khmer Studies“, mit einer Schule, Krankenstationen und einer Nähschule für junge Frauen. 😉
2. Wat Bo
Einer der ältesten buddhistischen Tempel der Stadt, an dessen Wänden einige sehenswerte Malereien mit Darstellungen aus dem Leben des Buddha zu sehen sind. Da konnte ich leider nur ein wenig unters Baugerüst schauen … 🙁
und
3. Wat Preah Prom Rath
Liegt zentral am Fluß, nahe der Pub Steet. Eine sehr gepflegte Anlage. Im Innenhof ist eine Mauer mit Bildern aus dem Leben Buddhas. Ein echter Ruhepol mitten im Stadtgewusel drumherum.

Man(n) kann also in Siem Reap auch 3 Tempel (naja, eigentlich 3 Pagoden) in nur 2 Stunden zu Fuß besuchen. 🙂

Hier noch ein paar Bilder für’s Buch aus der Stadt:



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