Von Geisterzügen und sonstigen Verkehrsmitteln

109. Reisetag, von Tanchoi (Perejemnaja) nach Possilskoje, 103 km bei 18° – 23°C

Die Übernachtung war ziemlich interessant. Das Gästehaus befand sich ganz in der Nähe von einer Eisenbahnlinie. So hat unser Zimmer jedes Mal stark gewackelt, wenn irgendwelche Züge vorbei gekommen sind. Das erinnerte mich sehr an den Film “Trio aus Belleville”.

Am frühen Morgen fuhren wir mit dem Auto 10km zum Frühstück. Danach kehrten wir wieder zurück ins Gästehaus und Peter wollte nicht mit dem Fahrrad, sondern mit einem Auto fahren. Aber das Auto war zu klein und gehörte einem Kind.

Als “Abreisefoto” wollten wir alle gerne endlich ein Foto direkt am Ufer vom Baikal machen. Das Wetter heute war nicht schlecht – es regnete ein bisschen am Anfang und später kam dann langsam die Sonne.
Die Strecke war sehr angenehm, aber mit Anstiegen – für mich persönlich war das ziemlich anstrengend. Aber Martina und Sven waren super nett, haben auf mich gewartet und mich beraten, wie man besser bergauf fahren kann. Ich bin wirklich sehr dankbar dafür, das hat mir sehr geholfen.

Unser Mittagessen war heute auch ein Picknick – unterwegs gab es nicht so viele Siedlungen und Kneipen. Danach hatten wir noch ein Stück Straßenbau gehabt und bogen von der Hauptstraße nach links ab- 13 km weiter befand sich unser Hotel für die nächsten zwei Nächte. Unterwegs war die Landschaft wunderschön – fast kein Straßenverkehr, fast alles flach und… die Blumen im grünen Feld. Aber es gab ein kleines Problem – die Straße überquerte die Eisenbahntrasse. Und gerade als wir gekommen waren, wurde der Eisenbahnübergang plötzlich gesperrt. Und 5 Minuten später genauso plötzlich geöffnet (vielleicht war das ein unsichtbarer Zug?!).

Um ca. 4 Uhr nachmittags erreichten wir das Hotel in Possolskoje. Das Hotel lag direkt neben einem Orthodoxen Männerkloster. Nach dem Abendessen wollten wir ein bisschen spazieren gehen – der Sonnenuntergang war wunderschön. So ist noch ein Tag zu Ende gegangen.


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