Route 66 (Teiletappe L.A. – New York)

Die Routen aus den USA sind nun da, wir sind am Feinschliff für diese Teiletappe. 

Hier schon einmal der voraussichtliche Routenverlauf:

Teilstrecke Los Angeles – Chicago

Teilstrecke Chicago – New York

 

1. Reisewoche: Von Santa Monica (Los Angeles) nach Fenner, California.

Nach zwei Tagen zur Akklimatisierung und Erkundung L.A.’s geht es gleich auf unserer ersten Radelwoche auf der „Mother of Roads“ ans Eingemachte: Nachdem wir das San Bernardino Valley verlassen haben, und über die San Gabriel und San Bernardino Berge geradelt sind, geht es geradewegs in die Wüste. In der kalifornischen Mojave Wüste passieren wir Victorville, wo einst der „King of Cowboys“ Roy Rogers und seine Frau Dale Evans, die „Queen of the West“ zu Hause waren – und wo das kalifornische Route 66 Museum zu besichtigen ist.  Über Newberry Springs und Amboy geht es dann weiter durch die Mojave bis nach Fenner.

2. Reisewoche: Von Fenner, California nach Winslow, Arizona.

Über den den alten Wüstenposten Needles gelangen wir nach Arizona. Von hier nach Seligman radeln wir auf dem längsten zusammenhängenden Stück der ehemaligen Zentralstraße Nordamerikas, das heute noch erhalten ist – 200 km pure Route 66! Wir passieren den Sitegreaves Pass in den zerfurchten Black Mountains genießen unseren verdienten Ruhetag in Kingman, unweit des südlichen Endes des Grand Canyon National Parks.

Über Peach Springs und Ashford geht es dann über lebhafte Flagstaff, das 2100 m über dem Meeresspiegel liegt und Standpunkt der University of Arizona ist, weiter bis nach Winslow.

3. Reisewoche: Von Winslow, Arizona nach Albuquerque, New Mexico.

Von Winslow in Richtung Holbrook und darüber hinaus erleben wir das typische Landleben Nordamerikas. Beim Petrified Forest National Park, der seit 1906 geschützt ist, nehmen wir uns Zeit, durch die „hardwood“-Wälder zu laufen und die wunderbaren Aussichten des Nationalparks zu genießen.

Wir überqueren die Grenze nach New Mexico und gelangen nach Gallup, der „Hauptstadt“ der Amerikanischen Ureinwohner. Auch dank des wachsenden Radtourismus in der Gegend (viele Mountain Bike Trails) erfährt der Ort zur Zeit einen wirtschaftlichen Aufschwung. Nicht weit von hier können wir die den geschützten See El Morro und die terrassen aus erstarrter Lava von Malpais besichtigen. Zwischen Grants und Albuquerque radeln wir durch Stammgebiet der Acoma- und Laguna- Pueblo Indianer.

4. Reisewoche: Von Albuquerque, New Mexico nach Tucumcari, New Mexico

Von Albuquerque folgen wir dem State Highway 14 und radeln über Cedar Crest, Madrid und Cerrillos ins spannende Santa Fe, wo wir an unserem Ruhetag der Frage nachgehen können, was besser ist: Rot, oder Grün? Die Küche New Mexikos ist stark leteinamerikanisch geprägt und deshalb dreht es sich hierbei um verschiedene Chili-Sorten!

Nach unserem Stopp in Santa Fe überqueren wir die „Sangre de Christo Mountains“ (Christus‘ Blut Gebirge), und radeln über das „andere“ Las Vegas und Santa Rosa weiter nach Tucumcari. Auch hier wird die Route 66 für die Durchreisenden präsentiert: Ein eher ungewöhnliches Denkmal und das Route 66 Museum New Mexicos erinnern an ihre goldene Zeit.

5. Reisewoche: Von Tucumcari; New Mexico nach El Reno, Oklahoma

Von Tucumcari ist es nicht mehr weit bis zum „Texas Panhandle“, den wir dann durchkreuzen. Das beschauliche Adrian (Texas) markiert die Hälfte der Route 66 – ein Schild belegt, dass sowohl Los Angeles als auch Chicago von hier 1139 Meilen weit entfernt liegen.
Einige Kilometer vor Amarillo kommen wir an einem Denkmal der besonderen Art vorbei: Etwas südlich der Route stecken zehn bunt bemalte Cadillacs mit großen Heckflossen kopfüber im Sand. Hier hat ein gewisser Stan Marsh dem American Dream und den weiten Straßen des Landes ein Denkmal gesetzt.
Noch einmal haben wir die Chance, dem Thema dieses Streckenabschnittes im „National Route 66 Museum“ von Elk City in Oklahoma auf den Grund zu gehen. Unter anderem können wir hier in einer virtuellen Simulation die gesamte Route 66 befahren und so unser bisher erlebtes noch einmal Revue passieren lassen.

6. Reisewoche: Von El Reno, Oklahoma nach Springfield Montana.

Nachdem wir uns durch Oklahoma City, der größten Stadt dieses Staates geschlängelt haben, geht es weiter nach Tulsa, der zweitgrößten Stadt. Wenn Zeit und Energie ausreichen, können wir im Gilcrease Museum die größte Ausstellung zeitgenössischer Kunst im Westen der USA bestaunen. Die hier aufbereitete Sammlung von Kunst und Artefakten der amerikanischen Ureinwohner ist weltweit einzigartig.

Im Nordosten des Staates kommen wir an den Heimatorten zweier Amerikanischer Ikonen vorbei: Will Rogers (aus Claremore) und Mickey Mantle (aus Commerce). Danach durchradeln wir den kurzen etwa 20 km langen Abschnitt, in dem die Route 66 durch Kansas verläuft. Wir passieren die Brush Creek Bridge (1923 erbaut), die letzte verbleibende der „Marsh Rainbow Brücken“, die früher in großer Zahl auf der Route 66 zu finden waren.

In Springfield ist ein Abstecher zum Cozy Dog Drive-In möglich, wo sich alle Freunde des amerikanischen Junk-Food auf die stadtbekannten frittierten Hot Dogs im Teigmantel stürzen können. Der bunte Hund und Hippie Künstler Bob waldmire wuchs in einer früheren Version dieses Ladens auf und ließ sich von den vielen hier haltenden Autos mit fremden Kennzeichen mit dem Reisefieber anstecken. Wenn man ihn später nach seinem zu Hause fragte, war seine Antwort schlicht. „Route 66“.

7. Reisewoche: Von Springfield, Montana nach St Louis, Montana.

Von Springfield nach Rolla radeln wir zum Großteil durch die nördlichen Ausläufer der Missouri OZARKS, einer recht bergigen und landschaftlich vielseitigen Region, die ein wahres Mekka für Outdoor-Enthusiasten ist. Maremac State Park, einer der beeindruckendsten Landschaftsparks der Gegend befindet sich nur fünf Kilometer östlich unserer Route bei Sullivan. Auch Bennet Spring State Park, ein weiteres schönes Naturreservat, liegt nur wenige Kilometer westlich der Strecke.

Bevor wir die Metropole St Louis erreichen, können wir noch einen Abstecher von Eureka zum Route 66 State Park machen, in dem eine nun nicht mehr befahrbare Brücke der alten Fernstraße den Meramac River überspannt. Der Route 66 Fahrradweg führt uns dann direkt ins Herz von St Louis. Das Jefferson Expansion Memorial ist eines der Highlights dieser Stadt, das wir sicher nicht verpassen werden: In dem 91 ACRE große Areal wird die wichtige Rolle dieser Stadt bei der Erkundung und Besiedlung des US-Amerikanischen Westen thematisiert. Mit dem Gateway Arch – dem größten Denkmal der Vereinigten Staaten – hat man hier dem Geist der nach Westen ziehenden Entecker und Pioniere ein beeindruckendes Andenken gesetzt.

8. Reisewoche: Von St Louis, Montana nach Chicago, Illinois

Auf unserer letzten Woche auf der Route 66 durchradeln wir mit Illinos den mittlerweile achten Staat auf unserer Tour: Der Radfernweg „Route 66“ teilt diesen abwechslungsreichen Staat diagonal von südwest nach nordost in zwei Hälften. Springfield, die Hauptstadt Illinois, mit seiner Lincoln-Bibliothek und dem Lincoln-Museum steht noch ganz im Zeichen des 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Auf unserem weiteren Weg druchradeln wir Bloomington, Pontiac und Wilmington, in dessen Nähe uns die Midewin National Tallgrass Prairie, eine riesige und geschützte Fläche natürlicher SCHILFGRASS-Prärie, zu einer Exkursion einlädt. In die „Windy City“ Chacago führt uns ein besonders reizvoller Abschnitt des Radfernweges, der direkt am Ufer des gigantischen Lake Michigan verläuft. Acht unvergessliche Wochen auf der Route 66 werden wir feierlich an der Buckingham Fontäne im Chicagoer Grant Park feiern – „We got our kicks on Route 66!“.

9. Reisewoche: Von Chicago, Illinois, Nach Dayton, Ohio.

Aus Chicago führt uns der Radweg USBR 35 mitten ins Herz des Mittleren Westen. Die Wege hier sind gesäumt von Feldern, auf denen Mais, Soya, Alfalfa und noch mehr Mais angebaut wird. Auf ruhigen Landstraßen fahren wir durch flache Landschaften bis nach Indianapolis. Von dort geht es auf dem USBR 50 in den Bundesstaat Ohio, wo wir in Dayton, Heimat der Fliegerpioniere Gebrüder Wright, einen Ruhetag einlegen.

10. Reisewoche: Von Dayton, Ohio nach Emleton, Pennsylvania

Über den berühmten „Little​​ Miami​​ River​​ Rail​​ trail“ verlassen wir das Flachland und erreichen wieder bergigere Gegenden: Die Landschaft Süd-Ost Ohios, West Virginas und schließlich auch Pennsylvanias ist von vielen Hügeln geprägt, und wir werden so manchen (steileren Anstieg) bewältigen. Durch den viel betriebenen Bergbau in dieser Region führen viele Straßen schnurstracks die Berghänge hinauf, anstatt diese zu umrunden.

Nach den etwas anstrengenden Etappen gönnen wir uns in Pittsburgh eine verdiente Pause. Die Stadt hat sich seit den Tagen in denen hier die Stahindustrie zu Hause war, zu einer spannenden Stadt mit einer belebten Kulturszene und regem Nachtleben gemausert. Auf dem Radfernweg Chicago – New York geht es dann für uns weiter gen Westen.

11. Reisewoche: Von Emleton, Pennsylvania nach New Hampton, New York

Auf unserer Strecke durch Pennsylvania radeln wir zu großen Teilen auf der Bike Route 5. Auch hier bleibt es hügelig und landschaftlich abwechslungsreich: Entlang von Bächen und Flüssen geht es durch die Appalachen. Wir druchkreuzen für eine kurze Strecke New Jersey, und folgen dann dem Delaware River über die Grenze in den Staat New York. Langsam aber sicher nähern wir uns dem Zeil unserer langen Reise!

12. Reisewoche: Von New Hampton, NY nach New York City

Um vom Tal des Delaware River ins Tal des Hudson zu gelangen, benötigen wir noch einmal die strammen Waden, die wir uns in den vergangenen Wochen antrainiert haben! Danach rollen wir triumphierend am Ufer des Hudson nach New York ein. Der Hudson River Greenway führt uns geradewegs zum Battery Park an der Südspitze Manhattans, wo wir die grandiose Aussicht über die Hudson River Bay auf Ellis Island mit der Freiheitsstatue genießen können.

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