Wechselwinde

80 km von Torun nach Grudziadz, Sonne und Wind, beides satt

Mehrere Blogtitel waren heute in der Verlosung: „Der wärmste Tag der Tour“ oder auch „Der schnellste Tag der Tour“. Ersteres stimmt zwar, aber dann hätten wir den Running Gag, am zweiten Tag tatsächlich in der Diskussion, schon damals starten sollen. Zutreffend ist das allemal. Wir fahren in den Frühling, das merkt man. Leider auch am Wind. Oder glücklicherweise.

Denn wir werden schon ein wenig vom Rückenwind verwöhnt. Auch heute, zumindest bis zur Mittag. In Chelmno recken wir die Nasen in die Sonne, ein Riesenbaguette in den Mund und lenken dann die Schritte in das Rathaus der Stadt, das durchaus spannende Exponate wie historische Osterpostkarten, und, nun ehrlich gemeint, tatsächlich ziemlich außergewöhnliche Wandmalereien ausstellt.

Am Nachmittag bläst der Wind dann in die falsche Richtung. Besser gesagt, wir biegen leider in Richtung Osten ein.

Immerhin, an der Weichsel lässt es sich wieder gut radeln!

Unser Ziel, Grudziadz, älteren Lesern noch als Graudenz bekannt, liegt so einladend in der Abendsonne, dass wir Duschen und Schmutzbier gegen eine kleine Stadtbesichtigung eintauschen, den neu gestalteten Schlossturm erklimmen, uns gegen die Weichsel verneigen und dann Schmutzbier und Abendessen ungeduscht vereinigen.

Passt schon!

P.S. Wir haben zwei riesige polnische Gerichte in der Bildergalerie versteckt.

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