Wir fahrn fahrn fahrn … Radeln in Malaysia …

… Radeln in Malaysia – Astrids Anmerkung zum 314. Radweltreisetag

Ist ein Radelurlaub in Malaysia weiter zu empfehlen? Inzwischen haben wir ja einige Etappen bewältigt und können vielleicht unsere Eindrücke zusammenfassen.

Erstes Fazit: 90% der Moped- und Autofahrer würden in Deutschland keinen Führerschein bekommen oder wären ihn schnellstens wieder los. Rücksichtnahme ist hier eher ein Fremdwort.

An den Linksverkehr haben wir uns ja schon in Thailand gewöhnt. Aber auch dort war es schon nicht so eindeutig mit dem Linksverkehr: Auf dem Seitenstreifen oder auch auf der linken Fahrbahn kann dir immer wieder ein Moped (auch mit Seitenwagen, manchmal sogar ein Auto) entgegen kommen. Da muss man vor allem in der Gruppe höllisch aufpassen. So ist ja auch Nitis Unfall passiert, der gegen das Gestänge eines entgegenkommende Seitenwagens geprallt ist.

Fahrradwege haben wir eigentlich nur in Kuala Lumpur gesehen, aber sie haben uns nicht viel genutzt. Wo vorhanden und möglich fahren wir also auf dem Seitenstreifen, teilweise im brüllendem Verkehr. Vor allem die überall präsenten Mopeds tanken interessanten Treibstoff, sind möglichst tuned und heulen bei jedem Start kräftig auf. Die fahren an uns links und rechts vorbei oder schlängeln sich auch zwischen uns hindurch, um sich dann kurz noch umzudrehen und uns ein freundliches „Hallo“ zuzurufen. Meist sind wir dann weniger begeistert.

Aber das mit dem Hindurchschlängeln durch die Fahrradgruppe machen auch die Autofahrer sehr gern. Schließlich haben sie ja viel Geld ausgegeben, um jetzt die Stärkeren zu sein. Jeder von uns hat da seine individuellen Erlebnisse, bis hin zum Crash mit einem Motorrad, das trotz deutlicher Anzeige, dass wir rechts abbiegen, noch unbedingt überholen wollte und nur durch mein Vorderrad gebremst wurde. Da hat sich wieder gezeigt, dass wir stabile Technik fahren. Dem Rad und mir ist fast nichts passiert. Nur meine Uhr hat es erwischt.

Zu den manchmal wirklich schwieriges Verkehrsverhältnissen kommt die Mittagshitze. Von ca. 12 – 15 Uhr ist es knallend heiß (> 40 Grad), der Asphalt gibt die Hitze zusätzlich ab, meist ist überhaupt kein Schatten mehr auf der Straße und wenn dann noch ein Bus, wie ein großer heißer Ofen an dir vorbei fährt… Spaß sieht doch anders aus. Da hilft nur trinken, trinken, trinken, ein Handtuch in Eiswasser tauchen und in den Nacken legen und auf ein bißchen Abkühlung nach 15 Uhr hoffen.

Schön, dass es auch ein paar Etappen auf ruhigen Straßen, teilweise durch den Urwald oder durch kleine Fischerdörfer am Strand entlang gab. Das entschädigt ein wenig. Aber man muss schon stressresistent sein für’s Radeln in Malaysia.


Kleine „statistische“ Ergänzung von Astrids und meinem „Lezyne-GPS“ am Fahrradlenker:
8.2.2019
Elapsed Time: 08:39:00
Timer Time: 06:02:38
Distance: 110.19 km
Avg Speed: 18.23 km/h
Max Speed: 51.22 km/h
Ascent: 913 m
Descent: 969 m
Max Elevation: 100 m
Min Elevation: 3 m
Avg Temperature: 33 °C
Max Temperature: 42 °C
Calories: 2,959 kcal

9.2.2018:
Elapsed Time: 06:42:55
Timer Time: 04:10:49
Distance: 75.02 km
Avg Speed: 17.95 km/h
Max Speed: 39.63 km/h
Ascent: 456 m
Descent: 465 m
Max Elevation: 73 m
Min Elevation: 2 m
Avg Temperature: 37 °C
Max Temperature: 45 °C
Calories: 2,233 kcal

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Ein Kommentar:

  1. Das stärkt die Gelassenheit für das Fahrradfahren in deutschen Städten und läßt dieses entspannt erscheinen.
    Kalorisch durchaus zu empfehlen die Strecke, da schmeckt das Essen
    Grüße aus dem kalt-nassen München

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