Störche, Wind und Meer

94 km von Mezotne (Bauska) nach Jurmala, sonnig mit Wolken, gnadenloser eisiger Gegenwind

Wir starten am Schloss Mezotne in einen sonnigen Tag. Nur wenige weiße Wolken ziehen am blauen Himmel. Sie haben es aber verdammt eilig. Schlechtes Zeichen.
Das Storchenpaar im Nest auf dem Baum gegenüber klappert uns ein freundliches Adieu zu.
DIE Gelegenheit auch endlich mal die vielen Adebar-Paare zu erwähnen, die uns schon seit Polen, in Litauen und nun auch in Lettland von hoch oben in fast jedem Ort begrüßt haben.
Einige bauen noch fleißig am Nest, andere staken bereits in Seen und Feldern auf Futtersuche für die brütende Störchin.

Los geht’s und als erstes begegnet uns ein alter Bekannter der letzten Tage – der eisige Gegenwind. Die ersten 18 Kilometer führen uns über eine „naturbelassene“, von landwirtschaftlichem Gerät geformte Straße. Da beginnt man(n) sogar von asphaltierten Buckelpisten als Alternative zu träumen.
Wir schaffen die 18 km in knapp 2 Stunden und überlegen ernsthaft, ob wir das noch weitere 80 km haben wollen. Da steckt der vorgestrige Tag noch im Hinterkopf.
Weitere 10 km später sitzen wir dann tatsächlich wieder zu viert im Bus. Stefan und das Mifa-Fahrrad bleiben dennoch bis zum sehr späten Abend eisern auf der Piste. Respekt!

Wer schon am frühen Nachmittag in Jurmala ankommt, hat dann Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang durch den Ort, vor allem am Meer entlang. Am langen Sandstrand bläst der Wind noch heftiger und kälter, aber hier lässt mensch sich gern durchpusten.
Ein Strandcafe mit gläsernem Windschutz lädt zum Sonnenbad mit Kaffeegenuss ein.

Die schwarzweißen Vögel über uns heißen jetzt Möwen und machen das Ostseefeeling perfekt.

Ein gemeinsames leckeres Abendessen bei „Grill&Fish“ mit legendären Schwarz-weiß-Filmlegenden am TV an der Wand (tonlos aber sowas von rührend …) sowie Rigas Melnais balzams for afters – Tag 21 war ein echt schöner Tag!

Astrid & Peter

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