Bukit Bendera & Kek Lok Si

302. Radweltreisetag, Besteigung vom Penang Hill und Besuch der größten Pagode von Südostasien

Penang ist bekannt als Unesco Weltkulturerbe, aber der Bukit Bendera (Penang Hill) hat auch einen Regenwald, der 130 Mio. Jahre alt ist. Auf den Berg führt eine Drahtseilbahn, der Aufstieg zu Fuß ist anstrengender, aber viel schöner und interessanter. Neben der Flora des Dschungels können verschiedene Schmetterlingsarten, Makaken und der Südliche Brillenlangur (Trachypithecus obscurus)  gesehen werden. Nach 3 Stunden Aufstieg hat man 700 Meter an Höhe gewonnen und erreicht die Bergstation den Bahn. Hier ist es voller einheimischer und ausländischer Touristen. Für uns heißt das ein kurzer Lunch und mit der Bahn zurück nach Penang. Dort besuchten wir Kek Lok Si, die größte buddhistische Pagode in Südostasien. Eine wahrhaft imposante Anlage. Begonnen wurde mit dem Bau vor fast 130 Jahren und es wird immer noch gebaut und erweitert.


Langkawi – Penang … kleine Ergänzung mit Meer und mehr Kilometern

301. Radweltreisetag, Transfer per Bus & Boot, schön & kalt (Aircondition)

Wir hatten am Morgen einen entspannten Vor- und Nachfrühstücksspaziergang durch die noch völlig unbelebte Touristenmall. „The Cabin“ war ja nur zum Schlafen da.
Von der einen Insel (Langkawi) bis zur nächsten (Penang Island) waren es dann aber immerhin 141 Reisekilometer, siehe Track unten.
Na klar, kann man(n) die u.U. nicht radeln. Entfernungsmäßig allemal. Da hatten wir schon längere Kanten auf dieser Reise vor und dann hinter uns.
Schwierig wird es, wenn da Wasser dazwischen ist. Nein, nicht überflutete Straßen. Die schrecken uns auch nicht. Aber wenn es viel mehr ist, also Meer? Da soll es ja vor längerer Zeit einen gegeben haben, der das zu Fuß bewandert haben soll (Zeitzeugen gibt es leider keine mehr 😉 ), aber mit einem Fahrrad? Lösung: Transfer per Boot. Andres hat es beschrieben.
Sooo kühl war dann der Passagierraum eigentlich gar nicht, denn der war rappelvoll. Voller Touris und Nicht-Touris und vor allem voller Gepäck. Die Crew räumte ad hoc die vorderste Sitzreihe (für die wir „Platzkarten“ hatten) und verschob alles eine Reihe nach hinten. Das lief sehr routiniert ab. Die Jungs machten das garantiert nicht zum ersten Mal. 😉

Nach 3 Stunden schaukeln mit wasserüberströmten Fenstern bei 35-40 km/h – ich hab extra recherchiert, das sind so 19-22 Knoten! – landeten wir am Port Penang.
Die Fahrräder oben auf dem Schiff (Gerhard hatte sie in weiser Voraussicht vorher extra nochmal festgebunden) hatten unterwegs eine ordentliche Salzwasserdusche abbekommen. Man(n) sieht es an den vielen kleinen Kristallen. Jetzt bloß nicht am Rahmen lutschen!

Unser eingespieltes Logistik- und Radreiseteam bewältigte auch diesmal alle Be- und Entladevorgänge einschließlich Transport durch Terminalhallen und -gänge souverän.

Am Hafen begrüßten wir Allister, den Mann am Lenkrad des Begleitbusses für die nächste Zeit. Hallo, let’s go!
Ja, und vom Hafen bis zum netten „Noordin Mews“ – Hotel waren es dann tatsächlich nur noch schlappe 3 Kilometer mit dem Fahrrad.

Schnell noch Wäsche zum Laundry-Service gebracht, bevor der Feierabend macht und Abholung am Montag vereinbart. Ja, auch im muslimisch geprägten Malaysia ist der Sonntag „heilig“ und das Geschäft geschlossen.

Ich zähl also einfach die 138 Transferkilometer auch als Reisekilometer mit, einverstanden?

Langkawi – Penang

301. Radweltreisetag, Transfer per Bus & Boot, schön & kalt (Aircondition)

Fahrräder auf den Truck und wir mit dem Bus frühmorgens quer über die Insel. Am Hafen wurde mir dann eröffnet, dass nur 5 Räder mitgenommen werden können. Dank meiner Überzeugungskraft und meinem Charme war es dann plötzlich doch möglich 9 Fahrräder mitzunehmen. Die Überfahrt verlief unspektakulär, kalt da wenn es eine Klimaanlage hat in Asien wird immer möglichst nahe an den Gefrierpunkt gekühlt. Anfangs etwas raue See, aber bald wurde es ruhiger. Heute kein Track da wir bloß 3 km vom Hafen zum Hotel gefahren sind.

Selamat Jalan in Malaysia, / Gute Reise in Malaysia

300. Radweltreisetag, 75 km Rundtour mit Sandra Loh, schön warm!

Ich bin Andres, der neue Reiseleiter bis nach Bali. Nachdem ich die Langkawi Rundtour im Dezember schon mal gefahren bin und nicht zufrieden war, ersann ich mich einer Bekannten, Sandra Loh, die auf Langkawi ein Radtourunternehmen führt. Mit ihr als lokalem Guide waren wir 75km abseits der meisten Hauptstrassen unterwegs und entdecken so manches, was auch ich noch nicht kannte. Unser Weg führte durch Dschungel, in die Mangroven, zu einem schönen Strand und durch Reisfelder zurück.

Getrennte Wege am transferreichen Tag … der Rest mit der Fähre rüber nach Langkawi

299. Radweltreisetag, Transfer Koh Lipe – Pak Bara – Tammalang – Langkawi, heiß und sonnig mit leichter Wolkenfront am Horizont

Tschüß Niti, tausend Dank nochmal für alles. Das waren Super-Wochen mit Dir!
Manchmal ist es wirklich gut, man(n) hat keine Zeit für lange Abschiedsszenen, erst recht wenn es allen ein wenig schwer ums Herz ist …
Komm gut zum Familientreff und nach Hause zurück. 🙂

Das Boot nach Malaysia brachte uns gut gekühlt in den Hafen. Wir sind inzwischen auch logistisch gut trainiert und bewältigten den Transport des Gepäcks und der Fahrräder nebst Zubehörteilen etc. pp. recht souverän vom Schiff kreuz und quer durch das Gebäude nach draußen. Zwischendurch bezogen wir dann auch noch Andres mit ein, der uns schon erwartete und bald war alles „verladen“. Volker hatte uns ja schon vorsorglich per eMail vorgewarnt – die Rahmenbedingungen sind wieder deutlich schlichter und den chinesischen ähnlich … 🙁
Wir werden sicher noch lange den Laotischen, Kambodschanischen und erst recht den Thailändischen nachtrauern.

Es dunkelte schon bald, als wir endlich die „Kabinen“ für die Nacht erreicht hatten (Wir haben jetzt auch schon 7 h „Vorsprung“ zu euch in D). Hinter uns lagen stolze 213 Reisekilometer! Ohne Fahrräder und Gepäck, die ja erst in Tammalang wieder bei uns waren, wäre der Transfer deutlich kürzer gewesen (siehe Track unten), aber wir haben schließlich noch ein paar Reisewochen vor uns und brauchen beides. 😉

Kurz frisch gemacht und ein gemeinsames leckeres Abendessen beim „Araber“ genossen. Gute Nacht.
Wir sind gespannt auf Malaysia. Hallo Andres – laß uns starten.

Getrennte Wege am transferreichen Tag / Chok Dee und Bye bye!

299. Radweltreisetag, Transfer Koh Lipe – Pak Bara – Tammalang (- Langkawi), heiß und sonnig mit leichter Wolkenfront am Horizont

Wir wussten was als erstes heute auf uns zukommt. Zu und von Koh Lipe fahren momentan nur Speedboote mit mindestens 3 Motoren. Es gibt so einige Transportmöglichkeiten, die die Welt nicht braucht. Das Speedboot ist eines davon. Unbequemer kann eine Schifffahrt kaum sein. Dann lieber auf einer Nussschale mit kaputten Holzbänken zum Ufer dümpeln. Aber immerhin ist alles ja relativ schnell vorbei.

Vorher warteten wir am Pattaya Strand bis endlich die weißen Fahrkarten aufgerufen wurden. Das Boarding war heute nicht ganz so einfach. Ähnlich wie auf manchen Flughäfen funktionierte es über Zubringerfahrzeuge statt mit direktem Gangway-Zugang. Es war Ebbe und die größeren Boote kamen alle nicht bis an den schwimmenden Steg heran. Die Longtails brachten daher Leute und Gepäck hinaus zu den in der Bucht liegenden Monsterbooten.

 

1,5 Stunden dauerte unsere Überfahrt zum Pak Bara Pier auf dem Festland, wo das kleingeschrumpfte Octo Team auf uns mit Rädern und Koffern wartete. Nach der Schifffahrt war erstmal Kaffee angesagt. Donuts spendierte das Octo Team dazu.

Mit frischer Nervennahrung ging es dann mit einem qietschgrünen Bus weiter in Richtung Tammalang Pier an der Malaysischen Grenze.

Die Räder wurden wieder zusammengebaut, Pässe eingesammelt und zurückverteilt. Danach saß man nun da in der einsamen Halle des Grenzhafens. Die Auswahl an Mittagessen war sehr dürftig um es vorsichtig auszudrücken. Einige versuchten sich an der angeblich besten Halal Pizza in Satun, tiefgekühlt und aus der Mikrowelle. Sehr mutig! Andere zogen das lauwarme Curry mit Reis vor. Ich war froh, dass Octo vorher die Donuts mitgebracht hatte. Dennoch traurige letzte Mahlzeit zusammen.

Dann war es soweit und es wurden erst die Passagiere unten und anschließend die Räder oben auf die „Excel Princess“ verladen.

Ein hektischer Abschied… Aber manchmal ist es auch besser so. Hier trennten sich unsere Wege. Ich ging zurück in Richtung Phuket, der Rest mit der Fähre rüber nach Langkawi, Malaysien.

Ich werde Euch vermissen und wünsche Euch allen eine tolle Weiterreise und hoffe, dass ihr unsere gemeinsame Reise auch so schön wie ich in Erinnerung behalten werdet. Es war auch für mich eine wirklich besondere Tour.

Gute Weiterfahrt! Ich übergebe hiermit das Mikro an Andres. Viel Spaß mit der verrückten Rentnertruppe!

PS. Letztes Gruppenfoto haben wir vergessen. Verdammt!

Korallenheuschrecken (Koh Lipe Tagesausflug: Schnorchel AG)

298. Radweltreisetag, Schnorchelausflug zu den Inseln um Koh Lipe, perfektes Instagram-Selfie-Sunshine-Wetter

Meine Eltern schwärmten mir vor 10 Jahren von dem tollen Wasser und den schönen Stränden Koh Lipes. Beides ist heute noch vorhanden, nur sind die beiden Hauptstrände komplett vollgeparkt mit Longtail-Booten. Jeweils kleine Bereiche in Größe von Schwimmbecken sind abgezäunt für Schwimmer. Aber der Großteil der Touristen nutzt das Wasser eh nur als Hintergrundkulisse ihrer Instagram Posts.

Wir hatten nur einen vollen Tag hier und den wollten wir nutzen. Die ganzen Boote sind gedacht für Ausflüge zu den umliegenden Inseln.

Wir buchten gestern schon unser Boot und wurde heute von Kapitän Yu begrüßt, der uns die umliegenden 5 Inseln zeigen wollte. Dabei war noch ein Bootsmädchen, dass uns beim Ein- und Aussteigen unterstützte. Das Schnorchelequipment war bestellt und wir machten uns auf zu Koh Yang, unserer ersten Station.

Es ist lange her, dass ich wirklich gut erhaltene Korallenfelder gesehen habe. Vor etwa 25 Jahren war ich auf Koh Ngai in Trang, wo heute nichts mehr von den Korallen übriggeblieben ist. Die meisten Korallen in Küsten nähe sind alle fast komplett tot. Der Anblick von intakten Korallen und bunten Fischen rief bei mir Nostalgie hervor.

Es war mir egal, dass etwa 30 Leute gleichzeitig hier schnorchelten. Die intakte Unterwasserwelt entführt einen einfach sofort in eine andere Welt.

Danach ging es zur Koh Adang, der größten Insel der Region. Auch hier gab es tolle Korallen. Mittagessen hatten wir auf dem weißen Strand von Koh Rawi.

Der Nationalpark hat mittlerweile erkannt auf was für einem schmalen Grat zwischen authentischem Naturerlebnis und Massentourismus sie sich bewegen müssen. Die Entwicklung von Koh Lipe ist wohl nicht aufzuhalten. Aber es wird zumindest versucht die Auswirkungen auf die Natur zu minimieren: Es ist nur an bestimmten ausgewiesenen Stellen erlaubt zu schnorcheln; Mittagspakete sind nur mit Tupperboxen und richtigem Besteck erlaubt.

Danach ging es noch zur Koh Hin Ngam (wortwörtlich Insel der schönen Steine). Anders als die umliegenden Inseln hat sie statt einem weißen Pudersandstrand eine Landzunge aus glatten, glänzenden Steinen. Der Sage nach verfolgt einem ein Fluch, wenn man einen dieser Naturschätze von seiner ursprünglichen Insel entfernt. Passt ja auch ganz gut als Abschreckung gegen Touristen, die ein Souvenir umsonst mitnehmen wollen.

Als Abschluss kam der abenteuerliche Höhepunkt des Ausflugs. In einer Strömungsgasse zwischen 2 kleinen Inseln sind 2 Korallenfelsen, die mit bunten Weichkorallen bewachsen sind. Die Meeresströmung hier ist allerdings so stark, dass man sie nicht aus eigener Schwimmkraft beschnorcheln kann. Schwimmseile sind am Boden verankert an denen man sich bis zu den Felsen hangeln kann. Die Strömung brachte allerdings auch eine Menge Sedimente mit, sodass man nur erahnen konnte wie schön die bunten Felsen bei ruhigem Wasser sein müssen.

Dann war auch schon der Ausflug zu Ende und ich muss sagen, auch wenn es vorgefertigter Massentourismus ist, war es ein toller Tag mit viel Natur und schönen Schnorchel Plätzen.

Das letzte gemeinsame Abendessen in Thailand dann natürlich am Sunset Beach. Nach so einem Tag mit so einer Kulisse schmeckt auch das Curry gleich doppelt so gut.

Vor und hinter den Kulissen des Paradieses

Bilderbuch vom Spaziergang auf Ko Lipe am 298. Radweltreisetag an einem sonnigen und heißen Januarmittwoch bei 35 °C

Sie wird Koh Lipe genannt, die kleine Paradiesinsel in Süd-Thailand, nicht weit von der Grenze zu Malaysia im Andamanischen Meer (einem Randmeer des östlichen Indischen Ozeans) oder auch Ko Lippy, Koh Lipeh, Ko Lipey, je nachdem wie der Name „Papierinsel“ in andere Sprachen übernommen wurde.
Der Sprachen sind gar viele, die hier auf der kleinen Insel gesprochen werden. Nicht von den evtl. noch von den ursprünglichen Einwohnern (den zur See fahrenden Chao Ley) abstammenden Thailändischen Bewohnern, sondern von den hier in beängstigender Menge und Vielfalt herumlaufenden und -liegenden Touristen. Die Chao Ley (aus Malaysia stammend und dort Urak Lawoi genannt) sprachen Rawi – eine Mischung aus Thai und Malaysian, die Touris sprechen viel englisch, französisch, deutsch, „skandinavisch“, russisch und zunehmend chinesisch.
Für die finanziellen Einnahmen ist das sicher positiv, für die Natur der Insel eher „reziprok proportional“ ( 😉 https://de.wikipedia.org/wiki/Reziproke_Proportionalit%C3%A4t ).
Haupanziehungsgebiete der kleinen Insel sind vor allem 3 Traumstrände: Pattaya Beach (mit 1 km der längste und populärste), Sunrise Beach (Haad Chao Ley, ca. 800m, in der Nähe des „Chao Ley Village“ mit Krankenhaus und Schule) und Sunset Beach (Haad Pramong, 200 m, etwas abgelegen und ruhiger).
Bambus- und Holzhütten-Resorts sowie unzählige kleine Restaurants versprühen ein typisches Hippie Feeling. Dazwischen, davor und dahinter Shops aller Arten und Preisklassen, einschl. des unvermeidlichen „7-Eleven“.
Hotelkomplexe größeren Ausmaßes verstecken sich gekonnt im Wald an der Küste.
Überall werden Kayak- und motorisierte Bootstouren angeboten, z.B. zu den vorgelagerten Mini-Inseln Ko Usen und Ko Kra.
Koh Lipe ist ideal für Tauch- und Schnorchelfans, gibt es doch hier 25% aller tropischen Fischarten zu sehen. Ob das wirklich stimmt, können euch sicher die anderen Mitreisenden berichten, die den Tag dazu auf und im Wasser verbracht haben.

Wir wohnen für zwei Nächte „mitten drin“ in kleinen Hütten des netten Gecko-Resorts mit Super-Restaurants drumherum.

Die regional Verantwortlichen haben wohl die Bedeutung des Tourismus und hoffentlich auch dessen Nebenwirkungen betreffs Abfall, Naturschutz und Energie (Strom insbesondere aus Dieselaggregaten!) im Blick. Zumindest müssen alle Touris bei der Ankunft eine National-Park – Gebühr zahlen …

[https://en.wikipedia.org/wiki/Ko_Lipe; https://www.kohlipeisland.org/; http://www.thailand-guide.com/koh-lipe/; http://www.beautifulworld.com/asia/thailand/ko-lipe/; http://packthailand.com/things-to-do-in-koh-lipe-best-activities/]

Ich hab mich zu Fuß auf der Insel umgeschaut und ein paar Eindrücke von unterwegs ins Bilderbuch geklebt:




Koh Lipe, 10 Jahre zu spät…

297. Radweltreisetag, Transfer mit dem Speedboat von Koh Lanta nach Koh Lipe, heiß und sonnig wie fast immer, aber das war auf der Insel auch gut so.

Die Fahrräder hatten wir letzte Nacht verladen. Denn da wo wir hinfuhren sollten wir sie nicht brauchen.

Koh Lipe ist eine winzige Insel (2,5 km x 600 m), die komplett zu Fuß erkundbar ist. Sie ist Teil des Tarutao Meeres National Park. Die nördlichen Inseln wurden nicht zur Bebauung freigegeben. Lediglich die kleine Insel am südöstlichen Rand der Inselgruppe hatte man in die Hand von Investoren gegeben.

Es fing sicherlich alles gemächlich an. Die ersten Bungalows wurden neben dem Dorf der Seenomaden (malaysischen Ursprungs) entlang des Strandes gebaut. Doch im Zeitalter von Instagram und Facebook, vielleicht noch ein Sonderartikel im Lonely Planet und die besten Geheimnisse bleiben nicht lang vor der Öffentlichkeit verborgen.

Wir fuhren mit dem 750 PS Speedboot 2,5 Stunden über offenes Meer gequetscht zwischen anderen glücksuchenden Touristen, wie auf der Hühnerstange. Der Weg ins Paradies ist kein leichter. Ungeschützt auf dem offenen Meer blies der Wind die Wellen höher und wir bretterten hinüber. Das besondere an der Insel ist eben auch, dass sie 60 km vom Festland weg ist. Sie wird wegen dem klaren Wasser und weißem Sand auch die Malediven Thailands genannt.

Dann war wieder endlich Land in Sicht und alle sprangen auf von ihren Bänken und bewunderten das türkisgrüne Wasser vor dem Hauptstrand der Insel. Diese Farbe des Meeres ist einfach betörend, fast unwirklich kitschig.

Das wir nicht die Insel entdeckten war uns klar. Aber Koh Lipe ist lange kein Geheimtipp mehr. Die obligatorische Walking Street führt einmal quer durch die Insel, Beach Clubs sind in jeder Form und für jeden Geschmack vorhanden, und 2 7-Elevens gibt es wohl auch schon länger hier. Der Massentourismus ist also angekommen. Fehlt nur noch der McDonalds. Der Hauptstrand heißt hier treffend Pattaya Beach.

Wir latschten mit unserem Gepäck durch die Walking Street und bogen ein in unsere kleine aber feine Bungalowanlage, eine grüne Oase etwas abseits vom Trubel.

Zur Feier des Tages gingen wir dann zum besten Italiener am Ort. Gesalzene Preise, dafür aber Pizza fast wie in Neapel, bedient von einer deutschsprechenden Tschechin mit italienischer Live-Musik, in Thailand auf einer Insel mit malaysischem Namen. Es lebe die Globalisierung!

Füße vertreten auf der Insel

Bilderbuch vom Spaziergang auf Ko Lanta Yai am 296. Radweltreisetag an einem sonnigen und heißen Januarmontag bei 35 °C

„Die Insel Ko Lanta liegt in der tropischen Klimazone und weist ganzjährig Temperaturen zwischen 23 °C und 35 °C auf. Das Wetter wird hauptsächlich durch zwei Jahreszeiten bestimmt. Die trockene und heiße Jahreszeit beginnt im Dezember und dauert bis April. Vor allem in den Monaten Februar bis April kann es auf Ko Lanta mit bis zu 35 °C sehr heiß und trocken werden. … Die Wassertemperaturen des Meeres liegen ganzjährig bei 27–29 °C.“
[https://de.wikipedia.org/wiki/Ko_Lanta]

Bei dem Wetter liegen die meisten Touristen hier auf der Insel am Strand bzw. im Meer oder sitzen bei kühlen Getränken in den vielen großen und kleinen Restaurants. Unsere Reisegruppe braucht auch am „Ruhetag“ Bewegung. In kleineren Grüppchen oder Solo ist jede(r) unterwegs, mit oder ohne Fahrrad.
Astrid und ich kümmern uns erst ein wenig um unsere Fahrräder und bummeln dann einfach los mit dem Ziel, nach einer mittleren „Runde“ wieder zum erfrischenden Pool des Hotels zurückzukehren. Die Sonne lacht intensiv und wir nehmen jeden kleinen Schatten am Wegrand mit.
Die vielen kleinen „Tankstellen“ am Straßenrand sind für uns hochsicherheitsorientierte Europäer schon eine nette Alternative, oder etwa nicht? So ein Fläschchen ist immer genau eine Motorradtankfüllung. Echt praktisch und relativ preiswert.
Was meint ihr, womit sich die „Münzwaschanlage“ wirklich beschäftigt?
Unser Ziel, der „Butterfly Garden“ liegt zwar etwas außerhalb, aber wir wollen ihn sehen. Von außen sieht er nett aus, ansonsten ist er leider seit einiger Zeit geschlossen. Schade, daß das nicht auf dem Stadtplan daneben stand …
Zurück am Strand entlang, viel weiter, als wir eigentlich wollten. Schön war’s trotzdem und schön warm erst recht.
Zum Abendessen – als Gruppe „wiedervereint“ – gab es dann am Strand neben unserem Tisch auch noch eine attraktive Ein-Mann-Feuershow.
Der Weg zu diesem Restaurant am Strand schlängelt sich durch grüne „Tunnel“ und effektvoll beleuchtete Palmen.

Ha, so entspannt kann nur ein Tag einer Radweltreise in Thailand sein!

Bilderbuch auf: