Zum Vulkan

346. Radweltreisetag, heiß, kühl, Nebel, nass, klar

Gestern Abend habe ich noch das Kampung Warna-Warni gesehen, was soviel wie Dorf der vielen Farben bedeutet. Nach dem Verkehrschaos von Malang geht es bald steil bergauf. Während die Vegetation anfangs noch aus Reisfeldern und Kokospalmen bestand, ändert sich das mit zunehmender Höhe zu Bergdschungel. Immer wieder zwingen uns Rampen zum Schieben.

Der Tag schreitet voran und schlussendlich schaffen nur 3 von 12 den Aufstieg auf 2.300 Meter 100% mit dem Rad. Hier auf 2.300 Meter merkt man nichts mehr von den Tropen und Hitze. Es nieselt, ist klamm und Nebel kommt auf. Nach einem schnellen Mittagessen (wieder Bakso) brechen wir auf, in die Bromo Tengger Caldera, ins Sandmeer. Unsere Begleitfahrzeuge müssen umkehren, sie dürfen uns nicht begleiten und müssen für die 12 km, die vor uns liegen, einen Umweg von 150 km machen.

Auf dem Bromo wachsen neben Engelstrompeten auch viel wilder Fenchel. Wir kommen erstaunlich gut voran, nur bei wenigen Stellen müssen wir schieben. Nach einer Stunde Fahrt erblicken wir den Bromo und sehen heftige Asche-Eruptionen.  Die Spuren davon sehen wir als schwarze kleine Punkte sehr bald auch auf unserer Bekleidung, Helmen, Gesicht, kurz überall. Fasziniert von dem Schauspiel bleiben wir eine Weile und geniessen das Spektakel.

Im Hotel ohne Gepäck (das ist unterwegs und kommt nicht vor 23:00 Uhr an) genießen wir Schmutzbier und ein leckeres Nachtessen. Nachdem unser Gepäck nach 23:00 Uhr angekommen ist treibt es mich nachts doch noch nach draußen in die sternklare Nacht zum Viewpoint, wo ich einige Bilder vom Bromo unter dem Sternenhimmel mache.

 

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