Die Reise

In 800 Tagen um die Welt

„Was macht Ihr als Nächstes?“, war oft die Frage, als wir nach 215 Tagen mit unseren Rädern aus Hongkong kommend in London standen. „Eine geführte Radweltreise“, war unsere Antwort, halb scherzend, und nach einiger Überlegung mehr als halb ernst. Eine Weltreise mit dem Rad, in kleiner Gruppe, mit Begleitfahrzeug und der Möglichkeit, Teiletappen zu fahren. Von Berlin über das Baltikum und Moskau zum Baikalsee. Von Irkutsk bis Xi‘an. Einmal quer durch China und Südostasien nach Singapur. Mit dem Schiff nach Jakarta, mit dem Rad nach Bali. Dann Australien von West nach Ost und die USA auf der berühmten Route 66 von L.A. nach Chicago und dann weiter nach New York. Dann an der Westküste Südamerikas bis nach Feuerland. Von Feuerland wieder ein Stück Richtung Norden über Argentinien nach Brasilien. Von Rio fliegen wir nach Lissabon und fahren dann durch Portugal, Spanien und Frankreich wieder nach Deutschland. Verrückt? Sicherlich, aber machbar. Ursprünglich war der Start für Mitte April 2016 geplant. Da so eine Reise aber sehr gut vorbereitet sein muss, werden wir uns die nötige Zeit dafür nehmen. Neuer Starttermin ist April 2018, die Rückkehr wird im Sommer 2020 sein. Start- und Zielort ist Berlin.

Um die Welt zu entdecken, braucht man kein Flugzeug, es reicht ein wenig Zeit und zwei Räder.
Und zugegeben, ein wenig Kleingeld. Beim ersten Hinschauen mag der jeweilige Reisepreis vielleicht hoch erscheinen. Sicher ist: Unsere langen Radtouren erfordern einen gewissen finanziellen Hintergrund. Der Preis für die gesamte Reise wird um die 125.000 Euro liegen, der Preis für die Einzeletappen je nach Region und Länge zwischen 5.000 und 25.000 Euro.

Rechnen Sie jedoch den Betrag einmal um auf die Reisetage und vergleichen Sie, was viele Studienreisen pro Reisetag kosten, dann merken Sie, dass die Zahlen sich ähneln. Diese Reise ist jedoch einmalig! Wir sind 800 Tage lang um den Erdball unterwegs. Wir haben ein Begleitfahrzeug, einen deutschen und oft zusätzlich einen einheimischen Reiseleiter. Wir befahren eine Strecke, die Unglaubliches an Vorbereitung, Einsatz und Logistik erfordert, um zusammen eine Erfahrung machen zu können, von der wir unser ganzes Leben lang zehren werden. Wir haben ein sagenhaftes Programm entlang einer Route, die sonst niemand durchgängig befährt. Der größere Teil der Ausgaben fließt direkt in die bereisten Länder. Er verbleibt vor Ort und kommt damit der dort lebenden Bevölkerung zugute. Damit wird die lokale Wertschöpfung unterstützt, vielen Menschen ein Auskommen möglich gemacht und unser Geld auch in Gegenden gelassen, in die andere Reisegruppen niemals kommen.

Eine Reise, wie es sie noch nie gegeben hat. Und eine Gelegenheit, die Welt aus einer anderen Perspektive zu erleben – auf Augenhöhe mit den bereisten Kulturen.

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