Bootsausflug zum weltberühmten Nagelfelsen bei Phang-Nga

Ruhetagsausflug am 293. Radweltreisetag nach Khao Phing Kan bei Phang-Nga. Sonnig-heiß, nur wenige Wölkchen am Winterhimmel, > 30°C

Wir sind jetzt schon recht weit im Süden Thailands unterwegs. Bangkok ist bereits 800 km „hinter“ uns.
Die kleine Stadt Phang-nga liegt in der gleichnamigen Provinz und ist die Hauptstadt des Landkreises (Amphoe) Mueang Phang-nga und der Provinz. Hier wohnen etwa 10.000 Menschen.
Vor der Küste bei Phang-nga liegt eine der interessantesten Landschaften Thailands, mit malerischen Dörfern, weißen Kegelbergen, Mangrovenwäldern und wildem Dschungel.
Viel aufregendes gibt es im Ort selbst nicht zu entdecken.
Phang-nga profitiert vom Aufschwung Phukets, das ca 100 km südlich liegt und sich zu einem touristischen Zentrum im Süden entwickelt hat.
Der wahre Touristenmagnet liegt ein wenig außerhalb mitten im Wasser. Zentrum des touristischen Interesses ist die Insel Khao Phing Kan im Nationalpark Ao Phang-nga.

„Der Insel vorgelagert ist Khao Ta-Pu (Thai-wörtl. Nagelfelsen oder auch Nagel-Insel), eine Felsnadel, die als ‚James-Bond-Felsen‘ weltberühmt geworden ist. 1974 landete Roger Moore als Geheimagent ihrer Majestät im Film Der Mann mit dem goldenen Colt vor der beeindruckenden Kulisse der Insel.“
Wer sich nicht mehr erinnern kann oder da noch gar nicht geboren waren oder beides, sollte hier nachsehen:

Der markante vorgelagerte Felsfinger Khao Ta-Pu wird zwar am Ende des James-Bond-Films – natürlich! 😉 – spektakulär gesprengt und versinkt im Meer, ist heute aber immer noch zu besichtigen.
[https://de.wikipedia.org/wiki/Phang-nga; https://de.wikipedia.org/wiki/Khao_Phing_Kan]

Also satteln wir nach dem Frühstück mal nicht die Fahrräder sondern eine Art offenen Highspeed-Minibus, der uns zum Hafen bringt, wo wir in ein kleines Highspeed-Motorboot umsteigen. Ihr merkt sicher schon, wir sind auch ohne Fahrräder permanent im Geschwindigkeitsrausch.

Zwischenstopp an einem der Anlieger im auf dem Wasser gebauten Dorf Koh Panyee und eine Dreiviertelstunde Schlauchboot-Rundtour um und durch die Karstfelsen gegenüber. Wir müssen uns von den freundlichen jungen Männern paddeln lassen, denn nur sie kennen den „Weg“ über kleine Riffe unter Wasser sowie in die Felshöhlen hinein und hinaus.

Dann aber weiter zum Nagelfelsen. Oh Mann, gefühlte 10.000 weitere Touris hatten dasselbe Ziel … Da kommen sogar Boote aus Phuket mit Leuten herüber. Unsere kleine Gruppe paßte gerade noch so in den Selfi-Fotografier-Besucherstrom mit hinein.

Mittagspause mit üppigem und leckerem Thai-Mahl wieder im Dorf auf dem Wasser mit anschließendem Markt-Bummel. Dann waren aber alle doch schon ein wenig angemüdet und geschafft vom Tage. Schließlich sind wir alle nicht mehr die jüngsten!

Auf der Rückfahrt zum Hotel nahmen wir aber doch noch den kurzen Umweg, um die Suwan Khuha Cave mit dem Wat Tham Tempel und den 15 m langen liegenden Buddha darin anzuschauen. Hat sich gelohnt und die Affenbande ließ uns auch in Ruhe.

Abends zog es uns schon wieder in das nette Restaurant unter Palmen direkt am Wasser. Die Küche ist einfach exzellent!

Bilderbuch auf:

 

 

 

 

 

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Ab ins Karstland

292. Radweltreisetag, 105 km von Kuraburi nach Phang Nga, Vormittags heiß und schwül, Nachmittags mit Regen danach besser.

Es ging heute weiter die Main Road Nr. 4 runter. Allerdings öffnete sich hier das Land ein wenig und man hatte immer wieder mal die Möglichkeiten auf kleinere Routen auszuweichen.

Ich war etwas überrascht wie wenig hier los ist. Obwohl wir hier eingeschlossen sind von den thailändischen Touristen-Mega-Zielen: Phuket, Khaolak, Krabi, Surat Thani (Koh Samui, Koh Phangan) gab es auf dem Land kaum größere Ortschaften.

Dieser Teil des Südens hatte es allerdings auch schwer sich zu entwickeln. Es gab nie eine einheitliche Bevölkerungsgruppe und die Kriege mit Burma schnitten das Land immer wieder vom restlichen Siam ab. Erst durch den Tourismus wuchsen langsam die Städte. Aber auch sie dienten eben nur der Durchfahrt statt als Reiseziel.

So war auch die Mittagessenssuche nicht ganz einfach. Aber auch hier zeigte sich mal wieder, dass ein Besuch bei kleinen Familienbetrieben immer ein tolles Erlebnis für beide Seiten ist.

Unser heutiges Ziel Phang Nga liegt sehr idyllisch in einem engen Korridor flankiert von Karstfelsen gespickt mit kleinen und größeren Höhlen. Die Stadt hat nur das Pech auch dazu eine tolle Bucht, Krabi, Phuket und die Pipi Inseln nebenan zu haben. Wäre sie z.B. weiter im Landesinneren wäre sie garantiert überlaufen von Backpackern.

Die geographische Einschränkung führte auch dazu, dass sich die Stadt nur nach Norden und Süden ausbreiten konnte. So liegt eigentlich die ganze Stadt entlang der Hauptstr Nr. 4.

Unser Hotel lag am südlichen Ende der Stadt. Wir entschieden uns nicht durch die Hauptstraße einzufahren. Was sich als tolle Entscheidung herausstellte. Nahe an den Felswänden und entlang eines Kanals rollten wir entspannt ein, bevor wir dann auch schon am Hotel ankamen.

Als Bonus für die Lage etwas außerhalb war ein tolles Open-Air Restaurant mit entspannter Live-Musik wo keine einzige andere Langnase zu sehen war.

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Bundesstraße Nr. 4 (Petchkasaem Road)

291. Radweltreisetag, 130 km von Ranong nach Kuraburi, Vormittags heiß, Mittags etwas Regen, Nachmittags angenehm

Thailand hat 4 Haupt-Hauptstraßen, die alle von Bangkok aus in unterschiedliche Richtungen führen:
Die Straße Nr. 1, Phaholyotin Road, die nach Norden bis nach Chiangrai führt
Die Straße Nr. 2, Mittraphap Road, die in den Nordosten führt
Die Straße Nr. 3, Sukhumvit Road, nach Osten, die wir nach Trat von Kambodscha aus langgefahren sind.
Die Straße Nr. 4, Petchkasaem Road, die mit Abstand längste Straße Thailands (1310 km), die von Bangkok bis zur Malaysischen Grenze führt.

Auf dem Weg von Ranong runter nach Pang Nga gibt es nicht viele Routen. Genaugenommen nur eine: die Hauptstraße Nr. 4.

Bisher haben wir sie immer gut umfahren können. Mal rechts daneben, mal wieder überkreuzt. Heute gab es leider keine Alternativen, als die Hauptverkehrsader von Bangkok in den Süden.

Die Thailändische Crew war geschockt, dass wir das wirklich auf dem Fahrrad fahren wollten. Es wurden Maßnahmen ergriffen, dass möglichst viel Platz im Bus geschaffen wird, damit zur Not alle hätten in den Bus einsteigen können. Ich ließ mich davon natürlich anstecken und war etwas angespannt.

Die Strecke begann allerdings erstmal sehr sehr fahrradfreundlich. Ein vorbildlich gebauter Radweg führte uns gute 10 km aus der Stadt raus. Zugegeben, die Speedbumps und Spurentrenner waren eher hinderlich als hilfreich. Aber ein durchgängig beleuchteter Radweg raus aus der Stadt, der auch noch etwas abseits von der Straße langführt erfüllt mein Thailändisches Radfahrer-Herz mit Stolz! Da hat irgendwer was richtig verstanden. Klar ist es nur ein Anfang. Aber es ist ein guter Anfang mit den richtigen Ansätzen. Hut ab! Bitte weiter so!

Danach allerdings hört alles abrupt auf. Aus der 4 spurigen Hauptstraße mit Musterradweg wird eine 2 spurige Hauptstraße mit kleinem Seitenstreifen. Etwas gewöhnungsbedürftig war es schon nach all den Bilderbuchstrecken, die wir bisher hatten. Allerdings war die Strecke lange nicht so stark befahren wie befürchtet.

Und weil die Strecke heute noch nicht lang genug war, fuhren wir noch einmal einen Schlenker auf kleinen Wegen durch Palmenöl Plantagen. Dies war angesichts der sehr monotonen Etappe eine sehr willkommene Abwechslung und half uns ein wenig zu verschnaufen vom Kilometer abspulen.

Auch der kühle Regen machte dann noch den restlichen Weg wesentlich erträglicher. Irgendwann waren auch die 130 km geschafft und wir rollten ein im Kuraburi Greenview Resort. Eine tolle Ferienanlage hier mitten im Dschungel mit schönem See, Pool und Country Restaurant. Schade nur, dass man nach so einer Etappe so wenig davon hatte.

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Bilderbuchstrände und heiße Quellen

290. Radweltreisetag, Ausflug zu den Inseln vor Ranong oder zu den heißen Quellen, heiß & schwül wie immer mit ganz kurzem Schauer am Nachmittag

Ranong ist für 2 Sachen bekannt: heiße Quellen und kleine Inseln an der Grenze zu Burma.

Die Gruppe teilte sich auf und die einen wollten eine Bootsfahrt und die andere ließen sich zu den heißen Quellen führen.

Nach der gestrigen Etappe war mir nicht nach Strand und Meer. Ein wohltuendes Bad in heißen Quellen in naturbelassener Umgebung klang nach genau dem richtigen Programm. Die Knie schmerzten und wollten etwas Spa-Programm.

Nueng unser Fahrer fuhr uns zu den Quellen und legte sich auf die Bank. Wir zogen uns um und probierten alle Becken aus.

Die Anlage um die Pornrung Quellen ist wunderschön natürlich in die Umgebung eingebaut. Es fließt ein Bergfluss durch die Mitte der Anlage, wo man auf 3 verschiedenen Abstufungen schwimmen, plantschen oder sich von kleinen Knabberfischen abknabbern lassen kann. Drum herum sind 5 heiße Becken mit unterschiedlichen Wassertemperaturen angelegt. Alles sehr idyllisch.

Meine Waden genossen die Wärmebehandlung und zufrieden und tiefenentspannt ging es zurück zur Nudelsuppe in der Stadt. Danach machte jeder noch seinen Stadtbummel und genoss die freie Zeit.

Die Insel-Hopping Truppe kam dann später dazu und berichtete von den ruhigen weißen Puderstränden, dem klaren Wasser und der Sonne. Schien auch ein erfolgreicher Tag gewesen zu sein.

Ich gehe eher ungern zum selben Restaurant. Aber das gestrige ist halt wirklich schwer zu toppen. Wenn’s gut war, warum denn nicht.

Heute war ich knippsfaul. Bilder gestellt von Peter, Astrid und Maria. Vielen Dank!

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Thailändische Königsetappe

289. Radweltreisetag, 122 km von Chumphon nach Ranong, bisschen Sonne, bisschen Wolken.

Heute standen stolze Zahlen auf dem Programm. 120 km mit 1500 Höhenmetern. Wir wollten nun die Thailändische Meeresseite wechseln, von dem Golf von Thailand einmal rüber zum Andamanensee. Dazwischen liegt eine Gebirgskette die sich von oben einmal runterzieht und teilweise die Grenze zu Burma bildet.

Die gute Nachricht war, dass wir vorwiegend auf ruhigen Nebenstraßen durch das Gelände fahren sollten. Die schlechte, dass wir nicht wussten wie der Straßenbelag sein aussah. Angeblich sollten es befestete Straßen sein. Vielleicht waren diese auch mal fest. Heute jedoch leider nicht mehr.

Die Landschaft jedoch war ein Traum. Die Karstberge um uns herum deuteten darauf hin, dass auch hier einst das Meer die steilen Steinwände bedeckte. Dazu viel Grün, Gärten und Wälder. Das Octo Team ließ noch die Drone fliegen und bot noch einmal eine Perspektive, die man sonst nicht hat auf uns und die Umgebung.

 

Normalerweise haben wir bei so einer Streckenlänge gegen km 70-80 unsere Mittagspause. Heute mussten wir schon bei km 50 einkehren. Das könnte alles knapp werden. Aber ich war froh, dass das Begleit-Team hier mitten im Nirgendwo überhaupt etwas gefunden hat.

Viele Langnasen verirren sich vermutlich nicht hierher, schon gar nicht Rad fahrende. Die Begegnung mit der Familie die uns bewirtschaftete war toll. Einfachere Leute sind ja meist die offenherzigsten. Das ist ja überall auf der Welt ähnlich.

Der darauffolgende Pass hatte es in sich. Nicht unbedingt wegen seiner Höhe. Über 400 Meter lachen ja die abgebrühten Weltumradler. Aber bei einer Steigung von über 23% hätte man vielleicht eher eine Treppe statt einer Straße bauen sollen. Hoch kamen wir letztendlich alle. Aus eigener Kraft allerdings nur die Hälfte von uns.

Der Rest der Strecke war jedoch schnell abgespult und wir rollten noch im hellen in Ranong ein. Ein tolles Restaurant ließ sich abends einfach auftreiben. Alle thailändischen Fernsehsender waren wohl schon einmal hier. Wir bestätigen: beste Küche für faire Preise!

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Unter Monsunduschen nach Chumphon

288. Radweltreisetag, 92 km von Bang Boet nach Chumphon, erst schwül, dann Monsunregen, dann angenehme thailändische Wintertemperaturen.

Unsere Gastgeber der letzten Nacht waren fasziniert von uns komischen Radfahrern. Dabei sind diese keine seltene Spezies mehr in Thailand. Dennoch wollte die ganze Familie mit auf das heutige Gruppenfoto. Vielleicht komme ich ja mal wieder, wenn hier Walhai Saison ist (März bis Mai).

Unser heutiger Weg schlängelte sich immer weiter an der Küste entlang der offiziellen „Scenic Coastal Route“. Auch heute ließ sich das Meer immer wieder mal blicken. Doch der Horizont verdunkelte sich immer weiter und es wurde schnell klar, dass wir wahrscheinlich nicht im Trockenen ankommen werden.

Das eigentliche ausgesuchte Mittag-Strandblick-Restaurant wurde leider vom Sturm ausgespült und war immer noch im Wiederaufbau. Aber Essen zu finden in Thailand ist ja meistens nicht so schwer. Gute Garküchen gibt es fast an jeder Ecke.

Es dauerte nicht lange bevor die Wolken sich über uns entleerten. Aber wir nahmen die Zwangs-Eis-und-Kaffee-Pause dankend an.

Das letzte Stück führte noch einmal kreuz und quer durch kleine Vororte bevor wir in Chumphon einrollten, dem „Tor zum Süden“. Offiziell sind wir schon länger in den südlichen Provinzen. Aber auf dieser Höhe hat Thailand Zugang zu beiden Seiten des Ozeans: rechts den Golf von Thailand; links das Andaman Meer.

Viel Auswahl an Abend-Restaurants gab es nicht. Aber manchmal ist eben auch eine einfache Garküche die beste Wahl, die man treffen kann. Lecker war’s mal wieder!

Heute ist wieder der nächste Wechsel in unserer thailändischen Begleittruppe vollzogen worden. Irgendwie darf hier jeder mal ran. Haben wir so einen hohen Verschleiß an thailändischen Reiseleitern? Der Service stimmt ja. Aber man kommt kaum noch hinterher mit dem Namen. Top und Tim verlassen uns vorerst und werden ersetzt durch Äm und Jack. Äm ist Chef und Mitbegründer von Octo. Er wollte es sich nicht nehmen lassen auch mit der Welttournee mitzumachen. Macht sich ja ganz gut auf der Vita. Na dann, danke nochmal Jungs! Mit den Neuen werden wir auch noch fertig.

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Strandradwege und Sturmschäden

287. Radweltreisetag, 125 km von Prajuap Kirikan nach Bang Boet, heiß und feucht; Strandwetter eben.

Hatte ich schon erwähnt das Thailand tolle kleine Nebenstraßen hat? Heute hatten wir eine Menge davon. Ich bin leider noch in den Bus verbannt da nimmt man die Umgebung natürlich etwas anders war.

Unsere Route führte uns zuerst durch das Militärgebiet des 5. Regiments – quer über die Militärlandebahn. Es ist einiges los hier, denn heute ist Kindertag in Thailand. Die meisten Familien gehen dann mit ihren Kindern zu den Militärcamps, die Panzer- und Kampfjetshows veranstalten. Für uns etwas schwer nachvollziehbar, aber das versteht man hier unter Familienveranstaltung.

Wir fuhren weiter den Golf von Thailand runter. Thema Nummer 1 im Gespräch mit den lokalen Fischern war nach wie vor der Sturm. Es war alles nicht so schlimm wie vermutet. Aber trotzdem sind die Auswirkungen deutlich spürbar.

Die meisten Strände sind vollgespült mit Müll. Das kennt man eigentlich mittlerweile anders von Thailand. Aber wie man uns berichtet wird täglich immer noch neues angespült. So wird es noch ein Weilchen dauern, bis die Strände wieder postkartenfähig sind. Dennoch war es ein toller Weg, der immer wieder an schönen Strandabschnitten vorbei führte.

Auch unser heutiges Ziel Bang Boet ist an sich ein schnuckeliges Fischerdorf mit kleinen Resorts und Restaurants am Strand. Der Zustand besonders der unbefestigten Küste zeigt jedoch was für eine zerstörerische Kraft Naturgewalten haben können.

Dennoch gab es ein tolles einfaches Lokal am Strand mit guter frischer Küche. Nur den Karaoke-Mann mit dem Tuktuk hätte man vorbestellen müssen. Schade eigentlich…

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Wiedersehen macht Freude

286. Radweltreisetag, Bus Ausflug zur Phraya Nakorn Höhle, heiß und schwül um die 32 Grad.

Meine Fäden im Gesicht wurden gezogen und der Nasengips ist abgenommen. Nur für das Radfahren hat der Arzt noch kein grünes Licht gegeben. Ich bin auf jeden Fall froh wieder mit an Bord zu sein!

Für den heutigen Tag hatte ich mir eine Höhle ausgeguckt, die allerdings genau dort lag, wo gestern die Gruppe schon vorbeigefahren ist. Also hieß es in den Bus und zurück zu den 300-Spitzbergen Nationalpark, das thailändische Pendant zur trockenen Halongbucht, falls die Assoziation weiterhilft.

Stolz erzählte mir die Gruppe, wo was hier kommt auf dem Weg: Affen, Berge, tolles Restaurant. Die Rollen waren mal für einen Moment vertauscht. Ich fand es schön diesen tollen Teil der Strecke nachholen zu können, auch wenn es nur im Schnelldurchlauf mit dem Bus war.

Die Phraya Nakorn Höhle ist nicht direkt von der Straße aus zugänglich. Von dem Bang Pu Beach aus muss erst ein kleiner Hügel überwindet werden bevor denn der eigentliche Aufstieg zur Höhle beginnen kann. Der Wanderweg schlängelte sich am Berghang entlang und öffnete immer wieder den Blick auf die Bucht. Tolle Aussicht! Nur wir ahnten schon, dass wir es definitiv bereuen werden keine Badesachen mitgenommen zu haben.

Halbzeit bei der Wanderung ist eine tolle abgelegene Bucht des National Parks. Von hier ging es dann nochmal steil aufwärts zum Höhleneingang.

Sobald es von oben langsam in die Höhle hineinging ahnte man die Dimensionen. Eine alte Tropfsteinhöhle, dessen Dächer eingekracht sind öffnete sich immer mehr und plötzlich stand man vor einer unwirklichen Szenerie.

Rama V war ein Naturfreund und wollte diese Höhle besuchen. Nur ein kurzer Besuch reicht für einen König natürlich nicht aus. So ließ er ein Pavillon bauen, auf dem er sich in königlicher Manier in dieser tollen Umgebung ausruhen konnte. Geblieben ist dieser mystischer Ort, der durch den kleinen aber feinen Pavillon etwas Märchenhaftes ausstrahlt.

Zurück ging es dann nach dem Abstieg mit Boot und Bus. Den Hausberg am Stadtrand von Prajuap nahmen wir noch mit. Anscheinend ist dieser nur noch von Affen statt von Mönchen bewohnt. Mit gehörigem Respekt schlängeln wir uns durch die Affenmasse um unsere Panoramashots von oben zubekommen.

Abends nach einem guten Abendessen mit Live-Musik dann noch ein Spaziergang über den Abendmarkt mit Einführungskurs in thailändische Desserts. Es ist schön wieder dabei zu sein!

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Radeltag am Meer

285. Radweltreisetag, 115 km von Hua-Hin nach Prachuab Khiri Khan. Teils bedeckt, teils sonnig > 30°C

„Hier könnte ich länger bleiben“, stellte Maria in einer Radelpause fest. Wir standen am Strand, wenige Meter vom Meer entfernt. Die Wellen rauschten auf den Sand, kleine Bäumchen spendeten etwas Schatten, Vogelgezwitscher …
Mir waren unterwegs ähnliche Gedanken durch den Kopf gegangen, aber Strandurlaub ist eher nicht mein Ding. Auch dann nicht, wenn er wie von einem meiner Lieblingspoeten besungen ist. Text siehe unten.

Wir sind schließlich dann doch alle zusammen weiter geradelt.

Start am Morgen mit Begrüßung von Tim, unserem neuen Guide auf den weiteren Radelwegen und natürlich mit Stretching unter Anleitung von Troy. Der Trail aus der Stadt Hua-Hin hinaus zieht sich etwas hin, aber schließlich sagt mein Navi: „Sobald wie möglich nach links auf Radweg“. Na, schmunzle ich, was du alles weißt und die Frau hat sogar Recht! Parallel zur z.T. dicht befahrenen Straße ein exzellenter zweispuriger Radweg. Für unsere Spitzengruppe natürlich ein Radschnellweg… 😉
Leider ist der nach einigen Kilometern zu Ende, aber links von uns ist immer wieder und immer öfter das Meer zu sehen. Hey, so macht Radreisen echt Spaß. Da ist es egal, ob die Straße zwischendurch mal mitten Berge abzweigt, wenn sie dann wieder zurück „zum Strand“ führt. Siehe oben.
Die Fotos – siehe unten – erzählen ein wenig über die Highlights entlang der Wege.
Wir spulen den Tag routiniert ab, genießen die Mittagspause in einem netten Strandlokal und sind kurz nach 16 Uhr am Ziel.

Verspätet am Abend ist dann endlich Niti wieder da, verspätet, weil auch die Thailändische Eisenbahn nicht immer pünktlich ist. Frühere Könige, erzählten uns unsere Begleiter, haben so einiges in Deutschland abgeguckt und dann in Thailand eingeführt. Ich hoffe mal, das mit den Bahnverspätungen nicht auch noch. 😉






Hier noch der Lied-Text, den ich oben angedroht habe (ja ja, ich weiß, das „spielt“ nicht in Thailand):

Konstantin Wecker
Ich lebe immer am Strand

Du, ich lebe immer am Strand
unter dem Blütenfall des Meeres.
Du, ich sag ein Lied in den Sand,
ein fast vertraut imaginäres.

Und die Göttinnen Roms steigen herab zu mir,
voll von Welle und Gischt und nur mich im Visier.
Und wo die Campagna noch ein weiches Stück Erde hat,
da besteigen sie mich, und ich habe die ganze Stadt,
das ganze rötliche Rom, in meiner Schenkelgewalt.
Die Wölfin kauert sich an meine Göttergestalt.

Du, ich lebe immer am Strand
unter dem Blütenfall des Meeres.
Du, ich sag ein Lied in den Sand,
ein fast vertraut imaginäres.

Und die Dirnen der Stadt betten mich abends ein.
Ihre herrlichen Körper brechen auf mich herein.
Und aus den Ruinen strömen die Diebe zum Meer.
Aufruhr flammt auf, sie entbinden ein Aufwieglerheer.
Das ganze rötliche Rom halten die Diebe besetzt.
Die Wölfin schaudert sich und weitet die Augen entsetzt.

Du, ich lebe immer am Strand
unter dem Blütenfall des Meeres.
Du, ich sag ein Lied in den Sand,
ein fast vertraut imaginäres.

Meine schweigsame Hand wühlt sich zum Meer wie ein Tier.
Salz prasselt herab, und ich bin betört von mir.
Und tief aus dem Wasser steigen Galeeren empor,
Päpste am Kiel, um die Masten ein Trauerflor.
Das ganze südliche Meer breitet sich aus in der Stadt.
Die Wölfin heult und sinniert, was sie wohl falsch gemacht hat.

Du, ich lebe immer am Strand
unter dem Blütenfall des Meeres.
Du, ich sag ein Lied in den Sand,
ein fast vertraut imaginäres.

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5-Sterne-Aussichten und Nachtmarktbummel

Bilderbuch am 284. Radweltreisetag vom Ruhetag in Hua-Hin. Sonnig-schwül-heiß bei > 30°C

Bei einer so langen gemeinsamen Reise in einer Gruppe nutzen wir Radlerinnen und Radler ab und zu individuelle Freiräume und nehmen uns auch ab und zu persönliche, individuelle Reisefreizeit.
Wir treffen uns aber nach dem späten Frühstück zunächst fast alle zu der von Troy angebotenen kurzen Radrundtour mit Blick von oben auf Hua-Hin. Die Straße zum 5-Sterne-Blick hat es dann aber in sich. Sie schlängelt sich im Rampenformat mit bis zu 13% aufwärts. Da bleibt kein Trikot und keine Stirn trocken.

Dafür ist der 5-Sterne-Blick ein gerechter Lohn für die schweißtreibende Mühe.
Schöner Park, da oben u.a. mit einem Denkmal für den wohl für Ewigkeiten hoch verehrten Rama VII.

Die Affenbande, vor deren Dreistigkeit wir mehrfach gewarnt worden waren, verhielt sich eher zurückhaltend, behielt uns aber bis zur Abfahrt stets im Auge.
Auf der anderen Seite des Berges mit 45-55 km/h wieder runter in die Stadt und zurück zum Hotel.
War nett.

Individuelles Relaxen, Shoppen, Strandbummeln, Paket nach Hause schicken, Wäsche vom Laundryservice zurückholen, Bloggen etc. pp. am Nachmittag.

Abends als Dreier-Kleingruppe mit OCTO-Van-Hilfe zum Nachtmarkt und zurück. Wir hatten viel Spaß.

Wir wollen morgen schon 8 Uhr losradeln, um den kleinen Rest Morgenfrische auszunutzen. Bis Prachuab sind es 112 km. Also müssen weltradelnde alte Leute rechtzeitig ins Bett.
Wir werden außerdem eine weniger sein. Karin hat sich heute gen Heimat verabschiedet. Prima, daß Du dabei warst. Tschüß und komm gut nach Hause!

Trotz wunderbarer Betreuung durch das OCTO-Team, wir freuen uns schon sehr darauf, daß Niti morgen Abend wieder bei uns sein wird. 🙂







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