Raus aus 29 Mio Menschen ( Jakarta Metropolregion)

328. Radweltreisetag, Jakarta – Cibodas, from heavy traffic to heavy rain

Die meisten der Gruppe entschieden aus Jakarta per Rad auszufahren. Nach einer schönen Dämmerung verließen wir das Hotel früh, doch anders wie in Malaysia war schon sehr viel los auf den Straßen. Nach einigen Kilometern fuhren wir zeitweise sogar auf einem Radweg, leider etwas unpraktisch, dass wir bei jeder Kreuzung die Räder über eine Barriere heben mussten. Gerechnet hatte ich damit, dass der Verkehr nach 25 Km ruhiger wird. Das stimmte, aber richtig ruhig wurde es erst als wir den Aufstieg nach Cibodas nahmen, also nach 40 Km. Der Verkehr, die und das Problemchen bei den Rädern verhinderten, dass wir schnell voran kamen. Ab dem Aufstieg war es wirklich ruhig und idyllisch. Der Himmel wurde aber wie dunkler und wir hatten immer noch mehr wie 25 Km vor uns. Der Truck schien nicht groß genug um alle Fahrräder aufzuladen. Um 15:30 entschied ich den ersten Teil der Gruppe per Bus in unsere Unterkunft zu schicken und später uns abzuholen, es lagen bloß noch 25 km vor uns.

Leider hatten wir wenig Zeit die Schönheit der Landschaft zu genießen. Bald zog sich der Himmel zu und ein tropischer Regen brach über uns. Nach einer kurzen Regenpause schafften wir noch ein paar Höhenmeter, doch dann fing es erneut an zu regnen. Jetzt aber noch stärker, bald wurde es auch dunkel und nach einigem Blitz und Donner wurde es ganz Dunkel, der Blitz erwischte die Stromversorgung, wir saßen zwar im trockenen aber es war zappenduster. Ab und zu passierte ein Auto und wir konnten beobachten, wie die Sintflut immer höher wurde. Gegen 19 Uhr bekam ich die Meldung, dass der Bus mit dem ersten Teil der Gruppe in der Unterkunft angekommen ist. Über zwei Stunden für 25 Kilometer? Eckhard meinte die Straße sei schlecht. An einem Straßenstand hatten wir bei Kerzenlicht Tee und indonesische Pfannkuchen. Die Pfannkuchen (Martabak) sind mit Erdnüssen, Kondensmilch und Schokostreusel gefüllt, gefühlte 10’000 Kalorien pro 100 Gramm. Stunden später kam der Bus und brachte uns in unsere Unterkunft. Die Straße war nicht nur schlecht, nein sie war kaum mehr vorhanden. Die Schlaglöcher dieser „Straße“ müssten problemlos vom Mond aus gesehen werden. Die Stimmung der Gruppe schwankte zwischen entsetzen und einem hysterischen Lachen. Um 23:30 erreichten wir erschöpft aber glücklich unsere Unterkunft in Cibodas.

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