Die Straße(n) von Malakka

Extra-Melaka-Bilderbuch
vom gemeinsamen Stadtrundgang am 10.2. (316. Radweltreisetag)
und vom individuellen Bummel am 11.2. (317. Radweltreisetag)

Andres hat die wichtigsten Highlights in „Srivijaya, Portugiesen, Holländer, Engländer, Weltkulturerbe Malakka“ genannt.
Was wir in Kuala Lumpur ein wenig bedauerten, nämlich zu wenig Zeit für die Stadt zu haben, gleicht sich hier mehr als aus.
Ja, es lohnt sich wirklich „Malakka auf eigene Faust zu entdecken“. Wir, also Astrid und ich, haben zusätzlich zur gemeinsamen mehrere eigene Entdeckungsfäuste unternommen und daraus ist wieder ein dickes Bilderbuch geworden.

Malakka (malaiisch Melaka, englisch Malacca) ist eine Küstenstadt im gleichnamigen Bundesstaat auf der malaiischen Halbinsel im Westteil Malaysias. Nach der Stadt ist die Malakkastraße benannt.
Auf dieser stehen sich Frachtschiffe aller Größen im Stau den Bug in den Bauch. Wir konnten das unterwegs beim Radeln nach Melaka gut beobachten.
Die Meerengezwischen der malaiischen Halbinsel und der Insel Sumatra war von jeher zwingende Durchfahrt für die Handelsschifffahrt von Indien nach China. Nach Schätzungen aus dem Jahr 2006 passieren täglich rund 2000 Containerschiffe diese Schlagader des Welthandels.

Malakka hat etwa 370.000 Einwohner. Der Hafen spielt nur noch für die Küstenschifffahrt eine Rolle, da er für Überseeschiffe nicht genügend Tiefgang aufweist. Malakka wird seit 2008 gemeinsam mit George Town auf der Liste der Weltkulturerbe der UNESCO geführt.
Malakka bietet einen natürlichen Hafen, der von einem Ring kleiner Inseln vor Stürmen geschützt ist. Der Malacca River teilt die Stadt in zwei Hälften. Die Umgebung von Malakka war einst von tropischem Regenwald bedeckt, der heute jedoch Plantagenwirtschaft gewichen ist. Im Hinterland von Malakka finden sich des Weiteren reiche Vorkommen an Zinn.

[https://de.wikipedia.org/wiki/Malakka; https://en.wikipedia.org/wiki/Malacca_City; https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fe_von_Malakka; https://wikitravel.org/de/Malakka; https://www.tripadvisor.de/Tourism-g306997-Melaka_Central_Melaka_District_Melaka_State-Vacations.html]

Entdeckungsfaust 1: Altstadtstraßen
Andres hatte seine Beziehungen spielen lassen und einen ihm schon bekannten „local Guide“ engagiert, den wir uns aus der Gruppenkasse auch gut leisten konnten: Rund 43 RM pro Nase. Er kam auch schon eine gute halbe Stunde vor dem geplanten Start zum Hotel und stellte sich als Oliver vor (auf seinem „Licensed-Tourist-Guide-Badge“ steht Ho Ah Hoon). Mehr als 3 Stunden vermittelte er uns ein Riesenpaket Geschichte über Melaka. Wehe, jemand fragt uns detailliert ab. Das konnte (und wollte) sich keine(r) alles merken. Spannend und interessant war es aber allemal! Eine turbulente Geschichte als Spielball der Kolonalisatoren aus Portugal, Holland und Britannien, die in den Gassen, an den Häusern sowie den Tempeln und Kirchen ihre Spuren hinterlassen hat.
Übrigens, in einem 4,2 Quadratkilometer großen Teil der Stadt Malakka gilt seit 15. Juni 2011 ein generelles Rauchverbot. Die Verwaltung versucht so die Luftqualität zu verbessern und bestraft Verstöße mit Strafen in Höhe von 300 Ringgit (75 Euro) bis 5000 Ringgit (1250 Euro).
Netter Versuch. Die unendlichen Autoschlangen, gewürzt mit gefühlt hunderten Mopeds und Motorrädern drumherum machen das locker wieder zu Nichte und den Bummel durch die Straßen eher zur Last als zu einer Lust. 🙁


Temple_Monks_singing

Entdeckungsfaust 2: Die Wasserstraße mitten in der Stadt / Bootsfahrt mit Melaka River Cruise
Die Dreiviertelstunde den Fluß hinauf und wieder hinab ist die 30 RM pro Nase allemal wert. Man(n) kommt bequem voran, erfährt noch ein wenig mehr über die Stadt und kann das voll auf Touristen-Hotspot getrimmte Ufer links und rechts genießen.
Der Uferweg links und rechts sowie das „alte Living Village“ sind eine willkommene Anregung für den Bummel am nächsten Tag.
Wir schauten auf dem Rückweg zum Hotel auch noch in das nachgebaute (Museums-) Segelschiff hinein. Interessant aufbereitet.

Bootsfahrt

Zwischenfaust: Radelpflege! Die war schon lange überfällig. Endlich sind wir Gerhards dringender Empfehlung gefolgt und „opfern“ den Montagvormittag. Ölwechsel bei den Rohloff-Speedhubs. Die letzte war bei Reise-km 8191 in Tulun, wir sind aktuell bei Reise-km 24719. Dazu, wo nötig, die Magura-Bremsgummis gewechselt. Ich hab jetzt meine dritten drin. Die zweiten schliffen sich seit Ankam (Reise-km 13282) ab.
Schräubchen nachgezogen, Rahmen ein wenig entstaubt etc. pp. Alles wieder soweit paletti.

Entdeckungsfaust 3: Die Königspalast-Kopie und am Flußufer entlang.
Da war beim Rundgang mit Oliver Neugier auf mehr geweckt worden.
Der Nachbau des Sultan-Palastes mit schönem Garten davor ist den Besuch wert und vermittelt einen kleinen Überblick über das Leben der Herrschenden und die politischen sowie Handelsbeziehungen zu nahen und fernen Nachbarländern.
Ein wenig Geschichte atmet auch das „lebende“ Museumsdorf am Flußufer. Schmucke Häuschen, einladende Homestays … In der Hitze des Tages waren wir aber so ziemlich allein und einsam dort unterwegs.

Drei Abende in Malakka – davon müssen einfach auch die schönsten Fotos ins Bilderbuch:

Dreimal noch auf Radeltour – dann sind wir in Singapur! 😉

Srivijaya, Portugiesen, Holländer, Engländer, Weltkulturerbe Malakka

316. Radweltreisetag,  Malakka, Stadtrundgang

Malakka hatte durch die Jahrhunderte eine bewegte Geschichte. Schon im Altertum war Malakka ein Umschlagplatz von Waren zwischen dem Osten und Westen. Die Chinesen hielten die Stadt quasi als Kolonie. Im 15 Jahrhundert gründet ein Srivijaya Fürst aus Sumatra nach seinem Übertritt zum Islam das Sultanat Malakka. ca. 100 Jahre später landen die Portugiesen in Malakka. Die Portugiesen werden ein weiteres Jahrhundert später von den Holländern abgelöst und jene schließlich von den Briten, die bis zur Unabhängigkeit im Jahre 1957. All diese Besatzer hinterließen viele Spuren in Malakka in Architektur, Kultur und Küche.

Unser Stadtspaziergang startete in der Harmony Street, hier befinden sich friedlich nebeneinander drei Weltreligionen: Buddhismus, Islam & Hinduismus.  Erst der buddhistisch – taoistischer Cheng Hoon Teng Tempel, dann die Kampung King Moschee und zuletzt der Sri Poyyatha Vinayaga Moorthy Hindu Tempel. Südlich des Malakkarivers befanden sich die administrativen Bauten der Kolonialbehörden und die katholische Kirche der Portugiesen.

Auch lohnt es sich Malakka auf eigene Faust zu entdecken immer wieder stößt man auf wunderbare Street Art und andere Überraschungen.

Gute Zeiten – Schlechte Zeiten

315. Radweltreisetag, Port Dickson – Malakka

Gute Zeiten – Schlechte Zeiten! So könnte man die Strecke heute am besten beschreiben. Erst Hauptstraße, am Morgen noch nicht so befahren, dann am Meer entlang durch Fischerdörfer und schlussendlich wieder zurück auf die Hauptstraße, jetzt aber mit viel mehr Verkehr. Zum Glück ist die Strecke heute etwas kürzer. Trotzdem hat’s für 3 Plattfüße gereicht.

Auch in Malakka merken wir wieder, dass immer noch „Chinesisch Neujahr“ ist. In der Jonker Street gibt es kaum ein Durchkommen. Das Nachtessen im Hawker Center ist lecker und günstig wie immer. Überhaupt ist Malakka nachts in ein Meer von Licht und Farben getaucht. Die Malakkabrücke und entlang dem Malakkariver ist alles farbig beleuchtet. Dazu kommen noch X Rikschas die kitschiger als kitschig verziert und beleuchtet sind, den Chinesen gefällts.

 

 

 

 

Wir fahrn fahrn fahrn … Radeln in Malaysia …

… Radeln in Malaysia – Astrids Anmerkung zum 314. Radweltreisetag

Ist ein Radelurlaub in Malaysia weiter zu empfehlen? Inzwischen haben wir ja einige Etappen bewältigt und können vielleicht unsere Eindrücke zusammenfassen.

Erstes Fazit: 90% der Moped- und Autofahrer würden in Deutschland keinen Führerschein bekommen oder wären ihn schnellstens wieder los. Rücksichtnahme ist hier eher ein Fremdwort.

An den Linksverkehr haben wir uns ja schon in Thailand gewöhnt. Aber auch dort war es schon nicht so eindeutig mit dem Linksverkehr: Auf dem Seitenstreifen oder auch auf der linken Fahrbahn kann dir immer wieder ein Moped (auch mit Seitenwagen, manchmal sogar ein Auto) entgegen kommen. Da muss man vor allem in der Gruppe höllisch aufpassen. So ist ja auch Nitis Unfall passiert, der gegen das Gestänge eines entgegenkommende Seitenwagens geprallt ist.

Fahrradwege haben wir eigentlich nur in Kuala Lumpur gesehen, aber sie haben uns nicht viel genutzt. Wo vorhanden und möglich fahren wir also auf dem Seitenstreifen, teilweise im brüllendem Verkehr. Vor allem die überall präsenten Mopeds tanken interessanten Treibstoff, sind möglichst tuned und heulen bei jedem Start kräftig auf. Die fahren an uns links und rechts vorbei oder schlängeln sich auch zwischen uns hindurch, um sich dann kurz noch umzudrehen und uns ein freundliches „Hallo“ zuzurufen. Meist sind wir dann weniger begeistert.

Aber das mit dem Hindurchschlängeln durch die Fahrradgruppe machen auch die Autofahrer sehr gern. Schließlich haben sie ja viel Geld ausgegeben, um jetzt die Stärkeren zu sein. Jeder von uns hat da seine individuellen Erlebnisse, bis hin zum Crash mit einem Motorrad, das trotz deutlicher Anzeige, dass wir rechts abbiegen, noch unbedingt überholen wollte und nur durch mein Vorderrad gebremst wurde. Da hat sich wieder gezeigt, dass wir stabile Technik fahren. Dem Rad und mir ist fast nichts passiert. Nur meine Uhr hat es erwischt.

Zu den manchmal wirklich schwieriges Verkehrsverhältnissen kommt die Mittagshitze. Von ca. 12 – 15 Uhr ist es knallend heiß (> 40 Grad), der Asphalt gibt die Hitze zusätzlich ab, meist ist überhaupt kein Schatten mehr auf der Straße und wenn dann noch ein Bus, wie ein großer heißer Ofen an dir vorbei fährt… Spaß sieht doch anders aus. Da hilft nur trinken, trinken, trinken, ein Handtuch in Eiswasser tauchen und in den Nacken legen und auf ein bißchen Abkühlung nach 15 Uhr hoffen.

Schön, dass es auch ein paar Etappen auf ruhigen Straßen, teilweise durch den Urwald oder durch kleine Fischerdörfer am Strand entlang gab. Das entschädigt ein wenig. Aber man muss schon stressresistent sein für’s Radeln in Malaysia.


Kleine „statistische“ Ergänzung von Astrids und meinem „Lezyne-GPS“ am Fahrradlenker:
8.2.2019
Elapsed Time: 08:39:00
Timer Time: 06:02:38
Distance: 110.19 km
Avg Speed: 18.23 km/h
Max Speed: 51.22 km/h
Ascent: 913 m
Descent: 969 m
Max Elevation: 100 m
Min Elevation: 3 m
Avg Temperature: 33 °C
Max Temperature: 42 °C
Calories: 2,959 kcal

9.2.2018:
Elapsed Time: 06:42:55
Timer Time: 04:10:49
Distance: 75.02 km
Avg Speed: 17.95 km/h
Max Speed: 39.63 km/h
Ascent: 456 m
Descent: 465 m
Max Elevation: 73 m
Min Elevation: 2 m
Avg Temperature: 37 °C
Max Temperature: 45 °C
Calories: 2,233 kcal

Wir fahrn fahrn fahrn auf der Autobahn…………………………………..

314. Radweltreisetag, Kuala Lumpur – Port Dickson

Die deutsche Ur-Elektro Band „Kraftwerk“ hat 2 Alben produziert die zum heutigen Tag passen: Autobahn & Tour de France.

Autobahn: https://www.youtube.com/watch?v=e11h73WhqK4

Tour de France: https://www.youtube.com/watch?v=LTZyXlLhvxs

Kraftwerk wurde 1974 mit dem Hit „Autobahn“ weltberühmt, es war auch die erste Band, die mit Elektropop in die Charts kam. 10 Jahre später kam das Album „Tour de France“. Kraftwerk sind übrigens begeisterte Radfahrer und fahren locker 200 km Etappen.

Nun aber was hat das mit der heutigen Etappe Kuala Lumpur – Port Dickson zu tun? Also erstens hat die Straße manchmal eher einer Autobahn geglichen wie einem Radweg und, na ja, eben wir fahren Rad wie auf der Tour de France auch. Also heute war voll ein Kraftwerk Tag!

 

Das liegt aber nicht am Routing, alle Straßen Rund um KL seien verrückt und gefährlich, meinte unserer Radguide „Sandra“ in Lankawi, die aus Kuala Lumpur kommt. Und sie kennt Radfahren in Malaysia bestens, siehe ihr Buch: „Pedalling Around the Peninsula by Sandra Loh“

Trotzdem, einige schöne Momente hatte es schon noch, auch einige bizarre, so sind wir heute am „Malaysian Nuclear Agency“ vorbeigefahren, ich kann nur sagen: „Strahlende Aussichten“.

 

Abends aber dann der Blick übers Meer war wunderschön und hat uns entschädigt für vieles.

KL, aber leider nur ein Tag …

Extra-Bilderbuch zum Ruhetagsausflug am 313. Radweltreisetag in Kuala Lumpur

Andres hat in „Chow Kit Markt, National Moschee, Jamek Moschee und andere Sehenswürdikeiten“ die Höhepunkte des Vormittags genannt. Astrid und ich sind dann von der alten Jamek Moschee noch weiter durch die nähere Umgebung gebummelt, haben dabei jede Menge Fotos eingesammelt und die schönsten ins Bilderbuch unten geklebt.

Die Stadt hat was faszinierendes mit ihrer kulturellen und religiösen Vielfalt und ihrem pulsierenden Leben bis tief in die Nacht. Eine Hauptstadt, die zu den meist besuchten der Welt gehört.

Ich hatte Andres nach der Bedeutung des Namens gefragt, weil wir schon viele Städtenamen auf unseren Radelwegen gelesen hatten, die am Anfang Kuala heißen. Das bedeutet, daß dort ein Zusammenfluß von Flüssen ist. Hier in Lumpur fließen die zwei zur Zeit recht braven und kleinen Flüßchen Gombak und Klang zusammen.

„Kuala Lumpur (in Jawi كوالا لومڤور) heißt übersetzt schlammige Flussmündung und ist die Hauptstadt Malaysias.
Die als Bundesterritorium verwaltete Stadt ist Malaysias administratives, kulturelles und ökonomisches Zentrum und Mittelpunkt der größten Metropolregion des Landes. Von den meisten Bewohnern wird sie einfach „KL“ genannt. In der pulsierenden Millionenmetropole sind vielerlei Kulturen und Religionen vertreten, man sieht Minarette der Moscheen, christliche Kirchtürme, chinesische Pagoden und indische Tempel in der gesamten Stadt. Jährlich besuchen bis zu elf Millionen Touristen Kuala Lumpur.
Neben den Bauten aus der architektonischen Vergangenheit der Stadt prägen Hochhäuser (vor allem im Bankenviertel) als Zeichen des Fortschritts Kuala Lumpurs das Stadtbild. Die Stadt bedeckt eine Fläche von 243,65 km² und hat 1.588.750 Einwohner (Stand 2010), womit sie vor dem zur Metropolregion Kuala Lumpur gehörenden Subang Jaya größte Stadt Malaysias ist. …
Laut dem malaysischen Zensus des Jahres 2010 stellen Buddhisten 35,7 %, Muslime 46,4 %, Christen 5,8 %, Hindus 8,5 % der Stadtbevölkerung. Hinzu kommen Konfuzianer und andere Religionen. Kuala Lumpur ist Sitz des römisch-katholischen Erzbistums Kuala Lumpur. “
[https://de.wikipedia.org/wiki/Kuala_Lumpur]
Die Stadt will rasant weiter wachsen und in wenigen Jahren 2,5 Millionen Einwohner haben, erfuhren wir unterwegs in der „City Gallery“. Am Stadtmodell dort sind schon viele weitere und noch höhere geplante Wolkenkratzer markiert.

Wir haben leider nur einen einzigen Tag für diese Stadt und keine Chance, alle ihre Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Die Liste ist ja auch nicht gerade kurz:
Petronas Towers (die höchsten Zwillingstürme der Welt), Menara Kuala Lumpur, Dataran Merdeka oder Merdeka Square (Platz der Unabhängigkeit, der Fahnenmast war mit einer Höhe von 100 Metern ehemals der höchste Fahnenmast der Welt. ), das Sultan Abdul Samad Building, die Istana Negara (Residenz des malayischen Königs), die Lake Gardens, das Sportstadion (Stadium Merdeka, Stadion der Unabhängigkeit), der alte Bahnhof (Kuala Lumpur Stesen Keretapi im victorianischen Architekturstil wurde 1911 fertiggestellt – da waren wir kurz ‚reingucken), das Nationaldenkmal (Tugu Negara) …

Auf dem täglichen „Chinese Night Market“ in Chinatown schwelgten wir gestern schon beim Abendessen..
Den Menara Kuala Lumpur (mit 421 m siebthöchster Fernsehturm der Welt) haben wir uns allerdings vor allem aus Kosten-Nutzen-Vernunftgründen zugunsten eines üppigen Abendessens heute im „Opium Eat-Drink-Man-Woman“ geschenkt.

Solltet ihr auch mal hier vorbeiradeln, nehmt euch mindestens 2 Wochen Zeit für die Stadt. 😉

Preisfrage an die Blogleser/innen-Gemeinde: Was ist ein Condominium? Wer war schon mal in einem drin? Hat da etwa jemand frivole Hintergedanken? Wer innerhalb der nächsten 10 Minuten die richtige Antwort als Kommentar postet, gewinnt einen Classic Mojito im Verdant Hill Hotel Kuala Lumpur. 😉
Bitte im Zimmer 1502 klingeln.

KL-Extra-Bilderbuch auf:
Nachtrag zu gestern (6.2.) …


… und vom heutigen Bummel


 

„Condominium“
Tja, so schnell sind 10 Minuten ‚rum. So blieb der Mojito leider unbestellt …
Ein Condominium ist nix schlüpfriges, sondern einfach ein Haus mit Eigentumswohnungen.
British: freehold flat / american: condominium.
[https://de.wiktionary.org/wiki/Eigentumswohnung;https://en.wikipedia.org/wiki/Condominium ]

Chow Kit Markt, National Moschee, Jamek Moschee und andere Sehenswürdikeiten

313. Radweltreisetag, Kuala Lumpur – Ruhetag

Heute morgen ist fast Ausschlafen angesagt, seit langem nicht mehr bei Dunkelheit aufstehen. Als erstes besuchen wir den „Chow Kit Markt“, einen Markt für Gemüse, Früchte, Fisch und Fleisch und vieles mehr. Es ist einer der größten und farbigsten Märkte in Malaysia. Als nächstes besuchten wir die National Moschee, ein Gebäude an dem klar erkennbar ist, dass es in den sechziger Jahre erbaut worden ist: Beton, modern und kantig! Ganz anders nachher die Jamek Moschee deren Architektur viel traditioneller ist. Neben Wolkenkratzern gibt es immer noch viele historische Gebäude in Kuala Lumpur wie z.B. den alten Hauptbahnhof gleich neben der National Moschee.

Autobahn und Tempel und Chinesisch Neujahr in Kuala Lupur

312. Radweltreisetag, Rawang – Kuala Lumpur, heiss hier

Heute nur 31 km zu fahren, trotzdem, die hatten es in sich! Die Straße erinnert zum Teil immer wieder an eine Autobahn. Leider habe ich davon keine Bilder, da ich zu beschäftigt war mich auf Verkehr, GPS und Gruppe zu konzentrieren. Dank einiger Änderungen am Track konnten wir die „Autobahn“ auf ein Minimum beschränken und erreichten so schnell die Batu Caves. Wegen Unterhaltsarbeiten war die Naturhöhle leider geschlossen, aber die Höhlen, welche die Hindu Tempel beherbergen, sind auch sehr eindrücklich.

Unterwegs nach Kuala Lumpur sahen wir dank chinesischem Neujahr an der Straße einen Löwentanz. Vor dem Einchecken ins Hotel besuchten wir noch den Guan Yu Tempel, ich habe diesen sonst eher ruhigen Tempel noch nie so busy gesehen, das erste Bild zeigt den Tempel nicht an Chinesisch Neujahr, die zwei weiteren Bilder jetzt an Chinesisch Neujahr.

 

Erst Urwald dann Urban Jungle

311. Radweltreisetag, Frasers Hill – Rawang, erst kühl, dann Bullenhitze

Auf dem Frasers Hill hat es verschiedene Jungle-trails. Der einfachste und kürzeste (Hemmant Trail) ist in 45 Minuten bewältigt, trotzdem aber sehr schön. Der Bishop Trail versprach interessant zu werden, konnten wir doch länger dem Geschrei / Sing-Sang der Schwarzen Gibbons lauschen. Leider war der Trail danach durch einen umgestürzten Baum blockiert. Zu kurz waren wir dort, ich hätte problemlos 3-4 Tage in den Wäldern vom Frasers Hill verbringen können.

Die Abfahrt vom Frasers Hill war nicht minder schön wie der Aufstieg. Beeindruckend war zum Beispiel auch dieser „Mikado Bambus“, den habe ich noch nie vorher gesehen. Bis zum Mittagessen genossen wir die Fahrt Richtung Rawang. Die letzten 30 Kilometer waren anstrengend, viel Verkehr und wie im Untertitel erwähnt eine Bullenhitze.

 

Frasers Hill, wieder in die Berge

310. Radweltreisetag, Kuala Lipis – Frasers Hill, wieder kühler

Das früh Aufstehen wird durch ein tolles Schauspiel von Sonnenaufgang und Nebelschwaden über Kuala Lipis belohnt. Auf dem Dach vom Hotel war es ganz spektakulär. Dann aber wieder früh losfahren. Damit vermeidet man etwas Hitze und potenzieller Nachmittagsregen gegen 5 Uhr. Die ersten Kilometer bleiben ruhig, aber gegen Mittag erreichen wir die Ost-West Verbindungsstraße und es ist chinesisch Neujahr. In Raub kurz vor der Abzweigung zum Frasers Hill ist Stau. Zum Glück wollen nicht alle auf den Frasers Hill und wir haben eine der schönsten Strecken in Malaysia fast für uns alleine. Man hört kaum Motoren, dafür umso mehr Vögel und Affen.

Insgesamt sind es über 1.400 Höhenmeter, aber verteilt auf viele Kilometer und im Schatten eines wunderschönen Waldes, was einem fast vergessen macht, dass man dabei ist Höhe zu gewinnen und Rad zu fahren. Gegen 5 Uhr Nachmittags bin auch ich oben. Oben treffen wir noch eine Gruppe malaiischer Radfahrer mit denen wir uns nett unterhalten. Es ist klar kühler hier oben auf dem Frasers Hill, aber nicht sooo unangenehm kalt wie auf den Cameron Highlands. Auch ist es viel kleiner, ein Dorf mit vorwiegend älteren Kolonialgebäuden, nicht das städtische wie die Cameron Highlands. Chinesisch Neujahr verläuft außergewöhnlich ruhig hier, ohne Feuerwerk und Kracher wie in den großen Städten.